Mehr Platz für Elektrobusse bei der KVG
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Die Kieler Verkehrsgesellschaft treibt den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität konsequent voran. Bereits über die Hälfte der Busflotte fährt elektrisch und der Betriebshof wird für die Zukunft fit gemacht. Bis 2032 soll der gesamte Nahverkehr nach den Klimazielen der Stadt ohne fossile Brennstoffe auskommen.
Die KVG in Zahlen
Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH betreibt mit 237 Bussen 41 Linien im gesamten Stadtgebiet. Über 31,5 Millionen Fahrgäste nutzen jährlich das Angebot an 358 Haltestellen.
Seit 2020 verfolgt das Unternehmen gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel eine ambitionierte Elektromobilitätsstrategie. Bereits heute sind 122 Elektrobusse im Einsatz, das entspricht in Summe etwa 51 Prozent der gesamten Flotte.
Der Betriebshof an der Werftstraße durchläuft derzeit eine umfassende Modernisierung in mehreren Bauabschnitten. Die ehemalige, denkmalgeschützte Wagenhalle aus dem Jahr 1957 wird bis Oktober 2026 durch Bauarbeiter zurückgebaut, da sie die modernen statischen und brandschutzrechtlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen kann.
Herausfordernd sind dabei die Beschaffenheit der Halle mit ihrem Kuppeldach, das durch Stahlträger gestützt werden muss und nach und nach abgetragen wird sowie die Statik der anliegenden Gärten, die durch die unterschiedliche Höhenlage zwischen KVG Gelände und anliegenden Gärten abzusacken drohen und durch Aufschüttung von Sand verhindert wird.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro brutto. Auf der freiwerdenden Fläche entsteht Platz für zusätzliche Elektrobusse und Ladeinfrastruktur, die 2029 in Betrieb gehen sollen.
Ab September 2026 werden die Tanktechnik und Anlagen für wassergefährdende Stoffe modernisiert. Die Arbeiten dauern bis Januar 2027 und umfassen auch ein technisches Update der Wasseraufbereitung der Buswaschanlage.
Mittelfristig ist der Neubau des Betriebsdienstgebäudes geplant, Baubeginn soll Ende 2027 sein. Während der Umbauphase nutzt die KVG bis April 2027 eine angemietete Fläche am Karlstal, auf dem vorher die Post gewesen ist, als Abstellplatz für rund 50 Busse.
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Weniger Emissionen beschleunigen die Klimaneutralität
"Die Verkehrswende gelingt nicht allein mit neuen Fahrzeugen. Sie braucht eine leistungsfähige Infrastruktur", betont Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz. Elektrobusse benötigen nicht nur moderne Werkstätten, sondern auch entsprechende Abstellflächen und Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen und an Endhaltestellen.
Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Stadt Kiel investierte bereits rund 40 Millionen Euro in den Ausbau, darunter die neue Hauptwerkstatt für Elektrobusse, die im Oktober 2022 in Betrieb ging.
Die Elektromobilität zeigt bereits Ergebnisse: Die KVG hat bereits mehr als 20 Millionen Kilometer elektrisch zurückgelegt, wodurch bereits über 22.400 Tonnen CO2 eingespart wurden. Zusätzlich zu den 122 Elektrobussen fahren 33 Hybridbusse im Linienbetrieb, die seit 2017 im Einsatz sind. Inzwischen ist die Zahl der Dieselbusse auf nur noch 82 gesunken,dies entspricht 35 Prozent der Flotte, Tendenz fallend.
Das Ziel ist klar definiert: Bis 2032 soll der öffentliche Nahverkehr vollständig ohne fossile Brennstoffe betrieben werden. Die schrittweise Modernisierung des Betriebshofs Werftstraße schafft die notwendigen Voraussetzungen dafür. Die Fahrzeuge und Infrastruktur werden gemeinsam weiterentwickelt, um den vollständigen Umstieg der noch fehlenden Busse zu ermöglichen.
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