Touristische Jahresbilanz 2025 in Kiel erneut über der Eine-Millionengrenze

Die Landeshauptstadt Kiel kann für das Jahr 2025 erneut eine positive touristische Bilanz ziehen. Laut den vorläufigen Zahlen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein wurden sowohl bei den Übernachtungen über eine Million Übernachtungen und mehr als eine halbe Million Gäste gezählt, was zeigt, dass die Fördestadt ihr hohes Niveau hält.

Viele Menschen in der Kieler Innenstadt als Symbol für die guten Übernachtungszahlen
Menschen in der Kieler Innenstadt, © Matthias Masch/Kiel Marketing

Warum kamen die Touristen zu uns?

Die Landeshauptstadt punktet mit einer vielfältigen Angebotspalette: Von der legendären Kieler Woche über maritime Großevents bis hin zu stimmungsvollen Weihnachtsmärkten gibt es ganzjährig Reiseanlässe. Im Jahr 2025 verzeichnete Kiel 530.608 Ankünfte und 1.077.720 Übernachtungen. Das entspricht nahezu dem Vorjahresniveau mit nur -0,2% bei den Ankünften. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2 Tagen.

Der Ocean Race Europe mit Start in Kiel im August 2025 brachte einen spürbaren Übernachtungsschub. Internationale Gäste und Segelfans aus ganz Deutschland strömten für fünf spannende Veranstaltungstage an die Förde. Zusammen mit aktiven Marketingkampagnen für den Freizeittourismus entstehen so zusätzliche Besucheranlässe auch außerhalb der Hauptsaison. Die Kieler Woche bleibt dabei weiterhin das touristische Zugpferd der Stadt.

Welche Rolle spielt der Kreuzfahrttourismus?

Der Port of Kiel verzeichnet eine ungebrochen hohe Nachfrage im Kreuzfahrtgeschäft. 187 Kreuzfahrtschiffe liefen 2025 den Kieler Hafen an – ähnlich viele wie im Vorjahr. Dank guter Buchungslagen stieg die Passagierzahl jedoch um 5% auf 1,11 Millionen. Auch im Fährbereich wuchs das Passagieraufkommen auf 1,62 Millionen. Neu waren die von Kiel startenden Winterkreuzfahrten, die zusätzliche Gäste in die Stadt brachten.

Johannes Hesse, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, betont: "Ganzjährige Reiseanlässe sind für die weitere touristische Entwicklung der Destination Kieler Förde wichtiger denn je." Die Gäste bleiben tendenziell kürzer, was sich auf die Übernachtungszahlen auswirkt. Deshalb braucht Kiel neue Attraktionen für verschiedene Zielgruppen. Besonders in der Schlechtwetterzeit fehlen bisher Anziehungspunkte mit überregionaler Strahlkraft.

Was plant Kiel für die Zukunft?

Hesse setzt sich nachdrücklich für ein Meeresvisualisierungszentrum auf der Geomar-Liegenschaft an der Kiellinie ein. Diese einzigartige Attraktion würde als maritimer Erlebnisort und Symbol der Meeresschutzstadt Kiel fungieren. Das interaktive Zentrum könnte neue Zielgruppen erschließen und als Leuchtturmprojekt weit über die Region hinaus wirken. Gerade in der Nebensaison wäre es ein wichtiger Anziehungspunkt. Hesse warnt: "Dieses Projekt darf nicht auf die lange Bank geschoben werden."

Mit der Einführung der Bettensteuer müssen alle Beteiligten achtsam umgehen, so Hesse. Die Tourismuszahlen sind zwar stabil, gehen aber nicht mehr unbegrenzt nach oben und die bereits kürzere Verweildauer der Gäste belastet die Übernachtungsstatistik. Deshalb ist es wichtig, durch attraktive Angebote und Infrastruktur gegenzusteuern. Nur so kann Kiel sein hohes touristisches Niveau langfristig halten und ausbauen.

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Quelle:  Kiel-Marketing e.V.