Sommer an der Kieler Förde: Zu Fuß und mit dem Rad die schönsten Ecken entdecken
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Wenn die Tage länger werden und die Sonne über der Förde erst kurz vor zehn untergeht, zieht es die Kielerinnen und Kieler unweigerlich ans Wasser. Zwischen Falckensteiner Strand und Schilksee reiht sich Ausflugsziel an Ausflugsziel, und wer die Förde im Sommer wirklich erleben will, kommt am besten zu Fuß oder mit dem Rad voran.
Beide Fortbewegungsarten erlauben es, spontan anzuhalten, wenn sich am Ufer ein besonders schöner Blick auftut, oder eine der kleinen Buchten zu entdecken, die vom Auto aus meist verborgen bleiben. Gerade an langen Sommerabenden lohnt es sich, ohne festen Zeitplan loszuziehen und die Route je nach Laune und Wetter anzupassen.
Wer lieber wandert, findet am Ostufer der Förde einen der schönsten Weitwanderwege Norddeutschlands. Der markierte Wanderweg zwischen Mönkeberg und Schönberger Strand führt über rund 23 Kilometer an Fischereihäfen, Steilküsten und weiten Stränden vorbei und lässt sich in einzelnen Etappen oder an einem langen Sommertag am Stück erwandern. Zwischendurch legen die Fördefähren an mehreren Anlegestellen an, sodass sich auch kürzere Abschnitte flexibel kombinieren lassen und niemand die volle Strecke auf einmal bewältigen muss. Familien mit Kindern schätzen genau diese Flexibilität, weil sich eine Etappe notfalls spontan abkürzen lässt.
Mit dem Fahrrad reicht der Radius noch einmal deutlich weiter. Von Kiel aus führen gut ausgebaute Radwege nach Laboe, Schilksee oder über Suchsdorf bis nach Eckernförde, vorbei an Feldern, kleinen Wäldchen und immer wieder mit freiem Blick auf das Wasser.
Gerade an warmen Wochenenden sind die Strecken entsprechend beliebt, weshalb sich ein früher Start durchaus lohnt, wenn man die Ruhe der Landschaft ungestört genießen möchte. Unterwegs laden kleine Häfen und Fischbuden regelmäßig zu einer Pause ein, sodass sich Sport und Genuss ganz nebenbei verbinden lassen.
Diese Ziele entlang der Förde lohnen einen Abstecher:
- Falckensteiner Strand: großzügiger Sandstrand mit Blick auf die einlaufenden Fähren, ideal für einen ersten Sprung ins Wasser.
- Leuchtturm Bülk: schmaler Aussichtspunkt an der engsten Stelle der Förde, von dem aus Frachter und Segelboote fast zum Greifen nah wirken.
- Laboe mit Seebrücke und Marine-Ehrenmal: maritimes Flair und ein weiter Blick über die offene Ostsee.
- Fischereihafen Heikendorf: alte Kutter, ruhige Gassen und ein kleines Museum zur Geschichte des Fischfangs.
- Möltenorter Fördekiek: einer der schönsten Ausblicke auf die Kieler Stadtsilhouette, besonders zum Sonnenuntergang.
- Strander Bucht: weite Dünenlandschaft und ruhige Buchten abseits der belebteren Strandabschnitte, gut geeignet für eine längere Rast.
Gerade für Brillenträgerinnen und Brillenträger ist längeres Radfahren oder Wandern in der Sonne ohne passenden Schutz unangenehm, weil die gewohnte Alltagsbrille bei grellem Licht kaum Entlastung bringt. Praktisch ist hier eine Sonnenbrille mit Sehstärke für aktive Tage, die scharfe Sicht und wirksamen UV-Schutz miteinander verbindet, ohne dass ständig zwischen zwei Brillen gewechselt werden muss. So bleibt der Blick auf die Förde auch bei tiefstehender Sonne klar, egal ob auf dem Sattel oder mitten auf dem Wanderweg, und selbst schmale Uferpfade oder unebene Wurzelwege lassen sich entspannt im Blick behalten.
Wer mehrere Stunden am Stück draußen unterwegs ist, unterschätzt gern, wie intensiv die Sonne über dem Wasser wirkt. Die reflektierende Oberfläche der Förde verstärkt die Strahlung zusätzlich, sodass auch an bewölkten Tagen ein spürbarer Sonnenbrand entstehen kann. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht dazu tagesaktuelle Werte zum UV-Index für ganz Deutschland, die einen guten Anhaltspunkt liefern, wann Sonnencreme, Kopfbedeckung und ein ausreichender Augenschutz tatsächlich sinnvoll sind. Besonders in den Mittagsstunden zeigt sich der Unterschied zwischen einem kurzen Spaziergang und einer mehrstündigen Tour deutlich.
Nach ein paar Stunden auf dem Rad oder dem Wanderweg lockt ohnehin die Abkühlung im Wasser, und die Förde bietet dafür zahlreiche offizielle Badestellen mit guter Wasserqualität. Bei anhaltender Hitze lohnt allerdings ein Blick auf die aktuellen Werte zur Badegewässerqualität in Schleswig-Holstein, da sich bei hohen Temperaturen mitunter Algen bilden können, über die die Behörden dann kurzfristig informieren. So lässt sich die Badestelle für den nächsten Zwischenstopp gezielt auswählen.
Am späten Nachmittag füllen sich die kleinen Strandcafés entlang der Route, und wer noch Kraft für die letzten Kilometer hat, radelt oder wandert bis zum nächsten Fördeblick weiter, während die Fähren gemächlich zwischen den Ufern hin und her pendeln. Die Luft riecht nach Salzwasser und gegrilltem Fisch, irgendwo klappert ein Segel im Wind, und der Tag geht so ruhig zu Ende, wie er begonnen hat, mit dem Wasser immer in Sichtweite.