Herbst-Gerichte: Leckere Kartoffel-Rezepte für die dritte Jahreszeit

Im Herbst hat die Kartoffel ihre Haupterntesaison – Grund genug, sich die frischen Knollen so richtig schmecken zu lassen. Ein weiterer Grund: Wenn es draußen langsam wieder kälter wird, kommen herzhafte Kartoffelgerichte besonders gut an.

Schweizer Rösti, © KMG/die-Kartoffel.de
Schweizer Rösti, © KMG/die-Kartoffel.de

Ob es eine feine Kartoffelsuppe, ein zünftig belegtes Butterbrot, eine vegetarische Kartoffel-Poutine oder gebratene Rösti werden, ist dann einfach Geschmackssache. Denn: Kartoffeln lassen sich vielfältig zubereiten und anschließend nach Herzenslust genießen.

1. Fein abgeschmeckt: Cremige Kartoffel-Pastinaken-Suppe mit Apfelschaum

Kartoffel-Pastinaken-Suppe mit Apfelschaum, © KMG / die-kartoffel.de
Kartoffel-Pastinaken-Suppe mit Apfelschaum, © KMG / die-kartoffel.de

Wer Gäste zum Essen erwartet, möchte diese oft mit einem besonderen Gericht überraschen. Doch nicht immer bleibt Zeit für ein aufwendiges Essen. Einfach und mit saisonalen Zutaten zubereitet, ist im Herbst eine feine Suppe aus Kartoffeln und Pastinaken.

Verfeinert mit einer Einlage aus gebratenen Frühlingszwiebeln, würziger Blutwurst und zartem Apfelschaum wird sie zu einem echten Hingucker auf dem Tisch.

Die Zubereitung der Kartoffel-Pastinaken-Suppe ist ganz einfach. Für zwei Portionen sollten zunächst zwei Zwiebeln, zwei Pastinaken und 200 Gramm Kartoffeln geschält und in grobe Würfel gehackt werden.

Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel-Marketing GmbH empfiehlt: "Suppen gelingen besonders gut mit mehlig kochenden Kartoffelsorten. Diese enthalten viel Stärke und sorgen somit für eine sämige Konsistenz."

Die klein gehackten Würfel werden anschließend mit Olivenöl in einem Topf kurz angeschwitzt und anschließend mit 300 Millilitern Gemüsebrühe aufgegossen. Alles sollte rund 30 Minuten köcheln.

Anschließend können 100 Gramm Sahne, etwas Butter, Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss hinzugegeben werden. Damit die Suppe schön fein wird, sollte sie mit einem Standmixer zuletzt püriert werden. Für die Einlage müssen nun nur noch Blutwurstscheiben in Mehl gewendet und in einer Bratpfanne mit Schmalz angebraten werden.

Ebenso sollten gewaschene Frühlingszwiebeln in 10 Zentimeter lange Stücke geschnitten und ebenfalls in einer Pfanne mit Olivenöl angebraten werden.

Für den Apfelschaum kommt naturtrüber Apfelsaft in einen Topf. Dort wird er zur Hälfte eingekocht und anschließend mit einem Stabmixer schaumig geschlagen. Für den großen Auftritt bei den Gästen kann die Suppe dann noch hübsch angerichtet werden. Dazu einfach die pürierte Suppe in tiefe Teller geben, mit der Einlage versehen und dem zarten Apfelschaum garnieren – guten Appetit!

Das Rezept gibt es auch online unter die-kartoffel.de.

2. Zum Weltvegetariertag am 1. Oktober: Vegetarische Poutine mit Chilisauce

Am 1. Oktober ist Weltvegetariertag: Der Tag soll weltweit auf die Vorzüge einer fleischlosen Ernährung aufmerksam machen und zeigen, dass diese alles andere als langweilig sein kann. Zum Beispiel eignen sich Kartoffeln, um sich lecker, vitaminreich und abwechslungsreich zu ernähren.

Und auch auf Schlemmereien müssen Vegetarier mit der Kartoffel nicht verzichten. In Kanada beispielsweise ist die Kartoffel in Form der "Poutine" eines der beliebtesten Streetfoods. Wie sich der Snack komplett vegetarisch zubereiten lässt, verraten die Experten der Kartoffel-Marketing GmbH.

Wie im Original, wird auch für die vegetarische Poutine zuerst eine Sauce zubereitet. Dafür rote Paprika, Chilischoten und Champignons waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Eine Zwiebel würfeln und gemeinsam mit der Paprika, den Chilis und den Champignons anbraten.

Nachdem das Gemüse etwas geschmort hat, wird es mit Gemüsefond aufgegossen und mit Tomatenmark und Sahne verfeinert. Die fertige Sauce lässt sich am Ende mit Salz und Pfeffer sowie Kräutern der Provence abschmecken.

Für die Kartoffel-Wedges eignen sich am besten vorwiegend festkochende Kartoffeln. Diese werden gewaschen und ungeschält in fingerbreite Spalten geschnitten. Anschließend in einer Fritteuse oder in einem Topf mit reichlich Rapsöl frittieren und auf einem Küchenkrepp abtropfen. Wer extra knusprige Wedges möchte, kann diese ein zweites Mal frittieren. Nachdem alles fertig ist, werden die Kartoffel-Wedges gemeinsam mit der Sauce angerichtet und mit einer Portion geraspeltem Cheddar bestreut – fertig.

Das Rezept gibt es auch online unter die-kartoffel.de.

3. Vom Bauernfrühstück zum Klassiker: Die Schweizer Rösti

Goldgelb, kross gebraten und aus geraspelten Kartoffeln: Rösti. Die knusprige Kartoffel-Spezialität ist heute nicht nur in der Schweiz äußerst beliebt. Auch in Deutschland kommt das Gericht gerne zusammen mit Kräuterquark oder als Beilage zu Fleisch wie Ragout auf den Tisch.

Dass die schmackhafte Speise ihren Ursprung als Bauernfrühstück hatte, ist dabei jedoch oft weniger bekannt, wie die Kartoffel-Marketing GmbH erklärt.

Die Meinungen zur perfekten Zubereitungsart einer Rösti gehen vor allem in der Schweiz auseinander. So wird über die Verwendung von rohen oder vorgekochten Kartoffeln oftmals leidenschaftlich diskutiert. Kartoffelexperte Dieter Tepel weiß: "Eine gute Rösti lässt sich sowohl mit rohen als auch mit gekochten Kartoffeln zubereiten. In beiden Fällen hält die Stärke der Kartoffel den Fladen beim Braten zusammen.

Am besten verwendet man dabei festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln. So behält die Rösti ihre Form." Ob letztlich rohe oder gekochte Kartoffeln, Bratbutter oder Schmalz, eine beschichtete oder unbeschichtete Bratpfanne zur Zubereitung der Rösti verwendet werden, bleibt Geschmackssache.

Das zeigen auch die vielen regionale Varianten, die es heute in der Schweiz zu entdecken gibt: So wird die Rösti in Bern beispielsweise kurz vor dem Ende des Backens mit Milch übergossen und von beiden Seiten erneut gebacken. Im Tessin verspeist man die Rösti mit Speckwürfeln und Rosmarin und die Walliser Rösti lässt man sich mit Raclettekäse überbacken schmecken.

Wer Rösti zu Hause nachmachen möchte, braucht nur festkochende Kartoffeln, eine Zwiebel, ein Ei, Salz, Pfeffer und Butterschmalz. Die rohen Kartoffeln werden geschält, gerieben und durch ein sauberes Küchenhandtuch ausgepresst. Anschließend werden die trockenen Kartoffelraspel in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, einem Ei so wieder klein geschnittenen Zwiebel vermischt.

Die Masse wird dann portionsweise in einer mit Butterschmalz ausgelassenen Pfanne gebraten. Die Backzeit beträgt je nach Größe der Rösti fünf bis zehn Minuten von jeder Seite. Dabei sollte die Hitze auf mittlerer Stufe stehen, da die Rösti sonst verbrennen kann.

Das Rezept gibt es auch online unter die-kartoffel.de.

4. Brot und Brotaufstrich aus Kartoffeln

Schnitte, Bütterken, Stulle, Strippe oder einfach Butterbrot. Das belegte Backwerk kennt viele Namen und erfreut sich in Deutschland größter Beliebtheit.

Jeden letzten Freitag im September feiern eingefleischte Fans sogar den Tag des Deutschen Butterbrotes. Wer selbst schon immer einmal zu Hause Brot backen wollte, sollte es einmal mit einem Kartoffelbrot versuchen. Die Zubereitung gelingt nicht nur im Handumdrehen, sondern das Brot wird durch die Zugabe von Kartoffeln besonders schmackhaft.

Warum das so ist und welcher Brotaufstrich gut zu Kartoffelbrot passt, wissen die Experten der Kartoffel-Marketing GmbH.

Um das knollige Brot zu backen werden Kartoffelscheiben mit Speck angebraten – oder die restlichen Bratkartoffeln vom Vortag erwärmt – und zur Seite gestellt. Anschließend wird lauwarmes Wasser mit Zucker und Hefe vermengt und zu dem abgewogenen Dinkelmehl hinzugegeben. Ist alles vermischt, ergänzen die noch lauwarmen Bratkartoffeln den Teig.

Dieser sollte anschließend mit Folie abgedeckt etwa eine Stunde ruhen. Ist die Zeit vorbei, kann der zu einem Laib geformte Teig in den vorgeheizten Ofen – zum Beispiel auf einem leicht angewärmten Backblech, in einer hohen Auflaufform oder einem Bräter mit Deckel. Nach rund 40 Minuten Backzeit ist das duftende Kartoffelbrot fertig und bereit zum Verzehr.

Wer neben Butter noch nach dem idealen Aufstrich für seinen herzhaften Brotsnack sucht, wird vielleicht mit dem zünftigen bayerischen Kartoffelkäse fündig. Der Aufstrich besteht aus mehlig kochenden Kartoffeln, Quark, saurer Sahne, Salz, Pfeffer und frischer Petersilie und ist schnell zubereitet.

Dafür werden einfach die Kartoffeln gekocht und, nachdem sie abgekühlt sind, mit den restlichen Zutaten zu einer homogenen Masse gestampft. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit Petersilie auf einer köstlichen Scheibe Kartoffelbrot serviert, ist der Aufstrich beliebt bei kleinen und großen Butterbrot-Fans.

Das Rezept gibt es auch online unter die-kartoffel.de.

Über die KMG

Die Kartoffel-Marketing GmbH (KMG) wurde 2014 gegründet. Sie versteht sich als "Bündnis der Kartoffelprofis" und repräsentiert die deutsche Kartoffelwirtschaft. Ihr Ziel ist es, die Verbraucher in Deutschland über die Vielseitigkeit und den hohen Wert der Kartoffel zu informieren.

Zur KMG gehören der Deutsche Kartoffelhandelsverband e. V., die Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln und der Verein Landvolk Niedersachsen – Landesbauernverband e. V. Projekte der KMG werden von der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützt.

Quelle: KMG / die-kartoffel.de

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