Rechtsschutz am Arbeitsplatz: Absicherung von Rechtsstreitigkeiten im Job

Rechtsschutz hat auch insbesondere am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert. Die Kosten juristischer Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich schnell summieren. Selbst bei Gewinn des Rechtsstreits sind die Kosten in erster Instanz selbst zu tragen.

Mann am Schreibtisch, @StartupStockPhotos / pixabay.com
Mann am Schreibtisch, @StartupStockPhotos / pixabay.com

Eine Rechtsschutzversicherung deckt je nach Umfang mehrere arbeitsrechtliche Streitfälle ab, darunter Abmahnungen oder Kündigungen. Kosten für Gerichtsverhandlungen, Gutachten und andere Aspekte werden übernommen.

Rechtsstreitigkeiten am Arbeitsplatz im Überblick

Beim Arbeitsplatz handelt es sich grundsätzlich um eine Sphäre, die von großem Konfliktpotenzial geprägt ist. Während sich die meisten Auseinandersetzungen intern lösen lassen, eskalieren andere Streitpunkte und landen im ungünstigen Fall vor dem Gericht.

Eine der häufigsten Ursachen für rechtliche Streitigkeiten in der Arbeitswelt ist die Frage nach der Vergütung. So geht es in fast jedem dritten arbeitsrechtlichen Streitfall um Gehaltsfragen. Auf Rang Zwei finden sich Streitigkeiten um fehlerhafte oder ungerechtfertigte Arbeitszeugnisse sowie Kündigungen. Anschließend folgen Streitigkeiten um Abmahnungen sowie Urlaubs-Rechtsstreitigkeiten. Auch Diskriminierung am Arbeitsplatz kann Anlass zu Rechtsstreitigkeiten geben.

Im Leben eines Arbeitnehmern kann es jederzeit vorkommen, in einen juristischen Streitfall verwickelt zu werden, der nur mit Rechtsbeistand zu lösen ist. Für solche Fälle ist eine Rechtsschutzversicherung wichtig, die sich direkt auf das Arbeitsrecht bezieht. Solche Versicherungsprodukte sind meist als Arbeitsrechtsschutz oder im alltäglichen Sprachgebrauch auch als Berufsrechtsschutz bekannt.

Stellenwert und Vorteile der Rechtsschutzversicherung für Arbeitnehmer

Aus vielen Gründen können Arbeitnehmer von einer Rechtsschutzversicherung profitieren. Rechtsstreitigkeiten mit dem Arbeitgeber sind ein häufiges Phänomen: alleine für das Jahr 2019 sammelte das Statistische Bundesamt Daten über 320.000 abgeschlossene Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten.

Hierbei geht es in der Mehrheit der Fälle um Streitigkeiten um das Gehalt, um eine mögliche Kündigung oder ungerechtfertigte Arbeitszeugnisse. Ein wichtiger Unterschied zu anderen zivilrechtlichen Streitfällen besteht darin, dass Anwaltskosten auch im Gewinnfall zu tragen sind. Dies geht aus § 12a Arbeitsgerichtsgesetz hervor. Die Kosten können schnell in die Höhe steigen. Auch von einer möglicherweise gewährten Abfindung ist nach Abschluss des Verfahrens oftmals nicht mehr viel übrig. Ein Arbeitsrechtsschutz dient in erster Linie dem Schutz vor den möglichen finanziellen Folgen solcher Rechtsstreitigkeiten. Gegenüber der Konfliktpartei sind Arbeitnehmer damit in einer rechtlich stärkeren Position.

Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für den Arbeitsplatz

Bei einer seriösen Versicherungsgesellschaft finden Arbeitnehmer einen umfassenden Rechtsschutz, der sich um verschiedene Komponenten erweitern lässt. Auch Berufsrechtsschutz bietet ein Direktversicherer AdmiralDirekt im Rahmen seiner Rechtsschutzversicherung. Online können Interessenten mittels einiger Angaben zur eigenen Situation in wenigen Klicks ein unverbindliches Versicherungsangebot einholen und bei Bedarf gleich online abschließen. Das Angebot wird hierbei unmittelbar mit den gemachten Angaben berechnet und lässt sich durch Änderung der Angaben anpassen.

Als Mitglied der Itzehoher Versicherungen liegt der Schwerpunkt der AdmiralDirekt neben dem Direktversicherungsgeschäft auch auf KfZ-Versicherungen für Privatkunden. Die Itzehoe-Gruppe bedient Versicherungs-Geschäftsfelder in ganz Deutschland und verfügt über ein dichtes Netz an Vertriebspartnern. Als Direktversicherer kam im Oktober 2007 die damals neu gegründete AdmiralDirekt als 100-prozentige Tochtergesellschaft dazu.

Leistungen der Rechtsschutzversicherung im Arbeitsrecht und Kostenübernahme

Ob und in welchem Umfang sich ein Arbeitsrechtsschutz für Arbeitnehmer rentiert, hängt von der persönlichen Risikoeinschätzung und der beruflichen Situation ab. Im Zweifelsfall ist ein schnelles Handeln gefragt, da Arbeitnehmer die Leistung des Arbeitsrechtsschutzes typischerweise erst nach drei Monaten Wartezeit in Anspruch nehmen können.

Die meisten Versicherer bieten den Berufsrechtsschutz als Komponente im Zusammenhang mit allgemeinem privaten Rechtsschutz an. Berufsrecht gibt es normalerweise für Angestellte, Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Ausgewählte Berufsgruppen wie Ärzte haben hierbei bei vielen Versicherern ihre eigenen Rechtsschutz-Tarife.

Die wichtigsten versicherbaren Aspekte des Arbeitslebens umfassen Gehaltsfragen (auch ausbleibende Vergütungen), Abmahnungen, Kündigungen, Abfindungen, Arbeitszeugnisstreit sowie Fragen zu Jugend- und Mutterschutz.

Zu den wichtigsten Kosten, die eine Versicherung in arbeitsrechtlichen Streitfällen übernimmt, gehören Gerichtskosten, Gerichtsvollzieherkosten und eigene Anwaltskosten. Auch Zeugengelder sowie Kosten für gegebenenfalls erforderliche Gutachten übernimmt der Versicherer bei einem Arbeitsrechtsschutz. Ebenso übernehmen Versicherer Kosten für eventuelle Schlichtungsverfahren oder Kosten der Gegenseite.

In Anbetracht der Häufigkeit arbeitsrechtlicher Auseinandersetzung und der hohen Kosten, ist eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitnehmer in vielen Fällen lohnenswert. Der Versicherungsvertrag deckt Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen mit Arbeitgebern ab, von eigenen Anwaltskosten über Gerichtskosten bis hin zu den Kosten der Gegenseite.

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