Fleet7 schließt – ein Innovationsort geht verloren
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Mit der überraschenden Schließung des Fleet7 endet eine Ära für Kiels Start-up- und Tech-Szene. Zahlreiche Unternehmen stehen plötzlich ohne Büroflächen da und fragen sich, wie es dazu kommen konnte.
Was war die Idee hinter dem Fleet7?
Fleet7 wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, moderne Arbeitsformen und kreativen Austausch in Kiel zu fördern. Inspiriert vom Silicon Valley entstand ein Ort, an dem Unternehmen, Start-ups und Tech-Teams miteinander wachsen und voneinander lernen konnten.
Das Fleet7 bot offene Co-Working-Flächen, flexible Büros und eine Plattform für Innovation. Die Verbindung von Gemeinschaft und Produktivität stand im Mittelpunkt. Neben dem Hauptbereich gab es zusätzliche Büroflächen für verschiedene Unternehmen.
Wie entwickelte sich das Konzept?
Anfangs wurde Fleet7 als zukunftsweisendes Projekt gefeiert. Die Erwartungen waren hoch, das kreative Potenzial groß. Doch im Laufe der Jahre blieb die erhoffte Dynamik aus, und wichtige Chancen für Netzwerke und Kooperationen wurden nicht genutzt.
Die Entscheidung zur Schließung fiel offenbar schon vor einiger Zeit, wurde aber erst kürzlich bekannt gegeben. Begründet wird sie mit Veränderungen in der Arbeitswelt und der Nachfrage nach flexiblen Bürolösungen. Dennoch müssen alle Mieterinnen und Mieter sowie Unternehmen die Flächen räumen. Auch wenn die Immobilie nicht sofort anderweitig genutzt wird.
Kommunikation mit kurzer Vorlaufszeit
Die Informationen zur Schließung kamen spät und unerwartet. Viele Mieter hätten sich eine frühere Benachrichtigung gewünscht, um mehr Zeit für die Suche nach Alternativen zu haben. Die mangelnde Transparenz sorgt für Frust und Unsicherheit unter den Betroffenen.
Rund 60 Unternehmen stehen jetzt vor der Herausforderung, neue Büroflächen in kurzer Zeit zu finden, auf einem nahezu leeren Markt, der kaum Flächen, vor allem in Innenstadtnähe, bietet. Besonders für die Gründerszene und Tech-Start-ups bedeutet der abrupt entfallene Co-Working-Space einen schweren Rückschlag.
Warum ist das ein Verlust für Kiel?
Mit Fleet7 verliert Kiel einen zentralen Ort für Innovation und Zusammenarbeit. Die Schließung gilt als vertane Chance, die lokale Wirtschaft und die kreative Szene zu stärken. Für die Stadt ist dies ein herber Einschnitt im Bemühen, junge Unternehmen und digitale Geschäftsmodelle anzuziehen.
Die Idee hinter dem Fleet7 zeigt, wie wichtig es ist, Visionen konsequent umzusetzen und offen zu kommunizieren. Die Verantwortung, einen Innovationsraum zu gestalten, wurde nicht vollständig ausgeschöpft und findet nun ein abruptes Ende.
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