Immobilien kaufen – so entwickelt sich der Wohnungsmarkt

Viele Leute überlegen sich, dass sie sich als eine Art Altersvorsorge eine Immobilie kaufen. Entweder für den eigenen Gebrauch oder, um diese zu vermieten. Aber wie entwickelt sich der Wohnungsmarkt in Deutschland?

Kieler Wohnungen, © iStock.com/Dennis Gross
Kieler Wohnungen, © iStock.com/Dennis Gross

Wenn man das Wachstum aus demographischer Sicht betrachtet, kann man ein eindeutiges Wachstum wahrnehmen, allerdings existiert eine zunehmende Wohnungsknappheit und gleichzeitig steigen die Preise für jede Art von Immobilien stark an.

Vor allem in den Ballungsräumen findet man in Deutschland viel zu wenige Wohnungen, obwohl diese sehr beliebt sind und somit eine starke Nachfrage auf dem Markt haben. Nach Schätzungen fehlen in Deutschland in etwa 80.000 bis 120.000 Wohnungen in den erwähnten Ballungsräumen. Dennoch wurden insgesamt bereits über 600.000 Wohnungen mehr verkauft, als überhaupt genehmigt.

Der Grund der steigenden Nachfrage liegt an der wachsenden Bevölkerung, die wir in Deutschland haben. Es gibt immer mehr Zuwanderung aus anderen EU-Staaten, da die Menschen hier einen neuen Job finden oder ihnen die Lebensumstände in ihrer Heimat nicht mehr zusagen. Gleichzeitig gibt es aber auch eine große Anzahl an Flüchtlingen, allerdings ist hier bereits ein leichter Trend der Abwanderung zu erkennen, da viele zurück in ihre Heimat kehren.

Um die gesamte Nachfrage erfolgreich bis 2030 zu befriedigen, müssten in etwa 4,4 Millionen neue Immobilien gebaut werden, wobei in etwa 50 Prozent der Immobilien als Ein- oder Zweifamilienhäuser geplant werden müssten. Die inzwischen circa 83 Millionen Einwohner, die Deutschland nach aktuellen Statistiken vermerkt, fühlen sich immer mehr in Richtung Großstädte hingezogen. In vielen Fällen ziehen die Bürger mit dem nötigen Kleingeld auch in sogenannte A Städte, wie beispielsweise Hamburg, München oder Düsseldorf. Hier gibt es sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen und auch im späteren Berufsleben viele attraktive Angebote und Arbeitsbedingungen bei den unterschiedlichsten und teilweise sehr bekannten Arbeitgebern. Aus diesem Grund zeigt der Trend auch auf, dass immer mehr Unternehmen eine weitere Niederlassung in einer sogenannten A Stadt eröffnen, um noch mehr Interesse bei potenziellen Arbeitnehmern zu erlangen und diese somit zu gewinnen.

Die Regionen, in denen es weniger attraktive Angebote in Form von Ausbildungen oder allgemeinen angebotenen Jobs gibt, verlieren zunehmend an Bevölkerung. Aber auch die fehlende oder sehr schlechte Infrastruktur ist ein Grund für dieses Ereignis. So muss für einen jungen Menschen beispielsweise die nächstgrößere Stadt möglichst einfach zu erreichen sein, damit es sich für einen solchen Bürger lohnt auch in nicht allzu attraktiven Regionen wohnen zu bleiben.

Im Allgemeinen ist aber, wie bereits erwähnt, eine sehr positive Entwicklung der Wirtschaft im Sektor der Immobilien zu vermerken, wobei zunehmend auch die Mieten in jeder Region ansteigen. Zudem sinkt aber auch die Quote an leerstehenden Immobilien. Pro Quadratmeter zahlt man in Deutschland in etwa zwischen 6 Euro und 11 Euro. Hamburg und München, aber auch andere A Städte, sind in vielen Fällen deutlich über dem Durchschnitt und so liegen hier die Preise bereits bei 11,20 Euro pro Quadratmeter. Somit wird die Erschwinglichkeit des Wohnraums deutlich geringer.

Das Ganze wird an dem Verhältnis einer normalen Wohnung, die circa 85 Quadratmeter Wohnfläche zu bieten hat und in einer normalen Lage mit einer standardisierten Ausstattung zu finden ist, zu dem Nettoeinkommen eines Haushaltes gemessen. Daran kann man zudem auch sehen, dass die Mietpreise schneller steigen als das Einkommen. Aber durch die dennoch relativ moderate Inflation und die daraus resultierenden Nettozuwächse beim Einkommen oder der Rente, steigt die Nachfrage nach Immobilien.

Auch die Nachfrage an unterschiedlichsten Wohnungen oder Immobilienmodellen steigt enorm an. Senioren möchten beispielsweise in Pflegeheime oder ein "betreutes Wohnen", während junge Leute, wie beispielsweise Studenten, häufig kleine, aber dennoch nützliche Wohnungen suchen. Man kann also auf dem Immobilienmarkt sehen, dass wir uns bereits in einer leichten Abkühlungsphase befinden, aber das Niveau dennoch hoch bleibt und somit weiterhin eine große Nachfrage befriedigt werden muss.

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