Kiel führt Waffenverbotszonen ein
Stadtinfo Rund um die Stadt
Ab April wird Kiel an stark frequentierten Orten wie dem Hauptbahnhof, Gaarden und der Altstadt Waffenverbotszonen einrichten. Die Maßnahme soll vor allem Messerangriffe verhindern und die Sicherheit im öffentlichen Raum deutlich erhöhen.
Warum werden Waffenverbotszonen eingerichtet?
Die Landeshauptstadt reagiert damit auf die besorgniserregende Zunahme von Messerangriffen im Stadtgebiet. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer betont, dass Waffen im öffentlichen Raum erhebliche Gefahren schaffen. Die Verordnung wurde bereits vom Innenministerium Schleswig-Holstein genehmigt und ist das Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Polizei.
Die Stadt richtet drei klar abgegrenzte Waffenverbotszonen ein. Die erste umfasst den Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz, das Sophienblatt, die Kaistraße bis zum Platz der Kieler Matrosen sowie die Hörnbrücke und den Germaniahafen.
Welche weiteren Bereiche sind betroffen?
In Gaarden entsteht eine Zone rund um den Vinetaplatz, die Johannesstraße und die Elisabethstraße bis zur Gaardener Brücke. Die dritte Zone liegt in der Altstadt und betrifft die Flämische Straße zwischen Wall und Eggerstedtstraße. Diese Orte weisen laut Polizeilicher Kriminalstatistik ein erhöhtes Personenaufkommen und deutlich mehr relevante Straftaten auf.
Das Führen von Waffen und Messern auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen ist grundsätzlich untersagt. Die Verbotszonen gelten ganztägig und ganzjährig. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind ebenso ausgenommen wie Handwerker und Gewerbetreibende bei beruflich notwendiger Nutzung.
Welche Konsequenzen drohen bei Verstößen?
Verstöße gegen das Waffenverbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden mit Bußgeldern geahndet. Bei Kontrollen können verbotenerweise geführte Waffen und Messer eingezogen werden. Die Polizeidirektion Kiel wird die Einhaltung der Verordnung überwachen.
Die Waffenverbotszonen werden wirksam, sobald die erforderliche Beschilderung vollständig angebracht ist. Nach aktuellem Planungsstand ist dies im April der Fall. Weitere Details findet ihr online.
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