Kfz-Versicherung: Worauf muss man achten?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei verschiedenen KFZ-Versicherungen: Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Hier geben wir Tipps, worauf man beim Abschluss einer solchen Versicherung achten muss.

Unfallschaden am Auto, © blende12 / pixabay.com
Unfallschaden am Auto, © blende12 / pixabay.com

Sie schützt Wagen und Fahrer vor Schäden: Die Kfz-Versicherung ist einerseits Pflicht, andererseits auch eine individuelle Angelegenheit. Wer beispielsweise beim Parken den Wagen des Nachbarn oder sein eigenes Auto beschädigt, müsste ohne eine Versicherung aus eigener Tasche zahlen. Mit einer Versicherung hingegen ist dies nicht der Fall.

Hierbei spielt es eine Rolle, über welche Art von Kfz-Versicherung man verfügt, denn Versicherung ist nicht gleich Versicherung.

Welche Arten von Kfz-Versicherungen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Versicherungen: Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Lediglich die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Die Kosten für jede Versicherungsart richten sich nach verschiedenen Kriterien. Die Fahrzeugart sowie das Alter und der Wohnort des Halters spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle. Mehr Informationen zu KFZ-Versicherungen gibt es bei AdmiralDirekt.

Haftpflichtversicherung

Wenn man einen anderen Wagen beschädigt, springt die Haftpflichtversicherung ein. Bei Schäden am eigenen Wagen zahlt die Kaskoversicherung.

Die Haftpflichtversicherung schützt sowohl den Geschädigten als auch den Unfallverursacher, da ansonsten beide in den finanziellen Ruin getrieben werden könnten. Außerdem übernimmt sie die Folgekosten eines Autounfalls. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Doch die Haftpflicht hat auch eine weitere Funktion: Sie schützt den Eigentümer und Fahrer eines Wagens vor unberechtigten Schadenersatzansprüchen. Die Deckungssumme der Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben:

  • 2,5 Millionen Euro bei Personenschäden
  • bis zu 7,5 Millionen Euro bei Tötung oder Verletzung von mindestens drei Personen
  • 1,12 Millionen Euro bei Sachschäden
  • 50.000 Euro bei Vermögensschäden

Teilkaskoversicherung

Zusätzlich zur Haftpflichtversicherung kann man eine Teilkaskoversicherung abschließen. Diese kommt bei Schäden am eigenen Wagen auf. Allerdings müssen die Schäden durch Dritte und nicht durch eigenes Zutun verursacht worden sein. Folgende Umstände können zu Schäden führen, die von der Teilkasko bezahlt werden:

  • Diebstahl oder Beschädigung von Zubehör
  • Fahrzeugdiebstahl
  • Kollisionen mit Haarwild
  • Hagel
  • Überschwemmung
  • Brand

Die Kaskoversicherung ist freiwillig. Viele Anbieter bieten einen Rabatt an, wenn man ein Kombipaket wählt.

Vollkaskoversicherung

Der Leistungsumfang der Vollkaskoversicherung entspricht demjenigen der Teilkaskoversicherung, jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: Die Versicherung zahlt auch für Schäden, die man selbst verursacht hat. Zu den Ausnahmefällen zählen grobe Fahrlässigkeit wie das Überfahren einer roten Ampel oder das Fahren unter Alkoholeinfluss.

Bei der Kaskoversicherung können Kunden eine Selbstbeteiligung aushandeln. In diesem Fall übernimmt der Fahrer einen Teil der Kosten selbst. Dadurch lässt sich die Höhe des zu zahlenden Beitrages beeinflussen. Kunden, die über mehrere Jahre hinweg keine Schäden oder Unfälle verursacht haben, zahlen in der Regel weniger.

Bei der Kaskoversicherung richtet sich die Deckungssumme nach dem Wert des Wagens. Handelt es sich um einen Neuwagen, übernimmt der Versicherer in der Regel den Listenpreis für ein neues Fahrzeug. Der Wagen darf jedoch nicht älter als zwei Jahre sein. Bei Fahrzeugen, die älter als zwei Jahre sind, ersetzt die Versicherung lediglich den Wiederbeschaffungswert eines gleichwertigen Wagens.

Worauf muss bei der Wahl der Kfz-Versicherung geachtet werden?

Für die meisten Fahrer reicht die Haftpflichtversicherung aus. Da sie gesetzlich vorgeschrieben ist, kommt kein Fahrzeughalter an ihr vorbei. Wenn man jedoch über ein neues Auto verfügt, sollte man sich eventuell Gedanken über eine Kaskoversicherung machen. Dabei ist es wichtig, sich über die verschiedenen Leistungen zu informieren, die die jeweilige Versicherung abdeckt.

In Deutschland ist die Haftpflicht für alle Fahrzeughalter gesetzlich vorgeschrieben. Sie greift dann, wenn der Fahrer einen anderen Wagen beschädigt oder Personenschäden anrichtet. Wer jedoch seinen eigenen Wagen im Falle eines Schadens schützen möchte, sollte eine Kaskoversicherung abschließen. Die Teilkaskoversicherung zahlt bei Schäden, die durch Dritte entstanden sind, während eine Vollkaskoversicherung auch dann zahlt, wenn der Fahrer für die Schäden am eigenen Wagen verantwortlich ist.

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