Digitale Geburtsanzeige in Kiel

Kiel macht Schluss mit 150 Jahren Papierkram: Das Standesamt der Landeshauptstadt hat gemeinsam mit dem SKK und UKSH die erste volldigitale Geburtsanzeige Deutschlands eingeführt. Das „Kieler Modell" setzt bundesweit Maßstäbe und wird bereits von anderen Städten übernommen.

Ein Gebäude eines großen Kieler Krankenhauses von außen gesehen
Außenansucht des UKSH´s in Kiel, ©Kiel Magazin

Was ist das "Kieler Modell"?

Das Kieler Standesamt hat in enger Zusammenarbeit mit dem Städtischen Krankenhaus und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ein revolutionäres Verfahren entwickelt. Es ermöglicht die maschinenlesbare und rechtssichere Übermittlung von Geburtsanzeigen. Ein Verwaltungsverfahren, das fast 150 Jahre lang papiergebunden war, wurde damit grundlegend modernisiert. Die durchgängige digitale Prozesskette macht Schluss mit fehleranfälligen manuellen Abläufen.

Das neue Verfahren bringt euch spürbare Erleichterungen im Alltag. Als frischgebackene Eltern erhaltet ihr eure Geburtsurkunden automatisch erstellt und zugestellt – ohne zusätzlichen Behördengang. Hebammen und Krankenhäuser werden von zeitraubenden Papierprozessen befreit. Die Standesämter können Anzeigen deutlich schneller prüfen und effizienter beurkunden. Zeit und Nerven werden für alle Beteiligten gespart.

Bundesweites Interesse

Die Kieler Innovation hat bereits Nachahmer gefunden: Das Klinikum Region Hannover in Niedersachsen nutzt das Verfahren bereits. Weitere Kommunen haben ihr Interesse bekundet und planen die Einführung. Jonas Dageförde, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung, erklärt: "Die digitale Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Sie schenkt Menschen Zeit und macht den Service für alle Beteiligten spürbar besser."

Die Umsetzung bringt messbare Verbesserungen in mehreren Bereichen:

  • Für Familien: Automatische Erstellung und Zustellung der Geburtsurkunden
  • Für Kliniken: Wegfall fehleranfälliger Papierprozesse und spürbare Kosteneinsparungen
  • Für Standesämter: Deutlich schnellere Prüfung und sichere Verarbeitung der Anzeigen

SKK-Geschäftsführerin Nicole Schröder betont: "Das digitale Verfahren steigert die Effizienz unserer Mitarbeitenden. Gleichzeitig ermöglicht der vollständige Verzicht auf Papier spürbare Kosteneinsparungen."

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sieht in dem Projekt ein starkes Signal für moderne Verwaltung. "Die digitale Geburtsanzeige 'made in Kiel' ist eine tolle Entlastung der Eltern von unnötiger Bürokratie", erklärt er. Das Verfahren zeigt, dass kommunale Digitalisierung dann besonders wirksam ist, wenn sie praxistauglich, rechtssicher und übertragbar gestaltet wird. Die bundesweite Nachfrage beweist: Kiel hat einen Meilenstein gesetzt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Wirkung entfaltet.

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Quelle:  Landeshauptstadt Kiel