Die Möllner Briefe in Kiel

Am 30. Januar 2026 zeigt das Referat für Antirassismus des AStA der CAU Kiel den Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe" im Frederik-Paulsen-Hörsaal. İbrahim Arslan, Überlebender der rassistischen Brandanschläge von Mölln, ist zu Gast. Die Veranstaltung beginnt um 16:30 Uhr und dauert bis 19:00 Uhr.

Mehrere Frauen, die in einem Raum Briefe lesen
Eine Szene aus dem Film, ©Inselfilm Produktion
Wann? Freitag, 30.01.2026 von 16.30 bis 19.00 Uhr
Wo? Frederik-Paulsen-Hörsaal am Christian-Albrechts-Platz 2
Eintritt: Frei

Worum geht es in dem Film?

Der Dokumentarfilm von Martina Priessner erinnert an die Brandanschläge vom 23. November 1992 in Mölln, bei denen drei Menschen ermordet wurden. Im Mittelpunkt steht İbrahim Arslan, der als Kind den Anschlag überlebte. Der Film zeigt seine Entdeckung von Hunderten Solidaritätsbriefen, die den betroffenen Familien jahrzehntelang vorenthalten wurden. Diese bewegende Spurensuche macht deutlich, wie wichtig Erinnerung und Aufarbeitung sind.

Der Film macht ein institutionelles Versagen sichtbar, das bis heute nachwirkt. Die Solidaritätsbriefe, die nach dem Anschlag an die Familien geschrieben wurden, erreichten ihre Empfänger nie. Diese Tatsache zeigt exemplarisch, wie mit den Perspektiven der Betroffenen umgegangen wurde. Der Dokumentarfilm rückt diese lange ignorierten Stimmen endlich in den Mittelpunkt und gibt ihnen Raum.

Was macht den Film besonders?

"Die Möllner Briefe" verbindet persönliche Geschichte mit politischer Verantwortung. Mit Havva Arslan, İbrahim Arslan, Namik Arslan und Yeliz Burhan kommen die Betroffenen selbst zu Wort. Der Film zeigt eindrücklich, dass Erinnerungskultur keine rein historische Aufgabe ist. Angesichts fortbestehender rassistischer Gewalt bleibt sie hochaktuell und dringend notwendig.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion mit İbrahim Arslan statt. Moderiert wird das Gespräch von Gloria Boateng. Gemeinsam sprechen sie über zentrale Themen wie:

Erinnerungskultur und ihre Bedeutung sind wichtiger Teil der Geschichte und beinhaltet:

  • Aufklärung über Rassismus und seine Kontinuitäten
  • Solidarität und Gedenken als gesellschaftliche Aufgabe

Der Austausch bietet euch die Möglichkeit, direkt mit einem Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen.

Die Filmvorführung beginnt am 30. Januar 2026 um 16:30 Uhr im Frederik-Paulsen-Hörsaal. Ihr findet den Hörsaal am Christian-Albrechts-Platz 2 in Kiel. Die Veranstaltung endet gegen 19:00 Uhr. Organisiert wird der Abend vom Referat für Antirassismus des AStA der CAU zu Kiel, das sich für Aufklärung und gesellschaftliches Bewusstsein einsetzt.

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Quelle:  Asta CAU Kiel