Kunstprojekt "Hot Content" lenkt Blick auf Konsumverhalten

Auf Gehwegen, an Bushaltestellen, auf Grünflächen, sogar direkt neben Abfalleimern – überall liegen sie herum: Einwegbecher. Auch den Künstler Thomas Judisch ärgert die Vermüllung des öffentlichen Raums. Mit dem Kunstprojekt "Hot Content" macht er jetzt in Kiel auf das Problem aufmerksam. Entlang der Kiellinie zwischen der Kunsthalle zu Kiel und der Staatskanzlei sind ein Dutzend Coffee-to-go-Becher aus Bronze auf sechs Abfallbehältern positioniert.

Hot-Content Flyer, © Römerturm
Hot-Content Flyer, © Römerturm

Die Skulpturen sind vorerst für ein Jahr von Juli 2021 bis Juli 2022 zu sehen. Zum Projekt sind Info-Karten an verschiedenen Orten in Kiel ausgelegt und weisen auf "Hot Content" hin. Das Besondere: Die Kieler Druckerei Umtriebpresse hat für die Karten das Papier Extract verwendet, das aus recycelten Coffee-to-go-Bechern besteht. Extract ist in Deutschland exklusiv bei Römerturm erhältlich.

"Hot Content" in Kiel

Der Künstler Thomas Judisch hat Coffee-to-go-Becher in Bronze gegossen und auf Abfalleimern im öffentlichen Raum an Kiels Promenade, der Kiellinie, wie beiläufig installiert. Die Kiellinie bietet sich zum Flanieren an. "Die Bevölkerung nimmt unbewusst an der Gestaltung des öffentlichen Raums teil, indem sie beim Spazierengehen Kaffeebecher und andere Einwegprodukte wahllos und spontan stehen lässt und den vermeidlichen Abfall anhäuft.

Stellvertretend für dieses individuelle Handeln und die Sichtbarkeit des gesellschaftlichen Konsums manifestieren sich die abgestellten Becher in Bronze als Denkmal des Alltags", erklärt Thomas Judisch. Einmal pro Quartal werden Führungen in Form von Spaziergängen entlang des Parcours angeboten. Damit verbunden sind unterhaltsame Gespräche mit dem Künstler Thomas Judisch und eingeladenen Gästen aus der Kieler Kunst- und Kulturszene.

Unterstützt wird das innovative Projekt durch das Land Schleswig-Holstein, die Landeshauptstadt Kiel und den Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel.

Ein weiteres Projekt mit in Bronze gegossenen Plastiken auf Papierkörben von Thomas Judisch ist in Dresden im Rahmen der Kampagne #Nichtganzsauber installiert.

Flyer aus Coffee-to-go-Bechern

Damit die Kieler und Touristen wissen, was es mit den Bronzebechern auf den Abfalleimern auf sich hat, wurden Info-Flyer zum Projekt erstellt. Sie liegen in der Stadtgalerie Kiel, der Muthesius Kunsthochschule, beim Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel sowie in umliegenden Cafés und Imbissbuden aus.

Die Druckerei Umtriebpresse hat sich bewusst für das Papier Extract mit einer Grammatur von 380 g/m2 in der Farbe Moon entschieden und per Buchdruckverfahren (Nylonprint-Klischee) zweifarbig in Schwarz und Orange bedruckt.

"Das Papier passt inhaltlich perfekt. Die Haptik des Papiers verweist auf die to-go-Becher, gleichzeitig geht es um Recycling und Müllvermeidung", erzählt Druckerei-Inhaberin Katharina Jesdinsky.

Das innovative Extract-Papier von G.F. Smith besteht aus recycelten Coffe-to-go-Bechern. Mithilfe der CupCycling-Technologie von James Cropper können 90 % eines Einwegbechers in FSC®-zertifizierte Papierfasern umgewandelt werden. Die verbleibenden 10 % Plastik werden zu anderen Produkten weiterverarbeitet, sodass keine Abfälle entstehen ("zero waste").

Durch die innovative CupCycling-Technologie enthält jeder Bogen Extract mit einer Grammatur von 380 g/m2 mindestens fünf aufgearbeitete Coffee-to-go-Becher. Römerturm Feinstpapier ist für Extract von G.F Smith exklusiver Vertriebspartner in Deutschland. Extract ist in den Grammaturen 130 g/m2 und 380 g/m2 bereits ab 1 Bogen erhältlich.

Quelle: Menyesch Public Relations GmbH

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