Warum die Sonnenbrille zur Grundausstattung beim Segeln gehört

Wind und Gischt im Gesicht, Sonnenstrahlen auf der Haut und den Geschmack von Salzwasser im Mund: Wer segelt, erlebt die Natur hautnah und genießt den Törn oftmals mit vollem Körpereinsatz.

Sonnenbrille mit UV- und Infrarotfilter, © www.prexel.com / Cottonbro
Sonnenbrille mit UV- und Infrarotfilter, © www.prexel.com / Cottonbro

Zur Grundausstattung beim Segeln gehört neben Rettungsweste, Segelmesser und Taschenlampe immer auch eine Sonnenbrille mit integriertem UV- und Infrarotschutz, damit im Auge kein Sonnenbrand entsteht und sich das empfindliche Augeninnere nicht erwärmt.

Sonnenbrand im Auge – geht das?

Unscharfe Sicht und gerötete Augen, die tränen und brennen: Treten diese Symptome nach dem Segeltörn auf, kann ein Sonnenbrand in den Augen dahinterstecken. Vor allem Wasser und heller Sand, aber auch weiße Buchseiten reflektieren Sonnenstrahlen und lassen sie mit höherer Intensität in das Auge eindringen.

Weil Segler sich oftmals viele Stunden auf dem Wasser aufhalten, sind sie besonders gefährdet, Verletzungen am Auge zu erleiden. Florian Gisch, Geschäftsführer von Wetzlich Optik-Präzision: "Wie bei einem Sonnenbrand auf der Haut können im Auge die Horn- und Bindehaut durch UV-Strahlen 'verbrannt' werden. Dies nennt man auch Schneeblindheit oder Verblitzung."

Hierbei sterben, ähnlich wie beim normalen Sonnenbrand, die betroffenen Zellen ab und das umliegende Gewebe reagiert mit einer Entzündung. Die Symptome treten meist erst einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf.

Eine Besserung können Betroffene zwar bereits nach ein bis zwei Tagen erwarten, jedoch kann Sonnenbrand in den Sehorganen zu starken Beschwerden und bleibenden Augenschäden führen. "Die Hornhaut des Auges ist ein Teil des Körpers, der sehr stark mit Nerven durchzogen ist. Verletzungen schmerzen hier besonders", so Gisch. Wer einen Verdacht auf Sonnenbrand im Auge hat, sollte daher in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Vorübergehend können auch Salben und Augentropfen aus der Apotheke und Ruhe in einem abgedunkelten Raum weiterhelfen.

Vorbeugen: Brillengläser mit UV- und Infrarotschutz

Um einem Sonnenbrand im Auge vorzubeugen, gibt es ein einfaches Hilfsmittel: die Sonnenbrille. Damit diese auch wirklich schützt, sollten Segelfans jedoch ein paar Punkte beachten. So verfügt eine hochwertige Sonnenbrille über einen ausreichenden UV-Schutz, den man an der Aufschrift "UV 400" erkennt. Das CE-Zeichen gibt Auskunft darüber, ob das Modell den EU-Richtlinien entspricht.

Die Experten des Brillenglasherstellers Wetzlich Optik-Präzision weisen in Zusammenhang mit geeigneten Sonnenbrillen zudem darauf hin, dass nicht nur UV-Strahlen das Augeninnere verletzen können.

So besteht das Sonnenlicht zu 40 % und damit fast zur Hälfte auch aus Infrarotstrahlen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Sie erwärmen das Auge und können die Linse und Netzhaut langfristig schädigen. Um ihre Leidenschaft ohne Einschränkungen ausüben zu können, empfiehlt es sich daher besonders für Segler, im Optikergeschäft nach einer Sonnenbrille mit integriertem UV- und Infrarotschutz zu fragen.

Quelle: tts agentur05 GmbH

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