2727 Laptops und Tablets für Kieler Schüler

2626 Laptops und Tablets konnten in den vergangenen Tagen an Kieler Schulen verteilt werden. 91 Geräte fehlen laut Dataport auf Grund von Lieferengpässen noch. In den nächsten Wochen sollen aber auch diese Geräte verteilt werden können.

Laptop und Tablet für Schulunterricht, © Gerd Altmann auf Pixabay
Laptop und Tablet für Schulunterricht, © Gerd Altmann auf Pixabay

"Uns ist wichtig, dass alle Schüler*innen ein digitales Endgerät zur Verfügung haben und im Hybridunterricht oder Homeschooling nicht abgehängt werden", betont Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel.

"Unser Amt für Schulen hat deshalb in einer sehr zügigen Bedarfsabfrage bei den Schulen noch vor der Sommerpause ermittelt, wie viele Geräte benötigt werden. Daher war es möglich, die benötigten Geräte bei Dataport zu ordern."
 
Aus dem "Sofortausstattungsprogramm" wurden für Schüler*innen an Kieler Schulen insgesamt 1,58 Millionen Euro zur Sofortausstattung mit mobilen Endgeräten für das digitale Lernen von Zuhause zur Verfügung gestellt. Mit den bereitgestellten Mitteln konnten für die allgemeinbildenden Schulen 2.727 digitale Endgeräte bestellt werden.

2.636 digitale Endgeräte wurden bereits geliefert und im Anschluss in einem außergewöhnlichen Kraftakt vom Personal- und Organisationsamt – Abteilung Informationstechnik – inventarisiert, konfiguriert und zugeordnet. Innerhalb von nur zwei Wochen wurden die Geräte an alle 53 allgemeinbildenden Kieler Schulen ausgeliefert.

"Die Geräte sollten einerseits für einen guten Support aufbereitet werden und andererseits für die Nutzung in Schulen konfiguriert werden. All das hat unser Support-Team im Personal- und Organisationsamt neben der Inventarisierung und Auslieferung der Geräte schnell und umsichtig geregelt", lobt Bürgermeisterin Renate Treutel den Einsatz.

1.092 Geräte gingen an die Grundschulen, 1.011 Geräte an die Gemeinschaftsschulen, 387 Geräte an die Gymnasien sowie 146 Geräte an die Förderzentren. 200 Geräte wurden heute an die Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule geliefert.

"Nun kommt es darauf an, vor allem auch jene Schüler*innen ohne bisherige eigene Geräte im Umgang fit zu machen, damit sie im Unterricht gut folgen und die Technik optimal nutzen können", betont Bürgermeisterin Renate Treutel.

Die Geräte werden den Schulen von der Landeshauptstadt Kiel zur Verfügung gestellt und sollen grundsätzlich – wenn nicht anderweitig benötigt – auch im Regelbetrieb eingesetzt werden. Das Amt für Schulen hat in einer Adhoc-Aktion mit dem Rechtsamt und dem Datenschutz gemeinsam die vertraglichen Voraussetzungen für die Vergabe dieser Leihgeräte von Schulen an Eltern von Kieler Schulkindern vorbereitet.

Im Ergebnis konnte Kiel aus den zur Verfügung stehenden Fördermittel allerdings lediglich 51,3 Prozent der vorhandenen Bedarfe decken. Für die verbleibenden ungedeckten 48,7 Prozent ergibt sich ein weiterer Finanzierungsbedarf in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro.

Renate Treutel forderte deshalb bereits im Sommer: "Es wurden von Bund und Land Endgeräte für alle Schüler*innen, die sie benötigen, versprochen. Daher war die Erwartung von uns groß, dass dafür weitere Fördermittel zur Verfügung gestellt werden. Als Kommune tragen wir bisher die Kosten von Aufbereitung der Geräte, Support und sich bald einstellender Nachbeschaffung."

Inzwischen teilte die Landesregierung mit, dass weitere 14 Millionen Euro landesweit für ein Ergänzungsprogramm zur Beschaffung schulgebundener mobiler Endgeräte bereitgestellt werden. Die Abfragen und Verfahren dazu sind in Kiel bereits gestartet, allerdings sind die genauen Rahmenbedingungen zur Verteilung der Mittel noch unklar.

"Wir sind gut vorbereitet", betont Renate Treutel, "und haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass unser Amt für Schulen gemeinsam mit der IT des Personal- und Organisationsamtes und den Schulen, schnell und umsichtig Bedarfe ermitteln und nachhaltig decken kann."

Um den kommenden Förderprogrammen Herr zu werden und den generellen Support gewährleisten zu können, sind derzeit zwei weitere Stellen im Bereich Schulsupport in der Ausschreibung und müssen zeitnah besetzt werden, um dem steigenden Stellenwert der Digitalisierung an Schulen zu entsprechen.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

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