Das LEZ SH – E-Sport-Zentrum in Kiel
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Mitten in Kiel hat sich seit 2019 etwas deutschlandweit Einzigartiges etabliert: Das Landeszentrum für E-Sport und Digitalisierung verbindet Gaming, Sport und Bildung. Hier trainieren E-Sportler, vernetzen sich Vereine und lernen Interessierte den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Ein Ort, der Brücken zwischen Generationen, Szene und Politik baut.
Was macht das LEZ SH besonders?
Das Zentrum ist weit mehr als ein Gaming-Center, es fungiert als etablierter Wissens- und Vernetzungs-Hub mit professionellen Trainingsräumen für E-Sportlerinnen und Sportler. Zentral in der Kieler Innenstadt gelegen, erreicht ihr das Zentrum bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Anschubfinanzierung durch Land und Stadt hat den Grundstein gelegt und heute ist das LEZ fester Bestandteil der schleswig-holsteinischen E-Sport-Landschaft.
Das Besondere: Das LEZ versteht sich als Bindeglied. Es vermittelt zwischen der E-Sport-Szene und Institutionen wie Politik, Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Vereinen und durch diesen Austausch entstehen Aufklärung, Verständnis und neue Perspektiven auf das Medium Videospiel in der Bevölkerung und der Politik.
Wofür steht das Zentrum?
E-Sport bedeutet Wettkampf, Fair Play und Völkerverständigung, so lautet die Philosophie des LEZ SH. Videospiele dienen als Austragungsorte sportlicher Wettstreite, die Menschen über Grenzen hinweg verbinden. Das Zentrum begreift E-Sport analog zum klassischen Sport: als Werkzeug für soziale Verbindungen zwischen Generationen, Kulturen und gesellschaftlichen Gruppen.
Dabei orientiert sich die Arbeit am Ethik- und Verhaltenskodex des E-Sport-Bund Deutschland. Respekt, Fairness und Inklusion sind die Grundpfeiler, Diskriminierung, Rassismus, Sexismus oder jede Form von Gewalt haben im LEZ SH keinen Platz. Das Zentrum schafft einen sicheren Raum für alle.
Höchstleistungen im E-Sport erfordern allerdings mehr als stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm. Und genau deshalb bietet das LEZ SH auh einen eigenen Sportraum mit vielfältigen Trainingsgeräten. Hier besteht die Möglichkeit, des Stärkens der Athleten und für den Ausbau ihrer Körperkraft, Koordination und Beweglichkeit.
Warum ist körperlicher Ausgleich wichtig?
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Der Körper braucht Balance, denn langes Sitzen belastet Rücken, Nacken und Augen. Durch gezieltes körperliches Training verbessern E-Sportlerinnen und Sportler nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch ihre Performance, ihre Reaktionszeit, Konzentration sowie Ausdauer.
Medienkompetenz und verantwortungsvoller Umgang mit Videospielen bilden die Basis der LEZ-Arbeit. Das Zentrum vermittelt Wissen über Chancen und Risiken digitaler Medien. Besonders junge Menschen sollen dabei früh lernen, Gaming sinnvoll in ihren Alltag zu integrieren, ohne in problematische Nutzungsmuster zu verfallen und Suchterscheinungen zu entwickeln.
Anlaufstelle zur Vernetzung
Das LEZ SH arbeitet eng mit dem E-Sport-Verband Schleswig-Holstein e.V. (EVSH) zusammen, der seit 2022 eine regelhafte Verbandsförderung erhält, welche ebenfalls bundesweit einzigartig ist. Der EVSH betreibt neben dem LEZ vier weitere regionale Zentren in Flensburg, Heide, Husum und Mölln. Diese gewachsene Struktur ermöglicht flächendeckende E-Sport-Angebote im ganzen Land.
Jährlich organisiert der Verband Landesmeisterschaften und Aus- und Fortbildungen. Seit 2024 gibt es sogar eine eigene SH-Landesliga im E-Football, die besonders Kindern und Jugendlichen eine wettkampforientierte Plattform bietet. Teams aus verschiedenen Vereinen können sich so regelmäßig messen und weiterentwickeln.
Die Förderrichtlinie des zuständigen Ministeriums setzt klare Zeichen: Gleichbehandlung aller Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Behinderung ist Grundvoraussetzung. Projekte, die Sport- und Bewegungsangebote mit E-Sport verbinden, werden vorrangig berücksichtigt. So ist über die Jahre eine ganzheitliche Förderstruktur entstanden.
Die Landesregierung betrachtet Gaming als Lebenswirklichkeit junger Menschen und begleitet sie medienkompetent ins digitale Zeitalter. Dabei geht es nicht um die formale Anerkennung als Sportart, sondern um jugendschutzkonforme, sinnvolle Förderung. Das LEZ SH hat diese Vision seit 2019 erfolgreich in die Praxis umgesetzt – mit Herzblut und Expertise.
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