Kiel macht ernst mit der Stadtbahn
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Kiel geht den nächsten großen Schritt in Richtung moderner ÖPNV. Die Stadtbahn Planungs- und Baugesellschaft (SPBG) ist gegründet – als 100-prozentige Tochter der Stadt. Damit bündelt die Landeshauptstadt alle Kräfte für das ambitionierte Infrastrukturprojekt.
Was ist die SPBG genau?
Die Stadtbahn Planungs- und Baugesellschaft ist die neue zentrale Steuerungseinheit für Kiels Stadtbahnprojekt. Im März 2026 legte die Ratsversammlung den Grundstein für diese Tochtergesellschaft. Ihr Auftrag ist klar umrissen: Planung, Bau und Steuerung der Stadtbahn werden hier gebündelt. So entstehen kürzere Entscheidungswege und weniger Schnittstellen – ein Vorteil, den externe Gutachten und Erfahrungen aus anderen Städten bestätigen.
Warum braucht Kiel diese Gesellschaft?
Komplexe Infrastrukturvorhaben brauchen klare Strukturen und schnelle Prozesse. Mit der SPBG schafft Kiel genau das. "Eine verlässliche und sorgfältige Planung ist eine wichtige Voraussetzung, um Akzeptanz für den ÖPNV der Zukunft zu gewinnen", erklärt Alke Voß, Dezernentin für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität. Die neue Gesellschaft soll die Planung beschleunigen und die Umsetzung professionalisieren.
Wie setzt sich der Aufsichtsrat zusammen?
Der sechsköpfige Aufsichtsrat vereint politische Expertise aus verschiedenen Fraktionen. Vorsitzender ist Christian Jopen (SPD), seine Stellvertreterin ist Stadträtin Alke Voß. Weitere Mitglieder sind Anke Oetken (Grüne), Maik-Torben Kristen (Grüne), Magdalena Drewes (CDU) und Marcel Schmidt (SSW). Alle sind im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität verankert – das garantiert fachliche Kompetenz auf höchster Ebene.
Wer übernimmt die Geschäftsführung?
Für 2026 teilen sich Christoph Karius und Sebastian Heilmann die Geschäftsführung zum Aufbau der Gesellschaft. Beide kennen das Projekt bereits aus ihrer Arbeit in der Stabsstelle Stadtbahn der Landeshauptstadt – Karius als Projektleiter, Heilmann als Projektsteuerer. Sie übernehmen die Aufgabe befristet bis 2027, wenn eine langfristige Besetzung folgen soll. Diese Übergangslösung sichert Kontinuität und Fachwissen von Beginn an.
Welche Vorteile bringt die Projektgesellschaft?
Externe Gutachten und Erfahrungen aus vergleichbaren Großprojekten sprechen eine deutliche Sprache: Projektgesellschaften steuern effizienter. Sie reduzieren Schnittstellen, verkürzen Entscheidungswege und beschleunigen komplexe Vorhaben. Für Kiel bedeutet das: Die Stadtbahn kommt schneller auf die Schiene. Die leistungsfähige Organisation konzentriert alle Kompetenzen unter einem Dach – von der ersten Planung bis zum fertigen Gleis.
Was bedeutet das für euch?
Die Gründung der SPBG ist mehr als ein bürokratischer Akt. Sie ist das Signal für einen modernen ÖPNV in Kiel. Mit klaren Strukturen, erfahrenen Köpfen und politischem Rückhalt entsteht hier die Basis für nachhaltige Mobilität. Die Stadtbahn wird das Stadtbild verändern – und die neue Gesellschaft sorgt dafür, dass dieser Wandel professionell und zügig vorankommt.
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