Sheriff Uwe knackt 100.000-Euro-Marke

Seit 18 Jahren sammelt Uwe Göllner mit seiner Country & Line Dance Gruppe Spenden für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft. Jetzt wurde ein besonderer Meilenstein erreicht: 100.000 Euro für krebskranke Familien. Die aktuelle Aktion "Dietrichsdorf sammelt" brachte weitere 3.909 Euro für das Jugendprogramm "TimeOut".

Vier Menschen vor einer weißen Wand, die gerade eine Urkunde und einen Pokal übergeben bzw. erhalten haben
Prof. Dr. med. Nicolai Maass, Rosi & Uwe Göllner sowie Kirsten Walsemann bei der Übergabe der Urkunde der besonderen Spendensumme, ©Kiel-Magazin.de

Wie begann diese Erfolgsgeschichte?

2006 gründeten Uwe und Rosi Göllner die Country & Line Dance Gruppe Kiel, nachdem sie festgestellt hatten, dass es im Umkreis bisher keine gab. Gestartet wurde mit einer klaren Vision: Statt Gagen sollten Spenden für soziale Projekte fließen. Und so tanzt und sammelt die Gruppe seit 2008 gezielt für Kinder- und Familienangebote der Krebsgesellschaft. Ein Auftritt beim "Lauf ins Leben" in Eckernförde prägte das Engagement nachhaltig. "Mit unserem Tanz konnten wir Betroffenen eine kleine Auszeit schenken", erinnert sich Uwe Göllner.

Regelmäßig kommen über 150 Line Dancer aus mehreren Bundesländern im Hotel Rosenheim in Schwentinental zusammen, um gemeinsam zu tanzen und Geld zu sammeln. Bei Benefizveranstaltungen und Charity-Events zeigen sie ihr Können, immer für den guten Zweck. Die Verbundenheit zur Krebsgesellschaft und deren Projekten wuchs über die Jahre stetig.

Wie entstand "Dietrichsdorf sammelt"?

Als die Pandemie 2019 viele Veranstaltungen unmöglich machte, brauchte es neue Wege. Gemeinsam mit Marita Kähler, Benge Seeger und Rüdiger Lohmann rief Uwe Göllner die vorweihnachtliche Spendenaktion ins Leben. 2025 fand sie bereits zum sechsten Mal statt und ist fest im Stadtteil verankert. Zwei Spendendosen stehen ganzjährig in der Förde Apotheke und im Naturkostladen "Kornblume" bereit.

Der aktuelle Erlös von 3.909 Euro kommt dem "TimeOut"-Programm zugute. Das Angebot richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, deren nahe Angehörige an Krebs erkrankt sind. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie Bowling, Paddeln oder Escape Rooms erleben sie unbeschwerte Momente. "Gerade Jugendliche brauchen das Gefühl, dass sie nicht allein sind", betont Uwe Göllner.

Das Projekt der Uni Lübeck bietet eine Auszeit vom krankheitsgeprägten Alltag. In kleinen Gruppen von fünf bis sechs Jugendlichen und zwei bis drei Studierenden entstehen besondere Begegnungen. Ob Klettern, Kochen oder Weihnachtsmarkt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen wieder Kind sein. Zusätzlich können sie bei Bedarf einem Onkologen Fragen zur Erkrankung stellen.

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Nach dem Lübecker Vorbild startet vorraussichtlich ab Ende April ein eigenes "TimeOut"-Programm in Kiel. Geplant ist, dass sich einmal im Monat sich betroffene Kinder und Jugendliche zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. Von Backen bis Musicalbesuchen ist vieles möglich. Auch gemeinsame Treffen zwischen Kiel und Lübeck sind geplant. Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase, die Vorfreude ist bereits spürbar.

"Dass durch eine lokale Initiative so eine hohe Spendensumme zusammenkommt, ist alles andere als selbstverständlich", betont Kirsten Walsemann, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft. Das Engagement schenkt Hoffnung und entlastet Familien eindrucksvoll. Als Dank erhielt Uwe Göllner, der bereits Ehrenmitglied, und auch diese Auszeichnung ist bisher einzigartig, der SHKG ist, eine besondere Auszeichnung. "Ich hatte nie gedacht, dass daraus 100.000 Euro werden", sagt er bescheiden.

Wie könnt ihr unterstützen?

Mit dem Erreichen des Meilensteins ist noch lange nicht Schluss. Die Line-Dance-Events und "Dietrichsdorf sammelt" wollen weiterhin Familien in schwierigen Zeiten begleiten. Wenn ihr mit eurer Spende ein Stück Leichtigkeit zurückgebt, hat sich jeder Einsatz gelohnt. Gemeinsam können wir Jugendlichen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V. steht seit 1953 Menschen zur Seite, die mit Krebs konfrontiert sind. Der gemeinnützige, spendenfinanzierte Verein begleitet Patienten und Angehörige mit kostenlosen Unterstützungsangeboten. In sechs Beratungsstellen helfen ausgebildete Psychoonkologen dabei, einen Weg im Umgang mit der Erkrankung zu finden. Zusätzlich engagiert sich der Verein mit Präventionskampagnen wie "Check dich selbst" für Früherkennung.

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Quelle:  Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V.