Unternehmensführung in der Corona-Krise – Was hat sich durch die Pandemie verändert?

Seit Beginn des Jahres 2020 verbreitet sich das Corona-Virus auf der ganzen Welt. Fast zwei Jahre befinden wir uns jetzt im Zustand der Pandemie, die uns vor allem lehrt, dass wir verletzlich sind und vieles nicht optimal läuft. Im privaten sowie im beruflichen Bereich sind wir gezwungen, neue Wege zu finden. Unternehmen in jeder Größe werden vor immense Herausforderungen gestellt, welche die Unternehmensführung in der Pandemie erheblich verändern.

Frau im Homeoffice, © iStock / gpointstudio
Frau im Homeoffice, © iStock / gpointstudio

So verändert sich das Arbeiten in Unternehmen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Laufe der Corona-Zeit

Von Anfang an war klar, dass dem gefährlichen Virus nur mit Social Distancing begegnet werden kann. Das heißt für die Arbeitswelt: Wo es geht, sollten die Menschen von zu Hause aus arbeiten.

Jeder ist für sich, um das Infektionsrisiko zu minimieren und dennoch muss das Team zusammenkommen und die Produktivität aufrechterhalten. Für Führungskräfte ist das keine geringe Herausforderung. Nun standen regelmäßige Videokonferenzen auf der Tagesordnung.

Mittlerweile hat sich die Situation zwar wieder geändert und persönliche Besprechungen sind möglich, doch mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate werden wieder neue Abwägungen getroffen werden müssen, ob Präsenztreffen stattfinden oder nicht.

Zudem müssen Führungspersonen wichtige Entscheidungen rund um Kurzarbeit oder gar pandemiebedingten Entlassungen fällen, damit die Existenz des Unternehmens am Ende gesichert ist. Fakt ist, der regelmäßige Austausch zwischen den Vorgesetzten und den Mitarbeitern sowie der Mitarbeiter untereinander fehlt. Damit ist auch der kurze Plausch in der Teeküche oder über den Bürotisch hinweg gemeint. Daher ist es umso wichtiger, dass im Unternehmen für einen regelmäßigen Austausch gesorgt wird und die Kommunikation nicht auf der Strecke bleibt.

Allerdings sind die Folgen der Corona-Krise auf die Arbeitswelt bei weitem nicht nur negativ. Das Homeoffice bietet auch einige attraktive Vorteile und lässt die Produktivität im Unternehmen nicht zwangsläufig sinken. So gehen bereits einige Unternehmen, darunter auch namhafte, mit dem Beispiel voran, die Präsenzpflicht abzuschaffen.

Perspektive für das Personalwesen in der Corona-Zeit

Das Stichwort "Hybride Arbeitsmodelle" hat durch Corona so richtig Aufwind erfahren, immer mehr Unternehmen können es sich vorstellen, das Arbeiten vor Ort und zu Hause zu kombinieren. Hier wurden auch Schwachstellen deutlich, denn nicht längst jeder Berufstätige verfügt über ein schnelles und stabiles Internet oder gar über eine ausreichende Computerausstattung.

Der digitale Wandel muss auch hier vorangetrieben werden. Die Digitalisierung des Personalwesens beziehungsweise das Dynamisieren digitaler Prozesse und mobilen Arbeitens ist unabdingbar, um in der Pandemie arbeitsfähig zu bleiben. Das gilt vor allem für die Personalabteilung, da es hier einige sensible Kontaktpunkte und Prozesse mit den Mitarbeitern gibt. Passende HR-Tools und digitale Personalakten rücken dann besonders in den Vordergrund und sind Voraussetzung für eine reibungslose Weiterführung des Unternehmens in der Krise. Mehr zum Thema Coronavirus und die Auswirkungen auf Unternehmen im Artikel von Haufe.

Was sind sonstige Auswirkungen und Folgen auf Unternehmen?

Neben dem Ausbau digitaler Strukturen und dem Modell des hybriden Arbeitens hat auch die Agilität an Bedeutung gewonnen. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Strategien, Prozesse und Strukturen kurzfristig an sich verändernde Begebenheiten anzupassen. Das gewährleistet Unternehmen einen enormen Wettbewerbsvorteil und sollte auch nach der Krise ein fixer Bestandteil sein. Natürlich steht auch die Leistung und Qualität der Arbeit weiterhin im Vordergrund. Doch ein entscheidender Faktor ist wichtiger denn je: Vertrauen! Nie war es wichtiger, den Angestellten, Mitarbeitern und Kollegen vertrauen zu können, als in der Corona-Krise.

Außerdem muss der Mensch mehr im Mittelpunkt stehen. So ist es eine (neue) Aufgabe und Verantwortung von HR vermehrt auf humane Aspekte einzugehen. Unternehmen müssen Rücksicht auf die Gesundheit (körperlich und mental) ihrer Mitarbeiter nehmen, ebenso finanzielle und soziale Bedürfnisse vermehrt einbeziehen.

Einfach ausgedrückt: Die Work-Life-Balance ist ein entscheidender Faktor, um zufriedene Mitarbeiter zu generieren. Zufriedene Mitarbeiter wiederum arbeiten besser, sind motivierter und bleiben länger im Unternehmen. Für den Ausblick, auf eine Welt um stetigen Wandel und leider auch neue potenzielle Krisen ist das obligat.

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