Putzen mit Hausmitteln – schont Umwelt und Geldbeutel

Wir Deutschen putzen gerne – so will es jedenfalls das Klischee. Stattliche fünf Milliarden Euro, die im vergangenen Jahr bundesweit für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel ausgegeben worden sind, lassen zumindest vermuten, dass das Klischee ein Körnchen Wahrheit enthält. 

Auch mit gewöhnlichen Hausmitteln gelingt der Hausputz, © Vonovia
Auch mit gewöhnlichen Hausmitteln gelingt der Hausputz, © Vonovia

Aber ist das wirklich notwendig? Viele konventionelle Reinigungsmittel wirken durch Tenside, diese enthalten neben waschaktiven Substanzen auch synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe.  

Hausmittel als umweltfreundliche Alternative

Umweltfreundlicher, besser für die Gesundheit und obendrein noch kostengünstiger und schonender sind Hausmittel, mit denen man viele Reinigungsmittel ersetzen kann: Mit Essig oder Essigessenz, Zitronensäure und Natron – jeweils verdünnt mit warmem Wasser – lässt sich bereits fast alles sauber bekommen.

Essig und Zitronensäure sind äußerst wirksam gegen Kalk – im Bad ebenso wie in Elektrogeräten wie Wasserkochern oder Kaffeemaschinen.

Natron kann zum Beispiel statt aggressivem Backofenreiniger eingesetzt werden: Das Pulver 1:1 mit Wasser mischen, im Backofen auf den Verunreinigungen verteilen und nach einiger Einwirkzeit abwischen. 

Ein wahrer Alleskönner unter den Reinigern ist Schmierseife: Sie ist nicht nur für Oberflächen, Böden und Fenster geeignet, sondern auch für Geschirr und Wäsche. Und: Nachhaltige Schmierseife ist biologisch abbaubar.

Ähnlich hilfreich ist Gallseife: Sie entfernt fett-, eiweiß- und farbstoffhaltige Flecken wie Öl, Blut, Milch, Obst oder Gemüse.

Manchmal reicht auch einfach Wasser: Einweichen in kaltem Wasser hilft gegen Blut und andere Flecken aus Eiweiß, den Rest erledigt Gallseife. 

Umweltlabel bieten Orientierung

Wer nicht vollständig auf "fertige" Reinigungsmittel verzichten möchte, sollte beim Kauf am besten auf den Blauen Engel oder das Europäische Umweltzeichen "EU Ecolabel" achten. "Egal, welchen Reiniger Sie verwenden: Weniger ist mehr – oft reichen schon einige wenige Tropfen für ein überzeugendes Ergebnis", rät Nicoletta Senicer, Leiterin Operations Reinigung, Betriebswirtin und Fachwirtin Reinigung und Hygiene bei Vonovia. Aber nicht nur das "Womit" ist entscheidend für das Reinigungsergebnis, sondern auch das "Wie".

Hierzu gibt sie fünf nützliche Profitipps:

  1. Verwenden Sie unterschiedliche Tücher oder Lappen – damit verhindern Sie, dass Sie Bakterien und Keime in der Wohnung "verschleppen". Hilfreich sind unterschiedliche Farben, z.B. Rot für Toiletten, Gelb für Sanitär (Waschbecken, Badewanne), Grün für die Küche und blaue Lappen für die übrigen Flächen und Wischbezüge für Böden.
  2. Nicht gegen den Schmutz, sondern mit dem Schmutz putzen, also von oben nach unten, z.B. erst die Regale abstauben und dann den Boden wischen oder saugen.
  3. Behalten Sie den Überblick, indem Sie sich Raum für Raum und Abschnitt für Abschnitt vornehmen.
  4. Hören Sie auf die Zeichen der Natur. Dazu gehört, Fenster nicht in der prallen Sonne zu putzen, das gibt Streifen.
  5. Und vergessen Sie wichtige Stellen nicht, z.B. Mikrowelle, Kühlschrank, Herd, Teppiche, Vorhänge, etc.

Quelle: Vonovia SE

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