Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee: Ein Naturführer - kiel-magazin.de

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Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee: Ein Naturführer

Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee: Ein Naturführer

Weidelandschaften gibt es überall auf der Welt. Sie dienen der Versorgung zum Beispiel von Wildtieren in Afrika oder von Zuchttieren in ganz Europa. Mit den Wilden Weiden in Schleswig-Holstein hat es jedoch noch etwas besonderes auf sich.

"Wilde Weiden" sind weiträumige Naturlandschaften, wo zottelige Rinder und "wilde" Pferde in kleinen Herden umherstreifen. Viele solcher Landschaften sind in den letzten Jahren als Naturschutzprojekte entstanden und haben sich zu einem Geheimtipp für Naturliebhaber gemausert.

Über viele Jahre wurden diese Landschaften renaturiert, um den Tieren, die hier ganzjährig im Freien leben – wie Galloways oder Hochland-Rinder sowie die Wildpferderasse Konik –  ganzjährig eine Ernährung sicherzustellen. Die Besatzdichte der Weidetiere ist auf den Wilden Weiden sehr gering, damit nicht schon im Sommer alles abgeweidet ist, was erst zum Ende des Winters hinzu gefüttert werden muss. 10 ha sind das Minimum für eine Kleinstherde von 3-4 Tieren.

Der Naturführer stellt die zwanzig schönsten "Wilden Weiden"  
Schleswig-Holsteins vor und beantwortet Fragen wie: Warum eignen sich nur Robustrassen als vierbeinige Landschaftspfleger, wie beeinflussten große Pflanzenfresser das Landschaftsbild seit der Eiszeit oder wo kann man das Fleisch dieser Rinder bekommen? Reizvolle Landschaftsaufnahmen machen Lust auf einen Besuch und Gebietskarten mit Wander- und Radwegen erleichtern die Planung eines Ausflugs in die "Wilden Weiden".

Vom Höltigbaum, gleich hinter der östlichen Grenze von Hamburg gelegen, über das Kiebitzholmer Moor oder Bünzau bis hoch an die dänische Grenze zum Stiftungsland Schäferhaus oder Treßsee hin zur Nordsee zum Kattinger Watt. Überall laden traumhafte Landschaften ein, entdeckt zu werden und dabei ganz nah an die Tiere zu kommen, die sonst nur selten zu sehen sind oder hinter Weidezäunen leben müssen.

Für Hamburger am schnellsten zu erreichen ist der Höltigbaum. Wenn man den Stadtteil Rahlstedt nach Osten verlässt, beginnt auch schon das Reich des Wasserdrachens – ein kleiner Kammmolch – mit seiner faszinierenden Landschaft, in der den Naturfreunden Galloways, Heidschnucken und Highlandrinder mit ihren imposanten Hörnern über den Weg laufen, aber auch seltene Pflanzen, Insekten und Käfer entdeckt werden können.

Im Infozentrum "Haus der Wilden Weiden" kann man nach einem Rundgang so manches zur Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen im Hötigbaum erfahren und abschließend bei Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterrasse entspannen.

Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee: Ein Naturführer
von Helge Neumann, Verlag Husum 2011, 256 Seiten, Preis 14,95 Euro. Direkt bei Amazon bestellen.

16.11.2011

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