Kiels Digitale Strategie in der erfolgreichen Umsetzung

Kiels Digitale Strategie zeigt eine "digitale Vision" auf und macht transparent, wie der digitale Wandel in der Landeshauptstadt gestaltet wird. Erstmals seit Veröffentlichung der Digitalen Strategie im Mai 2019 blickt die Stadt jetzt gebündelt zurück auf das bisher Erreichte und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.

© Stefan Meller/Pixabay.com
© Stefan Meller/Pixabay.com

Viele Themen werden angesprochen in einer jetzt zusammengestellten 25-seitigen Geschäftlichen Mitteilung (Drucksache 0999/2020), die der Oberbürgermeister am 2. Februar 2021 dem Innen- und Umweltausschuss vorlegen wird.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freut sich über die Fortschritte bei der Umsetzung der Digitalen Strategie: "Wir machen in Kiel viele Schritte in die richtige Richtung. Manche Schritte sind für alle sichtbar, beispielsweise die Plattform Kiel-hilft-Kiel oder die neue 'Melde-Möwe', andere Schritte legen wichtige Grundlagen wie Projekte zu Open Data oder zum Glasfaserausbau. Gemeinsam mit unseren Projektpartner*innen konnten wir 2020 hohe Fördermittel einwerben – das zeigt, dass sich Kiel bei der Digitalisierung auch überregional stark positioniert."

2020 bekam die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie einen zwangsläufigen Schub. Die Pandemie hat viele digitale Vorhaben beschleunigt und deren Bedeutung hervorgehoben. Viele Menschen lernten aus der Not der Situation kurzfristig, neue Medien wie Videokonferenzen und digitale Tools für die gemeinsame Arbeit an verteilten Orten wie dem Homeoffice oder dem Homeschooling zu nutzen und erhöhten so ihre digitale Kompetenz. 

Die Digitalisierung der Schulen hat dabei einen besonderen Stellenwert. In Folge der Corona-Pandemie wurden umfangreiche finanzielle Mittel für die digitale Ausstattung der Schulen bereitgestellt, beispielsweise für schnelles Internet mit Glasfaser (an 90 Prozent der Schulen umgesetzt), WLAN, digitale Anzeigen und Präsentationstechnik sowie über 2.700 digitale Endgeräte (Tablets und Laptops). Damit werden derzeit 51 Prozent des Bedarfs gedeckt. Mit zusätzlich vom Land Schleswig-Holstein bereitgestellten Mitteln werden zeitnah auch in Kiel weitere Geräte angeschafft werden.

Der flächendeckende Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet nimmt Fahrt auf: Die Telekom plant in einer ersten Phase im Jahr 2021 rund 25.000 Haushalte mit Highspeed-Technologie (FTTH Glasfaser) auszustatten. Derzeit laufen weitere Gespräche sowohl mit regionalen als auch internationalen Anbietern wie der GlobalConnect für den Glasfaserausbau in Kiel. 

In diesem Jahr hat sich gezeigt, wie wichtig es für die Bürger*innen ist, ihre Leistungen online erhalten zu können. 2019 wurde mit der Umsetzung kommunaler digitaler Dienstleistungen nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) mit den Beteiligten des Landes Schleswig-Holstein begonnen. 2021 soll das Bürger*innen-Konto eingeführt werden, mit dem digitale Verwaltungsleistungen an einem zentralen Ort von allen Kieler*innen genutzt werden können. In den kommenden Jahren soll das Bürger*innen-Konto etabliert werden.

In diesem Jahr wurden mit dem Projekt @mt24 neue Service-Standards und Sprechstundenmodelle erprobt. Im März wurde der zentrale E-Mail-Eingang amt24@kiel.de spontan eingeführt und hat sich mit der schnellen wie persönlichen Beantwortung bewährt. 2021 soll dieser Prozess intensiviert werden und weitere sichtbare Verbesserungen erreichen.

Die Umsetzung der digitalen Strategie ist auch in der Kieler Stadtverwaltung notwendig. Hier wurde unter anderem das Programm Ki:GO entwickelt, das digitale Transformation vermitteln und die Mitarbeitenden auf dem Weg der Digitalisierung mitnehmen soll. Mittlerweile wurden verschiedene Formate entwickelt und weitere sind für 2021 in Planung. 

Neue Wege und Kooperation sind auch Themen der Smarten KielRegion. Kiel macht sich gemeinsam mit den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde auf den Weg zu einer Smarten Region. In dem vom Bundesinnenministeriums mit 15,75 Millionen Euro geförderten Projekt geht es um Küsten- und Meeresschutz, intelligente Mobilität und intelligente Quartiersentwicklung. Was das konkret bedeutet und was eine Smarte Region ausmacht, wird in den kommenden zwei Jahren mit den Menschen in der Region entwickelt. 

Auch auf EU- und Landes-Ebene konnte Kiel die Fördermittelgeber als attraktiven Standort für digitale Innovationen überzeugen. Dabei ist insbesondere die Verknüpfung zu Zielen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes die große Aufgabe der nächsten Jahrzehnte.

Mehr zur Digitalen Strategie steht unter www.kiel.de/digital

Quelle: Landeshauptstadt Kiel

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