Cook & Chill hinter Bronze-Fassade

Kiel macht Schule. Und weil es sich mit einem leeren Magen schlecht lernt, ist am Ernst-Barlach-Gymnasium die Freude über die neue Mensa groß – sie ist nach 13 Monaten Bauzeit fertig.

Neue Mensa im Ernst-Barlach-Gymnasium, © Lh Kiel / Bodo Quante
Neue Mensa im Ernst-Barlach-Gymnasium, © Lh Kiel / Bodo Quante

Mit Schülern und Lehrern freut sich auch Baudezernentin Doris Grondke: "Nach 13 Monaten Bauzeit ist ein hochmoderner Quader entstanden, der sowohl baulich als auch gestalterisch vorbildlich ist. Trotz Corona sind die Kosten im vorgegebenen Rahmen geblieben."

Der eingeschossige, rund 450 m2 große Bau hat dabei mehrere Funktionen: Er ist Eingang, Mensa, Schulcafé, Seminar- und Unterrichtsraum. Er fungiert als Torhaus, durch das die Schule betreten wird. Die bronzefarbene Vorhangfassade nimmt Bezug auf die Bronzeskulpturen Ernst Barlachs und steht im Kontext zu den roten Ziegelfassaden des Gymnasiums und der Nachbargebäude.

Der Mensaraum im Inneren ist als großer, lichtdurchfluteter Raum mit Sonnenschutzverglasung entworfen. Einzelne Bereiche lassen sich flexibel abtrennen, so dass dort auch kleinere schulische Veranstaltungen abgehalten werden können. Das Schulcafé ist über den ganzen Tag für Schüler und Schülerinnen geöffnet, dort kann man in entspannter Atmosphäre lernen oder Freistunden verbringen.

Sitzreihe Mensa im Ernst-Barlach-Gymnasium

Sitzmöglichkeiten in der neuen Mensa im Ernst-Barlach-Gymnasium (Foto: © LH Kiel/Bodo Quante)

Die Mensa bietet Platz für 180 Personen, die von einer "Cook & Chill"-Austeilküche versorgt werden. Bei allem wurde besonderer Wert auf eine barrierefreie inklusive Gestaltung gelegt.

Die neue Mensa wurde nach dem Entwurf des Hamburger Architekturbüros Dohse und Partner Architekten errichtet. Als Sieger des vorgeschalteten Wettbewerbs konnte es das Preisgericht durch klare Formen und eine an die Farbwelten Ernst Barlachs angelehnte Fassadengestaltung überzeugen.

Die städtische Immobilienwirtschaft hat den Entwurf für 2,4 Millionen Euro umgesetzt. Im Bau sind noch zwei weitere Schulmensen.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

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