Ausstellung: Die Illusion vom Ich

Kirsten Piper kommt aus Flensburg. Zeit ihres Arbeitslebens hat sie als Lehrerin Generationen von Schülerinnen und Schülern begleitet und diesen die Wege der Kunst gezeigt. Nebenbei war sie am Flensburger Museumsberg tätig und ist seit einigen Jahren in verschiedenen künstlerischen Vereinen tätig. Nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsalltag kann sie sich nun ganz der künstlerische Arbeit widmen. Mit ihrer aktuellen Ausstellung im Kunstraum B macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt: unsichtbare Systeme, die unser Leben prägen.

Der Schriftzug "Die Illusion vom Ich", die das Motto der aktuellen Ausstellung im Kunstraum B darstellt, an einer weißen Wand
Das Motto der Ausstellung,©Kiel-magazin.de

Was zeigt die Installation?

Die Künstlerin übersetzt gemeinschaftliche und individuelle Ordnungen in räumliche Strukturen. Mit unterschiedlichsten Materialien schafft sie begehbare Gefüge, die kollektive Muster offenlegen. Dabei wird deutlich: Wir sind miteinander verbunden durch unsichtbare Regeln und Systeme. Diese bestimmen, wie wir denken, handeln und uns selbst wahrnehmen.

Im Spannungsverhältnis zwischen System und Mensch entfaltet sich Individualität. Piper zeigt: Das ICH ist keine feste Größe, sondern ein Gefüge. Es formt sich ständig neu im Zusammenspiel verschiedener Systeme – gesellschaftlich, kulturell, persönlich. Was wir als stabile Einheit empfinden, ist tatsächlich ein dynamischer Prozess. Die Installation macht dieses Wechselspiel räumlich erfahrbar anhand von 4 begehbaren Installationen.

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Die Arbeit hinterfragt, wie sehr wir von unsichtbaren Strukturen geformt werden. Sie lädt ein, die scheinbare Selbstverständlichkeit des Alltags zu durchbrechen. Indem Piper diese Systeme sichtbar macht, schafft sie Bewusstsein für die Wirkmächtigkeit verborgener Ordnungen. Ein Raum zum Nachdenken über Freiheit, Prägung und Identität.

Auf der Suche nach weiteren künstlerischen Perspektiven? Wir von kiel-magazin.de zeigen euch spannende Ausstellungen und Installationen in der Stadt.

Quelle:  Kunstraum B