Neue Haltestellenschilder für Kiel

Bis Ende 2026 erhalten alle ÖPNV-Haltestellen in Kiel und den Umlandgemeinden neue, einheitlich gestaltete Schilder. An rund 460 Haltestellen werden etwa 900 Schilder ausgetauscht. Die Modernisierung soll den Nahverkehr übersichtlicher und barriereärmer machen.

Die Haltestelle am Lorentzendamm noch mit dem alten Haltestellenschild und dem Rathaus im Hintergrund
Die Haltestelle am Lorentzendamm noch mit dem alten Haltestellenschild, ©Kiel-Magazin.de

Warum werden die Schilder erneuert?

Die Maßnahme erfolgt auf Grundlage des Kooperationsvertrags zwischen NAH.SH und der NSH Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH. Das Ziel ist eine verständliche und gut sichtbare Information für alle Fahrgäste zu gewährleisten. Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz betont: "Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr beginnt nicht erst im Bus, sondern bereits an der Haltestelle. Wer sich schnell orientieren kann, steigt leichter auf Bus und Bahn um."

Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel (EBK) ist als Aufgabenträger für Planung und Finanzierung zuständig. Für das Projekt investiert der EBK rund 1,85 Millionen Euro. NAH.SH fördert die Maßnahme mit 180 Euro pro Haltestellenschild. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der KVG.

Sabine Schirdewahn, Werkleiterin des EBK, erklärt: "Eine gute Fahrgastinformation ist ein wesentlicher Bestandteil eines guten öffentlichen Nahverkehrs. Mit den neuen Haltestellenschildern schaffen wir eine moderne, einheitliche und barriereärmere Fahrgastinformation, die den Zugang zum ÖPNV für alle erleichtert. Unabhängig davon, ob sie in Kiel zu Hause sind oder als Gäste unsere Stadt besuchen."

Bessere Lesbarkeit durch andere Farben

Die neuen Haltestellenschilder entsprechen dem landesweiten Design von NAH.SH und wurden auf Grundlage nutzerzentrierter Forschungs- und Gestaltungsmethoden entwickelt. Sie bieten ein modernes und einheitliches Erscheinungsbild sowie eine deutlich bessere Lesbarkeit durch hohe Kontraste und reflexionsarme Oberflächen. Klare Angaben zu Liniennummer, Fahrtrichtung, Fahrtziel und Fahrsteig sollen eine schnelle Orientierung ermöglichen.

Neu ist die einheitliche Verwendung von Steigangaben. Diese werden künftig sowohl auf den Haltestellenschildern als auch in den digitalen Auskunftsmedien und Apps angezeigt. Fahrgäste erhalten dadurch auf allen Informationskanälen dieselben detaillierten Angaben und finden sich leichter zurecht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen zugleich in die Weiterentwicklung der digitalen Fahrgastinformation ein.

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Wie läuft die Umsetzung ab?

Die Arbeiten laufen bereits seit dem Frühjahr 2026 und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Derzeit ist bereits etwa die Hälfte der Standorte umgerüstet. Die Maßnahme ist Teil eines landesweiten Projekts zur Vereinheitlichung der Fahrgastinformation in Schleswig-Holstein.

Die Umsetzung ist anspruchsvoll: Rund 900 einzelne Baustellen müssen während des laufenden Busbetriebs koordiniert werden. Neben dem EBK und der KVG sind zahlreiche weitere Partner beteiligt. Darunter Schildhersteller, Planungs- und Bauleitungsbüros, zwei Baufirmen, das Abfallwirtschaftsamt Kiel, die Stadtwerke Kiel, Straßenbaulastträger, Umlandgemeinden sowie der Beirat für Menschen mit Behinderung.

Welche weiteren Verbesserungen gibt es?

Im Zuge des Projekts werden zusätzliche Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit umgesetzt. An ausgewählten Haltestellen werden Blindenleiteinrichtungen ergänzt. Linienziele werden vereinfacht, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Die Steiginformationen werden in die digitalen Auskunftssysteme übernommen.

Die Standorte der Haltestellenschilder werden vereinheitlicht und zusätzliche Bewegungsflächen an den Haltestellen geschaffen. Die Schilder verfügen über eine nachhaltige Modulbauweise, sodass bei künftigen Änderungen lediglich einzelne Module und nicht das gesamte Schild ausgetauscht werden müssen. Diese Bauweise spart langfristig Ressourcen und Kosten.

Wollt ihr mehr über Mobilitätsprojekte in Schleswig-Holstein erfahren? Wir von kiel-magazin.de informieren euch regelmäßig über Entwicklungen im Nahverkehr.

Quelle:  Landeshauptstadt Kiel