Neue Schulmensen mit sehenswerter Gestaltung

Zwei Gymnasien an der Feldstraße, zwei Mensen, zwei Aufgaben für die Abteilung Bildungsbau der städtischen Immobilienwirtschaft: Während die Hebbelschule Anfang September ihre neue Mensa offiziell eröffnen wird, haben die Mensa-Bauarbeiten an der Kieler Gelehrtenschule gerade erst mit Abrissarbeiten begonnen.

Vor dem Mensa-Neubau steht ein Abriss: Baudezernentin Doris Grondke auf dem Schulhof der Gelehrtenschule, © LH Kiel / Arne Gloy
Vor dem Mensa-Neubau steht ein Abriss: Baudezernentin Doris Grondke auf dem Schulhof der Gelehrtenschule, © LH Kiel / Arne Gloy

Baudezernentin Doris Grondke besuchte mitten in den Sommerferien die beiden Schulen und Baustellen.

Hebbelschule: Mensa und ganz neue Sportanlagen

Die neue Mensa mit Austeilküche der Hebbelschule hat Platz für 120 Personen, ist zusätzlich mit Beamer und Leinwand ausgestattet und auch für kleine außerschulische Veranstaltungen geeignet. Sie ist verbunden mit der neuen Sporthalle, auf die die Hebbelschule lange gewartet hat. Die roten Klinkerfassaden der beiden Neubauten harmonieren gut mit den Altbauten aus der Schroeder-Ära.

Genutzt werden konnten Sporthalle und Mensa schon während der letzten Wochen und Tage des alten Schuljahres. Bisher fanden in der Halle aber nur Oberstufenunterricht und Sportprüfungen statt.

Gebaut – seit Oktober 2018 – wurde auf einem kleinen Teil des Rasenplatzes an der Feldstraße. Da dieses Gelände Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist, musste lange geplant und platzsparend gebaut werden. Die Neubauten für zusammen 5,6 Millionen Euro sind so angeordnet, dass die alte Eiche auf dem Schulhof erhalten wurde.

Die städtische Immobilienwirtschaft hat alles komplett selbst architektonisch geplant. Projektleiter Jan Szymkowiak sagt: "Es gab hier auch Herausforderungen. Aber das Bauen hat trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie Spaß gemacht."

Auch Stadträtin Doris Grondke ist zufrieden: "Die Verbindung von alten Schroeder-Bauten und Neubauten ist von hoher Qualität. Und es ist hervorragend gelungen, die alte Eiche einzubeziehen."

Neben der Sporthalle läuft jetzt die Neugestaltung der Außensportanlagen. 100-Meter-Sprintbahn, Weitsprunganlage und Kugelstoßring werden erneuert, ganz neu kommen ein Beachvolleyballfeld und ein Streetballfeld. Bis Oktober sollen die gut 750.000 Euro teuren Anlagen fertig sein.

Kieler Gelehrtenschule: Abrissbagger und Steinsäge im Einsatz

Auch einmal die Feldstraße hinunter an der Kieler Gelehrtenschule sind mitten in den Ferien, häufig in der gleißenden Sonne, Bauarbeiter im Einsatz. Mit Bagger und Steinsäge reißen sie ein Vordach ab, damit an der Stelle zwischen Schulhof und Sporthalle bis 2023 eine Mensa auf 465 Quadratmetern mit 135 Plätzen für etwa 2,8 Millionen Euro gebaut werden kann. Diese lautstarken Arbeiten finden extra jetzt statt, damit sie den Unterricht nicht stören.

Den Realisierungswettbewerb zur Gestaltung der neuen Mensa hatte das Büro kfs Architekten aus Lübeck gewonnen. Das Büro hatte dabei einige Vorgaben zu beachten, schließlich steht das eigentliche Schulgebäude aus der Nachkriegszeit unter Denkmalschutz. Mit dem langgestreckten eingeschossigen Neubau wird der Bezug zur Formensprache der 1950er Jahre durch die eingestellten Baukörper mit mehrfarbiger, kleinteiliger, geschwungener Holzstabfassade hergestellt.

Baudezernentin Doris Grondke sagt: "Das ist ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel von Alt und Neu. Der Wettbewerb war wichtig und richtig, damit die Gestaltung zum vorhandenen schönen Schulgebäude passt. Das Ergebnis sieht ganz einfach aus – aber genau das ist schwer zu erreichen. Dazu braucht man gute Architekturbüros."

Projektsteuerin Julia Kämmerer von der städtischen Immobilienwirtschaft beobachtet die Abrissarbeiten und denkt schon an die nächsten Schritte. Es wird nämlich nicht nur in die Höhe gebaut: Im Baufeld am Rande des Schulhofes muss auch die Kanalisierung erneuert werden. Abschließend wird der Schulhof durch ein Freianlagenplanungsbüro neu gestaltet.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

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