FilmRAUM Kiel: Wo Drehbücher lebendig werden

Filmkunst hautnah erleben – das ermöglicht das Reallabor FilmRAUM Kiel am 7. Februar 2026 im Werkstatt-Café. Professionelle Schauspieler lesen fünf brandneue Kurzfilmdrehbücher, während ihr mit den Autoren ins Gespräch kommt. Ein kreativer Nachmittag für Filmbegeisterte und alle, die hinter die Kulissen schauen möchten.

Ein Plakat, auf dem für einen Nachmittag geworben wird, bei dem Drehbücher gelesen werden und darüber diskutiert wird
Das Logo des FILMRaums, ©Filmkultur SH e.V.
Wann? Samstag, 7.2.2026 von 14.00-17.00 Uhr
Wo? Werkstatt-Cafe Kiel
Eintritt: Frei, um Spenden wird gebeten

Was erwartet euch beim FilmRAUM?

Die Initiatorin Susanne Dorothea Schneider und ihr Kollege Arno Aschauer präsentieren fünf Kurzfilmdrehbücher von Absolventen der Masterclass Kiel 2025. Namhafte Schauspieler erwecken die Texte zum Leben. Von der mysteriösen Detektivgeschichte bis zum emotionalen Drama. Nach jeder Lesung habt ihr Gelegenheit, direkt mit den Autoren über ihre kreativen Prozesse und dramaturgischen Entscheidungen zu sprechen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Der FilmRAUM, der erstmalig veranstaltet wird, versteht sich als künstlerisch-experimenteller Forschungsraum, der Drehbuch, Regie, Kamera und Schauspielführung zusammenbringt. Von Profis für Profis und jene, die es werden wollen – hier verschmelzen Praxis und Theorie zu einem lebendigen Austausch. Der Weg führt von der ersten Idee über die gemeinsame Weiterentwicklung bis zur öffentlichen Sichtbarkeit der Werke. Filmschaffende finden hier einen Trainingsort zur gegenseitigen Inspiration.

Verbesserte Sichtbarkeit der lokalen Arbeiten

Die Auftaktveranstaltung schafft Sichtbarkeit für regionale Filmschaffende und ihre Arbeiten. Nachwuchstalente treffen auf etablierte Profis und lokale Kultureinrichtungen, wodurch die Hoffnung auf ein entstehendes Netzwerk fußt. Gemeinsam diskutiert ihr über Potenziale, Herausforderungen und Fördermöglichkeiten im norddeutschen Filmbereich.

Welche Geschichten werden präsentiert?

Der leere Ballsaal

Samuel Pörksens Drehbuch folgt dem Privatermittler Tom Solum bei einem rätselhaften Fall. Ein Mathestudent verschwindet spurlos in einem leeren Ballsaal eines Hotels. Der einzige Zeuge kann kaum weiterhelfen, und Tom erkennt, dass dieser Fall seine Kompetenzen übersteigt. Eine Geschichte über die Grenzen rationaler Ermittlungsarbeit.

Der Mensch und der Vogel

Sebastian Kutterolf erzählt von Justus, der sich nach einem Schiffsunglück durch einen egomanischen Gewaltakt allein auf ein Rettungsfloß rettet. Sein einziger Gefährte: ein Papagei aus den Notvorräten. In der Abgeschiedenheit des Ozeans lernt Justus im Dialog mit dem Vogel, sein Verhalten kritisch zu hinterfragen. Eine Parabel über Selbstreflexion und Einsamkeit.

Mama, ich hasse dich!

Thu Nguyen Linhs Drama begleitet die neunjährige Lulu durch eine Nacht voller Verzweiflung. Sie flieht vor stiefväterlicher Gewalt und mütterlicher Gefühlskälte, nur um festzustellen, dass die Welt draußen nicht besser ist. Doch die Angst um ihre Tochter bringt die Mutter zur Besinnung – sie schließt Lulu weinend und liebevoll in die Arme. Ein bewegendes Porträt über familiäre Wendepunkte.

Vergissunsnicht

Laura Potuzuweit erzählt von der 17-jährigen Kira, die nach einem Autodiebstahl 60 Sozialstunden im Seniorenheim ableisten muss. Widerwillig betreut sie den Chor, bis sie Kalle, 80, kennenlernt und sich ihm öffnet. Als seine Demenz fortschreitet, organisiert sie im Juni ein Weihnachtsfest für ihn. Nach Kalles Tod bleibt Dankbarkeit für eine ungewöhnliche Freundschaft. Eine Geschichte über generationenübergreifende Verbindungen.

Nebel

Andrea Niendorfs psychologisches Drama spannt einen Bogen über 35 Jahre. Eine 15-Jährige verliebt sich in ihren Deutschlehrer und deutet seine Hochachtung fatal als Gegenliebe. Gekränkt mobbt sie ihn aus der Schule. Jahrzehnte später findet sie ihn in einer Waldhütte – ihre Obsession entflammt neu. Als er ihre Gefühle endgültig zurückweist, entlädt sich vernichtende Rachsucht. Ein verstörendes Porträt über Projektion und Kränkung.

Wann und wo findet die Auftaktveranstaltung statt?

Am Samstag, den 7. Februar 2026, von 14 bis 17 Uhr öffnet das Werkstatt-Café in der Dahlmannstraße 11 seine Türen. Das gemütliche Ambiente bietet den perfekten Rahmen für intensive Gespräche über Filmkunst. Plant etwa drei Stunden ein, um alle Lesungen zu genießen und ausgiebig mit den Kreativen zu diskutieren. Kommt rechtzeitig, um euch gute Plätze zu sichern.

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Quelle:  Filmkultur SH

Ortsinformationen

Werkstatt Café
Dahlmannstraße 11
24103 Kiel