Eröffnung Spielzeit am Theater Kiel

Für die Eröffnung der Spielzeit – dieses Jahr aufgrund der notwendigen Verschiebung des Sommertheaters ausgesprochen früh – wurden vier Premieren für Sie geplant. Das Schauspiel macht den Anfang mit "Max und Moritz – Wir wollen immer artig sein" am 15. August 2020, es folgt die Oper mit der Uraufführung von "Balkonien" am 22. August 2020, dann im Schauspiel "Die Möwe" am 29. August 2020, die bereits im April geplant gewesen wäre und zu guter Letzt eröffnet auch das Junge Theater im Werftpark mit der mobilen Produktion "Hikikomori",  am 30. August 2020.

© iStock.com/ SergeyNivens
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Die Premieren zur Spielzeit 2020/21 am Theater Kiel

Max und Moritz – Wir wollen immer artig sein

Nach Wilhelm Busch
Sa, 15. August 2020, 18.00 Uhr, im Schauspielhaus

Max und Moritz kommen ins Schauspielhaus. Die genialen Streiche der beiden Lausbuben sind bis heute Klassiker. Ihr Verfasser Wilhelm Busch gilt als Urvater des Comics. Politisch herrlich unkorrekt, bösartig und unmoralisch und dabei voller Witz und Raffinesse, gelingen Max und Moritz kluge und zeitlose Reflexionen über Gehorsam und Ungehorsam.

Die Schauspieler Marko Gebbert und Zacharias Preen haben den Originaltext von Wilhelm Busch mit zahlreichen Songs vom Volkslied, über Blues bis hin zu Rock und Rap kombiniert, die den Witz und die Anarchie der Vorlage aufgreifen und musikalisch erweitern. Der bekannte Kieler Comiczeichner Volker Sponholz wird das Geschehen auf der Bühne mit seinen Livezeichnungen bildkünstlerisch direkt begleiten.

Regie Daniel Karasek | Ausstattung Nina Sievers | Dramaturgie Jens Paulsen

Balkonien (UA)

Ein Hinterhof-Liederabend in Kontaktbeschränkten Zeiten 
Sa, 22. August 2020, 19.30 Uhr, im Opernhaus

"Urlaub auf Balkonien" liegt – mehr oder weniger freiwillig – in diesem Jahr im Trend. Der neue Liederabend zum Thema zeigt einen klassischen Hinterhof mit seinen typischen Balkonnutzern, die die Rückfassade ihres Wohnhauses auf ihren entsprechenden Plattformen singend bevölkern – brav im geforderten Abstand voneinander. Das gesungene Alltagsbild mit Wiedererkennungseffekt reicht musikalisch von Mozart bis Mouskouri und von Aznavour bis Abba. Lassen Sie sich überraschen!

Musikalische Leitung Bettina Rohrbeck | Regie Jörg Diekneite | Bühne Nadine Baske | Kostüme Sabine Keil | Video Frank Böttcher | Choreografie Christopher Carduck | Dramaturgie Ulrich Frey

Die Möwe

Anton Tschechow 
Sa, 29. August 2020, 20.00 Uhr, im Schauspielhaus

Ein Landgut in Russland, es ist Sommer. Die Moskauer Bohème zieht sich in die Provinz zurück und sinniert über das Leben: Schauspielerin Arkadina wird nicht müde von ihren großen, umjubelten Erfolgen in den Großstadt zu erzählen, Schriftsteller Trigorin angelt und sammelt Natureindrücke für seine Erzählungen, Landarzt Dorn schwelgt in alten Sommererinnerungen. Nur Arkadinas Sohn Kostja ist unzufrieden: Er belächelt die selbstzufriedene Trägheit der Elterngeneration, sucht nach neuen Formen des Theaters und der Literatur und findet in der Nachbarstochter Nina nicht nur die vermeintlich große Liebe, sondern auch den Star seiner ersten, eigenen Theaterinszenierung. Mit dieser wagt er einen Gegenentwurf zum aktuellen Theater und hinterfragt, worin der Sinn des Lebens besteht. Anton Tschechow zeichnet in seinem berühmtesten Stück zwei Jahre voll von Träumen, Hoffnung, Liebe und Erwachsenwerden auf dem Landgut – und schließlich auch das Zerplatzen all dieser Blasen.

Regie Lisa Gappel | Bühne Anna Bergemann | Kostüme Christine Hielscher | Dramaturgie Kerstin Daiber

Hikikomori

Ein Monolog von Holger Schober
So, 30. August 2020, 19.00 Uhr, im Junges Theater im Werftpark

Seit acht Jahren lebt H in Isolation in seinem Zimmer – freiwillig! Doch warum distanziert er sich vom physischen Kontakt mit der Außenwelt? H hat keine Antwort, dabei sucht er sie verzweifelt und findet Zuflucht in der virtuellen Welt. "Hikikomori" ist ein japanischer Ausdruck, der so viel wie "gesellschaftlicher Rückzug" bedeutet und beschreibt ein Phänomen, das unter jungen Menschen in Japan immer häufiger anzutreffen ist.

Regie Lara Pansegrau | Ausstattung Karl-Heinz Steck 

Quelle: Theater Kiel

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