Kieler Abfallgebühren steigen

Im neuen Jahr steigen die Gebühren und Entgelte der Kieler Abfallentsorgung und Straßenreinigung. Das hat die Ratsversammlung in den Haushaltsberatungen für 2023 beschlossen.

Mülltonnen, © Nabu
Mülltonnen, © Nabu

Vor allem steigende Personalkosten sowie höhere Preise für Dieselkraftstoff, Energie und Ersatzteile machen die Gebührenerhöhungen erforderlich, da der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) kostendeckend arbeiten muss.

Die Gebühr für die Abfuhr der grauen Restabfalltonnen wird um 4,0 Prozent angehoben. So kostet beispielsweise die zweiwöchentliche Abholung der 80-Liter-Restabfalltonne künftig 10,86 Euro im Monat beziehungsweise 130,32 Euro im Jahr (bisher 10,44 Euro / 125,28 Euro). Zu dieser Steigerung haben auch ein steigendes Verbrennungsentgelt und höhere Kosten für die Deponie beigetragen.

Aufgrund gestiegener Entsorgungskosten wird die braune 80-Liter-Biotonne 6,0 Prozent teurer und kostet 8,07 Euro im Monat bei der üblichen zweiwöchentlichen Leerung (bisher 7,61 Euro).

Monatlich geleert wird die blaue Papierabfalltonne. Das kostet für 120 Liter Tonnenvolumen künftig 76 Cent im Monat, 6,1 Prozent mehr als heute (72 Cent). Da weniger Gewichtstonnen Papier, Pappe und Karton abgefahren werden als früher, sind die Verwertungserlöse des ABK zurückgegangen.

Darüber hinaus muss der ABK auch um 9,5 Prozent höhere Zuschläge nehmen für den personalaufwendigen Transport von Tonnen und Containern über 15 Meter Entfernung oder Stufen zum Abfuhrfahrzeug und zurück.

Außerdem steigen zahlreiche andere Gebühren, beispielsweise für Unterflurbehälter, Laubsäcke, Sonderleerungen von Tonnen oder die Abgabe asbesthaltiger Eternitplatten auf Wertstoffhöfen. Unverändert gratis bleibt die Sperrgut-Abholung (bis 20 Teile) zweimal im Jahr.

Auch die Straßenreinigung wird teurer: Die Gebühr je Meter Straßenfrontlänge des Grundstücks steigt von 73 Cent auf 85 Cent im Monat bei einmal wöchentlicher Reinigung. Diese Steigerung von 16,4 Prozent ist auch erforderlich, weil für 2023 keine Gebührenüberschüsse aus Vorjahren mehr berücksichtigt werden können.

Quelle: Lh Kiel

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