Neue Unterflurbehälter für Gaarden und Suchsdorf

Die Landeshauptstadt Kiel setzt auf moderne Abfallentsorgung: Nach 13 Jahren werden die ersten Unterflurbehälter in Gaarden ersetzt. Mit einer Investition von 250.000 Euro schafft die Stadt saubere, sichere und zukunftsfähige Lösungen für euch.

Mehrere Menschen, die vor einem neuen Unterflurbehälter im Kieler Stadtteil Gaarden stehen, die für eine bessere Müllentsorgung sorgen sollen
Oberbürgermeister Samet Yilmaz zusammen mit anderen Vertretern von ABK und LEG bei der Vorstellung der neuen Behältnisse, ©Kiel-Magazin

Was sind Unterflurbehälter?

Unterflurbehälter revolutionieren die Abfallentsorgung in Kiel. Sie sammeln Müll unterirdisch, während oberirdisch nur schmale Einwurfsäulen sichtbar sind. Ein einzelner Behälter mit bis zu fünf Kubikmetern Volumen ersetzt bis zu 40 herkömmliche Mülltonnen. Das spart wertvollen Platz für Grünflächen oder Spielplätze.

Die 33 Behälter am Theodor-Heuss-Ring haben seit 2013 zuverlässig ihren Dienst geleistet. Nach 13 Jahren Dauereinsatz erreichen sie das Ende ihrer Lebensdauer. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel tauscht 22 Restabfall- und 11 Papierbehälter gegen modernste Nachfolgemodelle aus. Die neuen Systeme sichern die Funktionalität für die nächsten zehn Jahre. In Suchsdorf werden zusätzlich vier Behälter für 20.000 Euro erneuert.

Wie läuft der Austausch ab?

Seit dem 11. Mai heben Spezialfirmen die alten Behälter heraus und transportieren sie zur Verschrottung. ABK-Mitarbeiter bereiten die Standplätze vor, indem sie das Pflaster rund um die Kranzprofile entfernen. Ab dem 18. Mai wurden rund drei Standplätze pro Tag fertiggestellt. Jeder neue Behälter wird sofort eingepflastert und in Betrieb genommen. Während der Bauarbeiten stehen euch 1.100-Liter-Ersatzbehälter zur Verfügung.

Die rattensicheren Behälter schützen effektiv vor Ungeziefer und sparen Kosten bei der Schädlingsbekämpfung. Durch die Temperaturen im Erdreich werden unangenehme Gerüche im Sommer minimiert. Im Winter verhindert das System das Einfrieren von Abfällen. Das geschlossene Design schützt zudem vor Vandalismus und illegaler Sperrmüllentsorgung.

Bessere Barrierefreiheit

Die niedrige Einwurfhöhe ermöglicht allen eine bequeme Nutzung. Kinder, Senioren und Rollstuhlfahrer können den Abfall problemlos entsorgen. Die Bedienung ist intuitiv und komfortabel gestaltet.

Das hohe Fassungsvermögen reduziert zudem die Leerungszyklen deutlich. Weniger Müllfahrzeuge bedeuten weniger Lärm und CO2-Emissionen. Die Leerung erfolgt effizient per Kranfahrzeug, was die körperliche Belastung für ABK-Mitarbeiter verringert. Langfristig sinken die Betriebskosten trotz etwas höherer Anfangsinvestitionen.

Wo gibt es bereits Unterflursysteme in Kiel?

Mittlerweile stehen in 16 Stadtteilen an 41 Standorten insgesamt 163 Unterflurbehälter. Sie sammeln Restabfall, Papier und Leichtverpackungen. 17 Standorte wurden bei bestehenden Gebäuden nachgerüstet, 24 bei Neubauten von Anfang an unterirdisch geplant. Weitere Projekte an den Werftbahnterrassen, bei Kool Kiel und an der Hörn sind bereits im Bau oder in Planung.

Ein 5.000-Liter-Unterflurbehälter für Restabfall kostet jährlich etwa 7.890 Euro. Zum Vergleich: Fünf 1.100-Liter-Behälter mit zweiwöchentlicher Leerung kosten 7.226,40 Euro pro Jahr. Die Gestellungsgebühr wird über zehn Jahre erhoben und refinanziert die Behälter. Der Mehrpreis lohnt sich durch die zahlreichen Vorteile für Hygiene, Stadtbild und Umwelt.

Interessierte finden alle Informationen auf der Seite des ABK, inklusive einem Leitfaden für Bauherren. Telefonisch erreicht ihr den ABK unter 0431 5854-0 oder per E-Mail an service@abki.de. Arne Fröhlich ist euer direkter Ansprechpartner für Unterflursysteme unter 0431 5854-149 oder arne.froehlich@abki.de. Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz hofft, dass viele Planende und Bauende auf diese innovative Abfallentsorgung setzen.

Mehr spannende Entwicklungen aus der Landeshauptstadt findet ihr bei uns auf kiel-magazin.de – wir halten euch auf dem Laufenden.

Quelle:  Landeshauptstadt Kiel