Forschung neu gedacht in Kiel

In Kiel entsteht bis 2029 ein hochmodernes Forschungszentrum des Max Rubner-Instituts. Auf über 6.000 Quadratmetern Nutzfläche wird künftig zur Wirkung von Ernährung und Lebensmitteln geforscht – nachhaltig, vernetzt und auf höchstem Niveau.

Eine generierte Skizze eines geplanten Gebäudeneubaus in der Nähe der Kieler Uni
Visualisierung des geplanten Neubaus, © Max Rubner-Institut

Was macht den neuen Standort besonders?

Das Max Rubner-Institut (MRI) erhält in direkter Nachbarschaft zur Christian-Albrechts-Universität eine der modernsten Forschungseinrichtungen Deutschlands. Der Neubau entsteht im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und dem Baukonzern HOCHTIEF. Mit einem Gesamtvolumen von rund 230 Millionen Euro wird das Gebäude grunderneuert und instand gehalten.

Die bisherigen Standorte in Hamburg und Kiel entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner Forschung. Ein Umbau oder eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Deshalb entsteht auf einem 12.500 Quadratmeter großen Grundstück ein komplett neues Gebäude. Es bietet optimale Bedingungen für interdisziplinäre Zusammenarbeit und erfüllt höchste technische Standards.

Die Forschung profitiert

Auf etwa 6.250 Quadratmetern Nutzfläche forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur gesundheitlichen Wirkung der Ernährung. Die räumliche Nähe zur Universität ermöglicht intensive Vernetzung und Kooperation. Das Gebäude wird weitgehend von der Umgebung entkoppelt, um hochempfindliche Mikroskope und Messgeräte vor Schwingungen zu schützen. So entstehen ideale Bedingungen für Spitzenforschung.

Das neue Forschungszentrum vereint mehrere Institute des MRI unter einem Dach. Diese Bündelung fördert den interdisziplinären Austausch zwischen verschiedenen Fachbereichen. Die Forschung konzentriert sich auf gesundheitlichen Verbraucherschutz und Ernährungssicherung – Themen von wachsender Bedeutung für die Politikberatung.

Technischen Besonderheiten am Gebäude

Das Gebäude wird mit hochsensiblen Messgeräten ausgestattet, die höchste Präzision verlangen. Um Erschütterungen zu vermeiden, erfolgt eine spezielle bauliche Entkopplung. Zusätzlich werden Sicherheitsanforderungen für Labore der Mikrobiologie und Nahrungsmittelforschung umgesetzt. Trotz aller Technik bleibt das Gebäude maximal barrierefrei zugänglich.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das Gebäude erfüllt die bundeseigenen Standards für nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber. Zudem wird der anspruchsvolle Effizienzstandard EGB 40 erreicht. So nimmt die Liegenschaft ihre Vorbildfunktion als Bundesdienstgebäude ernst.

Bei der Öffentlich-Privaten Partnerschaft übernimmt HOCHTIEF PPP Solutions Planung, Bau und 30-jährigen Betrieb aus einer Hand. Dieses Modell ermöglicht eine Optimierung über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. Dann startet eine neue Ära der Ernährungsforschung in Schleswig-Holstein.

Welche Bedeutung hat der Standort Kiel?

Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt wird zum strategischen Forschungsstandort für Ernährung und Lebensmittel ausgebaut. Die Nähe zur Universität schafft Synergien in Lehre und Forschung. Das Projekt stärkt den Wissenschaftsstandort Deutschland und positioniert sich im Wachstumsmarkt Gesundheit. Kiel wird so zum Knotenpunkt für zukunftsweisende Ernährungsforschung.

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Quelle:  Max Rubner-Institut