Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – Sicherheits-Check für das Eigenheim

Das Eigenheim ist für viele ein Traum, auf den lange hingearbeitet wird. Damit sich dies nicht als Albtraum entpuppt geben wir Tipps zur fachgerechten Absicherung der eigenen vier Wände.

© iStock.com/tolokonov
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Für Haus- und Wohnungsbesitzer zeichnen sich vor allem zwei Horrorszenarien ab: Einbruch und Brand. In beiden Fällen sind nicht nur Sachschäden möglich, sondern auch Gefährdungen für Leib und Leben der Bewohner. Damit sich Haus auch wie Zuhause anfühlt, sollte man auf einiges achten.

1. Einbruchs- und Diebstahlprävention

Die gute Nachricht vorab: Bundesweit und auch in Hamburg zeichnete sich über die letzten Jahre insgesamt ein Rückgang an Wohnungseinbrüchen ab. 2019 war sicherer als die 20 Jahre zuvor. Trotzdem gibt es in Deutschland jedes Jahr rund 100.000 Einbrüche, davon etwa 5.000 in Hamburg.

Gefahrenquellen sind hierbei hauptsächlich strukturelle Schwachstellen wie Türen, Fenster und Kelleröffnungen, die den Einbrechern Zutritt verschaffen. Falls vorhanden sollte auch das Grundstück auf Sicherheit überprüft werden – Sind Zäune und Tore vorhanden und abschreckend genug? Kann das Grundstück gut eingesehen werden und ist es gut beleuchtet? Scheinwerfer, die durch Bewegungsmelder beim Betreten des Grundstückes eingeschaltet werden, können Möchtegern-Diebe oft schon vertreiben.

Türen und Tore, insbesondere Balkon- und Terrassentüren, sollten so stabil wie möglich sein. Beim Kauf und Einbau sollte darauf geachtet werden, dass diese in der Herstellung bereits als einbruchshemmend eingestuft wurden. Unzureichend abgesicherte Nebentüren können durch Sicherheitsrollläden verstärkt werden. Schlösser sollten eine robuste Bauweise haben und eventuell durch digitale Schlösser ersetzt werden. Ein PIN-Codeschloss zum Beispiel erspart die Panik nach einem verlorenen Schlüssel. Auch Gegensprechanlagen und Videoüberwachung leisten einen Beitrag zur Einbruchs- und Diebstahlprävention.

Einbrüche finden hauptsächlich tagsüber statt, wenn die Anwohner nicht zuhause sind. Einbrecher arbeiten außerdem saisonal, denn in den Monaten Oktober bis Dezember steigt das Einbruchsrisiko dadurch, dass ein leeres Haus anhand ausgeschalteter Beleuchtung einfacher zu erkennen ist, während Diebe in der Dunkelheit besseren Schutz finden. Eine umfangreiche und individuelle Sicherheitsberatung bietet die Polizei an.

2. Brand- und Rauchschutz

Wer gewissenhaft mit offenem Feuer, elektrischem Gerät und sonstigen Gefahrenherden umgeht, kann den Brand verhindern. Das stimmt zwar, jedoch ist und bleibt menschliches Fehlverhalten nur die zweithäufigste Brandursache. Die Statistik des IFS zeigt, dass der Großteil aller Brände durch Elektrizität verursacht wird, insbesondere dann, wenn die Gefahr für den Menschen nicht offensichtlich ist.

Während es selbstverständlich scheint, elektrische Geräte bei Nichtgebrauch auszuschalten oder vom Strom zu nehmen, ist eine regelmäßige Überprüfung der Leitungen und Kabel auf Schäden eher selten. Kabel, deren Ummantelung durch häufigen Gebrauch oder z.B. durch Haustiere beschädigt ist, sollten unverzüglich ausgetauscht werden.

Ebenso selbstverständlich sollte die Anbringung eines akustischen Rauchmelders sein, denn dies ist für den Eigentümer Pflicht, zumindest in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen. Bei regelmäßiger Überprüfung haben Rauchmelder eine Lebensdauer von etwa zehn Jahren.

Auch, wenn es nie zu einem Einbruch oder einem Brand kommen sollte spielt die gewissenhafte Vorbeugung dieser eine zentrale Rolle für das gute Leben in den eigenen vier Wänden.

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