Sommertipps: Entspannt durch die Urlaubszeit

In diesem Sommer sind aufgrund der Covid-19-Pandemie und der bestehenden Reisebeschränkungen für viele Länder Ausflüge und Urlaube
im Inland oder in den Nachbarländern besonders attraktiv. Ob auf zwei oder auf vier Rädern, TÜV NORD gibt Tipps, wie man angenehm und sicher ans Ziel kommt.

Stau, © iStock.com/Patrick Daxenbichler
Stau, © iStock.com/Patrick Daxenbichler

1) Stau adé

Das beliebteste Fortbewegungsmittel für Reisen ist noch immer das Auto. Weniger beliebt sind allerdings die Staus, die in der Ferienzeit schnell entstehen können.

Halten sich alle Verkehrsteilnehmer an die richtige Fahrweise, kann der Verkehrsfluss jedoch gefördert werden, weiß Udo-Heinz Krause, Leiter der TÜV-STATION Kiel.

Stoßzeiten vermeiden

"Die Stauvermeidung beginnt schon bei der Planung", erklärt der TÜV-Experte. "Man sollte sich vor Fahrtantritt überlegen, wann man an welcher Stelle der Strecke auf verstopfte Straßen trifft und wie man die Stoßzeiten umgehen kann." Oft helfen Stauprognosen, diese abzuschätzen. Außerdem ist es so möglich, sich rechtzeitig über Ausweichstrecken zu informieren.

Autobahnauffahrten

Ist die Fahrt angetreten, gilt es, durch die richtige Fahrweise, den Verkehr im Fluss zu halten. "Deshalb sollte man den Beschleunigungsstreifen einer Autobahnauffahrt immer bis zum Ende ausfahren und nicht vorzeitig die Spur wechseln, um ein Stocken des Verkehrs zu verhindern", so Krause.

Das gleiche gilt für einen notwendigen Spurwechsel durch eine Fahrbahnverengung beispielweise aufgrund einer Baustelle: Hierbei ist das Reißverschlussprinzip anzuwenden. "Es gilt, soweit wie möglich auf der Spur vorzufahren und sich erst dann auf der daneben liegenden Spur einzuordnen", erklärt der Stationsleiter. Damit das Verfahren problemlos funktionieren kann, müssen die Verkehrsteilnehmer auf der nicht verengten Spur die entsprechenden Abstände zum Einfädeln halten.

Rechts fahren

Die linke Spur wirkt auf einige Verkehrsteilnehmer eine besondere Faszination aus. Diese ist allerdings ausschließlich zum Überholen da. In Deutschland gilt das Rechtsfahrgebot. Grundsätzlich sollte man auf der rechten Spur fahren und dorthin nach einem Überholvorgang auch zurückkehren.

"Wer dauerhaft auf dem mittleren oder linken Fahrstreifen bleibt, verleitet andere Verkehrsteilnehmer zum verkehrswidrigen Rechtsüberholen und riskiert eine Geldstrafe sowie einen Punkt in Flensburg", so Krause. Außerdem wichtig: Gleichmäßiges und vorrausschauendes Fahren ist sicherer, ökologischer und sorgt für fließenden Verkehr.

2) Sommer ist Motorradzeit

Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, hat im Sommer die beste Gelegenheit dazu. So schön die heiße Saison für Motorradfahrer ist, auf kühlende technische Unterstützung wie Klimaanlagen müssen Biker verzichten. Richtig vorbereitet können sie sich aber auf tolle Touren ohne Hitzekoller freuen.

Cool bleiben

Gute Schutzkleidung ist beim Motorradfahren unabdingbar. Kurze Hosen, T-Shirts und Sandalen haben auf dem Motorrad nichts zu suchen. Neben dem Schutz bei einem Sturz sollte die Ausrüstung auch den Temperaturen trotzen. Aktuell sind daher eine luftdurchlässige Sommerkombi, Sommerhandschuhe, ein passender Helm und Funktionsunterwäsche das richtige Outfit. "Obwohl man es bei Hitze kaum glauben mag: Die Funktionsunterwäsche sorgt auch im Sommer für ein angenehmes Fahrgefühl, denn sie ist atmungsaktiv, schnell trocknend und feuchtigkeitstransportierend. Außerdem kann man sie vor der Fahrt im Gefrierfach abkühlen", rät Krause.

Ein angefeuchtetes Halstuch schafft zusätzlich Abhilfe bei hohen Temperaturen. "Um sich nicht zu gefährden, sollte man außerdem die Mittagshitze vermeiden und regelmäßige Pausen einlegen. Ausreichendes Trinken schützt vor dem Dehydrieren, denn gerade auf dem Motorrad kommt es auf körperliche Fitness und Konzentration an", so der TÜV-Experte.

Planung ist alles

Vor Fahrtantritt bietet sich gerade bei unbekannten Strecken eine genaue Routenplanung an. Zum einen sollte das Fahren auf jeden Fall Spaß bringen, zum anderen lassen sich so lange Standphasen vermeiden, bei denen es dem Fahrer auf dem Asphalt sehr heiß werden kann. "So kann man beispielsweise anstelle einer Fahrt durch die Stadt mit vielen Ampeln und Staus nach einer Strecke mit viel Landstraße und Bewaldung suchen", so Udo-Heinz Krause.

Darüber hinaus steht die Sicherheit auch beim Motorradfahren im Vordergrund. "Deshalb sollte man immer auf das Tempolimit achten. Gerade bei hohen Temperaturen besteht die Gefahr, dass der Asphalt an schwachen Stellen aufplatzt und so gefährliche Hindernisse für den Fahrer entstehen, die dieser bei zu hohem Tempo nicht rechtzeitig sieht", warnt der Stationsleiter.

3) Muskelkraft statt Motor

Das Fahrrad bringt einen nicht nur individuell und flexibel an viele unterschiedliche Urlaubsziele, sondern bietet gleichzeitig ein umfassendes Fitnesstraining. Verkehrssicherheit, das richtige Zubehör und natürlich die körperliche Gesundheit sind dabei das A und O.

Das muss mit

Für eine sichere und entspannte Radtour sollte zunächst das Fahrrad für alle Fälle mit dem richtigen Equipment ausgestattet sein. Dazu gehören die notwendige Beleuchtung sowie Reflektoren, Halterungen für Trinkflaschen, Navigationsgeräte oder Smartphones, ein sicheres Fahrradschloss und Fahrradwerkzeug. "Eine potenzielle Schwachstelle des Fahrrads sind oft die Reifen. Fährt man durch spitze Gegenstände oder ist das Material bereits porös, kann das zu einem Platten führen. Deshalb ist man gut beraten, bei einer längeren Tour Luftpumpe, Ersatzschlauch und Flickzeug mitzuführen", sagt Krause.

Ist das Fahrrad entsprechend ausgestattet, stellt sich die Frage, wo das Reisegepäck verstaut werden kann. "Dazu eignen sich zwei große Satteltaschen, die am Gepäckträger befestigt werden. Darüber hinaus gibt es Lenkertaschen, in denen man beispielsweise Landkarten oder die Sonnenbrille unterbringen kann", rät der TÜV-Experte. Kleidungstechnisch empfiehlt TÜV NORD multifunktionale sowie regen- und winddichte Kleidung und dazu bequemes geschlossenes Schuhwerk wie Turnschuhe. "Natürlich sollte der Fahrradhelm als Schutz bei einem Sturz nicht fehlen", ergänzt Krause.

Gesund bleiben

Wer gesundheitlich fit ist und sich wohlfühlt, ist auch der zuverlässigere Verkehrsteilnehmer. Deshalb sollte man auf einer Fahrradreise besonders auf sich und seinen Körper Acht geben. "Genügend trinken, regelmäßige Pausen und Strecken mit viel Schatten entlasten bei sportlicher Betätigung in der Hitze", sagt der Schutzhelm) und Sonnencreme vor der Einstrahlung. "Besonders wichtig ist allerdings, dass man im Straßenverkehr den Überblick behält. Eine gute Sonnenbrille schützt dabei vor blendendem Sonnenlicht", so Krause.

TÜV NORD Kiel steht den Fahrzeughaltern gerne in allen Fragen rund um Sicherheit und Mobilität zur Verfügung und wünscht allen Urlaubern eine schöne Ferienzeit.

Über die TÜV NORD GROUP

Vor mehr als 150 Jahren gegründet, stehen wir weltweit für Sicherheit und Vertrauen. Als Wissensunternehmen haben wir die digitale Zukunft fest im Blick. Ob Ingenieurinnen, IT-Security-Experten oder Fachleute für die Mobilität der Zukunft: Wir sorgen in mehr als 70 Ländern dafür, dass unsere Kunden in der vernetzten Welt noch erfolgreicher werden. Mehr Infos unter: www.tuev-nord-group.com

Quelle: TÜV NORD

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