Aktueller Stand zum Coronavirus in Kiel

Gesamtzahl aller Fälle: 9.223. Im Vergleich zum Vortag gibt es 67 neue Positivfälle. Verstorben sind 122 Kieler*innen. Die Kieler Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI bei 154,9.

Informationen zum aktuellen Stand COVID-19 in Kiel, © iStock.com/Powerofflowers
Informationen zum aktuellen Stand COVID-19 in Kiel, © iStock.com/Powerofflowers

Inzidenz sinkt leicht – Weihnachtsmärkte bleiben mit aktuellem Hygienekonzept weiter geöffnet

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kiel lag am 29. November 2021 bei 129,0 und ist damit im Vergleich zur Vorwoche gesunken (der Wert vom vergangenen Montag, 22. November 2021, betrug 139,9). Die bundesweite Inzidenz liegt heute bei 467,7 und die Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 152,6. Im Bund und im Land sind die Inzidenzen im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.

Aktuelles Hygienekonzept des Weihnachtsmarkts bleibt

Zum Hygienekonzept der Kieler Weihnachtsmärkte gehören seit der Eröffnung vor einer Woche die Maskenpflicht und die Einhaltung der AHA-Regeln. Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst haben bei ihren Kontrollen festgestellt, dass sie relativ häufig Besucher*innen ermahnen müssen, die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Vor allem auswärtige Besucher*innen nutzen die Schutzbedeckung erst nachdem sie darauf hingewiesen wurden.

Der Besucher*innenandrang war am Wochenende – sicherlich auch witterungsbedingt – überschaubar, so dass Abstände weitgehend eingehalten werden konnten. Infektionen wurden auf dem Weihnachtsmarkt nicht registriert.

"Der eingeschlagene Weg ist richtig, wir beobachten aber weiterhin sehr genau das Infektionsgeschehen", sagt Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken. "Die Inzidenzen in Kiel sind derzeit leicht rückläufig. Ich appelliere noch einmal an alle Kieler*innen, die Maskenpflicht auf den Weihnachtsmärkten und in den angegebenen Straßen zu beachten und Ortsfremde darauf hinzuweisen. Die Impfbereitschaft in unserer Stadt ist groß – ein großes Dankeschön an alle, die sich impfen lassen und das Impfen möglich machen. Danke vor allem auch an die Polizei und den KOD für ihr Engagement bei Kontrollen zur Durchsetzung der Maßnahmen."

Impfstelle im Stena-Terminal wird erneut eingerichtet

Eine Impfstelle mit bis zu sieben Linien errichtet die Kieler Feuerwehr im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein erneut im Stena-Terminal am Schwedenkai. Öffnen soll die Impfstelle am Montag, 29. November 2021, um 10.30 Uhr.

Die Impfstelle startet mit zwei Linien, die Bundeswehr unterstützt das DRK vorerst mit fünf Soldaten*innen. Sobald das erforderliche Personal zur Verfügung steht, wird die Anzahl der Impflinien bedarfsgerecht erhöht.

Die Impfungen starten jeweils um 10.30 Uhr und enden um 19.30 Uhr. Jeder Impfstelle im Land werden in der ersten Woche 20 Termine pro Stunde pro Linie zugewiesen. Ab der zweiten Woche erhöht sich die Taktung auf 24 Impfungen pro Linie und Stunde. Insgesamt sind damit rund 1200 Impfungen pro Tag denkbar. An Sonn- und Feiertagen, am 24. Dezember 2021 sowie am Silvestertag, 31. Dezember 2021, bleibt das Impfzentrum geschlossen.

Zunächst wird nur nach Voranmeldung geimpft. Das Anmeldeportal startet am Donnerstag, 25. November 2021. Für Kinderimpfungen werden ab dem 23. Dezember 2021 Zeitfenster freigehalten. In den kommenden Tagen sollen alle Personen über 60 Jahren einen Brief mit Informationen zur sogenannten "Boosterimpfung" erhalten.

Inwiefern der Betrieb der Impfstelle in Kiel durch die Liefermengenkürzungen von Biontech betroffen sein wird, lässt sich noch nicht final abschätzen. Ob für Menschen ab 30 Jahren der Impfstoff von Moderna zur Verfügung stehen wird, muss ebenfalls abgewartet werden.

Informationen zum Testen und zu Testzentren

Das vom Bund finanzierte Testangebot, wonach sich jede*r mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen kann, gibt es ab Montag, 11. Oktober, nicht mehr. Die Preise für Testungen bestimmen dann die Anbieter selbst. Anspruch auf kostenlose Tests hat nach wie vor folgender Personenkreis:

  1. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind,
  2. bis zum 31. Dezember 2021: Personen, die zum Zeitpunkt der Testung minderjährig (also unter 18 Jahre alt) sind. Auch zum Zeitpunkt der Testung Schwangere haben bis 31. Dezember Anspruch auf einen kostenlosen Test. Das Gleiche gilt für Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden.
  3. Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel.
  4. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben,
  5. Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion in Absonderung befinden und die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

3-G-Regelungen für geschlossene Räume der Gastronomie

Die aktuelle Coronaverordnung des Landes Schleswig-Holstein sieht für Gastronom*innen ein Bußgeld vor, wenn sie in geschlossenen Räumen Personen bewirten, die nicht geimpft, genesen oder getestet sind. Das Bußgeld kann in einem solchen Fall zwischen 1.000 und 3.000 Euro betragen.

Auch ein Unterlassen der Prüfung kann ein Bußgeld zwischen 1.000 und 3.000 Euro nach sich ziehen. Wer als Gast falsche Angaben macht, muss mit 1.000 Euro Bußgeld rechnen. Der Kommunale Ordnungsdienst wird in den kommenden Wochen stärker die Einhaltung der Coronaverordnung in geschlossenen Räumen der Gastronomie kontrollieren.

In Kiel gelten weiterhin folgende Maßnahmen:

  • Mund-Nasen-Schutz ist wirksam – und ist an sehr vielen Orten Pflicht. Im Einzelhandel, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Pflegeheimen oder bei religiösen Veranstaltungen und Versammlungen sind qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen (sogenannte OP-Masken oder viren-filternde Masken der Standards N95, KN95 oder FFP2) zu verwenden. Nicht zulässig sind Alltagsmasken zum Beispiel aus Stoff, ebensowenig wie Masken mit Auslassventilen oder Face-Shields.

  • Weiterhin gilt: Reduzieren Sie Ihre Kontakte – Sie senken damit Ihr persönliches Risiko und helfen, die Infektionszahlen zu senken. Treffen Sie maximal eine einzige Person, die nicht zu Ihrem Haushalt gehört.

  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr und nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  • Wenn Sie Menschen begegnen, in Geschäften, im Beruf, aber auch privat, ist Ihre Sorgfalt mit Abstand der beste Schutz. Und: Ein Lächeln reicht weiter als zwei Meter.

  • Wenn Sie aus einem Risikogebiet nach Hause zurückkehren, müssen Sie in Quarantäne (es gibt Ausnahmen). Informieren Sie das Gesundheitsamt.
  • Wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, lassen Sie sich telefonisch unter 116 117 beraten, ob eine diagnostische Abklärung sinnvoll ist. In anderen Fällen, zum Beispiel bei Erkältungssymptomen ohne diese Risikofaktoren, wenden Sie sich bitte per Telefon an Ihre Hausärzt*innen.
  • Lassen Sie sich bei Atemwegs-Erkrankungen telefonisch krankschreiben. Bleiben Sie zuhause, bis die akuten Symptome abklingen. Die Ärzt*innen besprechen mit Ihnen, ob die Krankheitszeichen eine Testung, Untersuchung oder eine weitergehende Behandlung erforderlich machen.

Informationen zum Thema Corona in Kiel veröffentlicht die Stadt auf www.kiel.de/coronavirus und auf ihren Social-Media-Kanälen.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

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