Die Kartoffel wird cool – Eis aus Kartoffeln zum Nachmachen

Was im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich klingt, kann im Geschmackstest durchaus bestehen: Kartoffel-Eis. Die coole Kreation schmeckt an heißen Sommertagen nicht nur Kartoffel-Fans als Erfrischung besonders gut. Sie lässt sich als "Erdapfel-Marillen-Parfait" zudem leicht zu Hause nachmachen. Wie das geht, verraten die Experten der Kartoffel-Marketing GmbH (KMG). Für die KMG entwickelt haben das Rezept die beiden Blogger und Kartoffel-Fans Sascha und Torsten von "Die Jungs Kochen und Backen".

Erdäpfel-Marillen-Parfait, © Sacha und TorstenWett von "Die Jungs kochen und backen"
Erdäpfel-Marillen-Parfait, © Sacha und TorstenWett von "Die Jungs kochen und backen"

Warum ein Eis aus Kartoffeln?

Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel bei uns in Deutschland. Sie ist vielseitig, lecker und äußerst gesund. Mit 17 Milligramm pro 100 Gramm hat sie sogar mehr Vitamin C als ein Apfel. Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel-Marketing GmbH (KMG), erklärt: "Trotz der vielen positiven Eigenschaften ist das Image der Kartoffel oft zu Unrecht etwas angestaubt. Dass unsere Erdäpfel aber richtig cool sein können, soll unser Kartoffel-Parfait zeigen."

Salzig oder süß – wie schmeckt ein Kartoffel-Parfait?

Wer das Erdapfel-Marillen-Parfait probiert, muss keine Angst haben, eine gefrorene Bratkartoffel auf seinem Löffel zu finden. Vielmehr schmeckt das Parfait fruchtig, da die Kartoffel mit Vanille und Marillen kombiniert wurde. Praktisch: Das Parfait lässt sich sehr gut vorbereiten. So kann bei Bedarf als Dessert nach dem Essen mit Familien und Freunden oder als leichte Sommererfrischung für Zwischendurch einfach aus dem Gefrierfach geholt werden. 

Eiskalte Versuchung: Erdapfel-Marillen-Parfait

Das Erdapfel-Marillen-Parfait lässt sich zu Hause einfach zubereiten. Benötigt werden dafür vorwiegend festkochende Kartoffeln, die zuerst gekocht, dann gepellt und anschließend durch eine Presse gedrückt werden. Während das Püree abkühlt, Sahne mit Puderzucker steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Anschließend in einer Schüssel im warmen Wasserbad Eigelb, Zucker und Wasser zu einer schaumigen Masse schlagen. Sobald die Masse schön dick ist, wird die Schüssel in ein mit Eis gefülltes Wasserbad gestellt und kalt geschlagen. Ist sie heruntergekühlt, kommen das Kartoffelpüree, Weichweizengrieß, Vanillepaste und die geschlagene Sahne zum Unterheben hinzu.

Für die Füllung werden frische Marillen – oder aus der Dose – geviertelt und mit Rohrzucker bei mittlerer Hitze geköchelt. Ist alles vorbereitet, sollte eine Kastenform mit Frischhaltefolie ausgelegt werden. Hier hinein wird nun die Hälfte des Parfaits gegeben, anschließend etwas Marillenfüllung und schließlich den Rest der Parfait-Masse. Zum Schluss wird das Parfait mit der überstehenden Frischhaltefolie komplett bedeckt und in der Form für mindestens sechs Stunden in das Gefrierfach gestellt. Serviert werden kann die Kartoffel-Eis-Kreation mit gerösteten Semmelbröseln, dem restlichen Marillenmus und Minzblättern.

Rezept für das Erdapfel-Marillenknödel-Parfait

Zutaten für 6 Portionen

Für das Marillenkompott:

  • 400 g frische Aprikosen (alternativ aus der Dose, ungezuckert)
  • 3 EL Rohrohrzucker
  • 1 EL Zitronensaft

Für das Kartoffel-Parfait:

  • 250 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 400 ml Sahne
  • 2 EL Puderzucker
  • 4 Eigelb
  • 120 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 2 TL Vanillepaste
  • 50 g Weichweizengrieß

Für die Butterbrösel

  • 3 EL Semmelbrösel
  • 20 g Butter
  • 1 EL Rohrohrzucker

Das Marillenkompott zubereiten: 

  • Die Aprikosen entkernen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Marillen in einem Topf mit dem Rohrzucker vermengen und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Danach zum Erkalten zur Seite stellen. Bei Aprikosen aus der Dose dauert es nur ca. 7-10 Minuten. 

Das Kartoffel-Parfait zubereiten: 

  • Die Kartoffeln mit Schale für ca. 20 Minuten in kochendem Wasser kochen. Stecht mit einer Gabel in eine Kartoffel und wenn sie von der Gabel rutscht, sind die Pellkartoffeln gut. Schält nun die Kartoffeln, presst sie mit einer Kartoffelpresse und lasst sie erkalten (alternativ könnt ihr die kalten geschälten Pellkartoffeln auch reiben).
  • Die Sahne in einem hohen Gefäß mit dem Puderzucker steif schlagen und dann im Kühlschrank verwahren.
  • Stellt eine Rührschüssel auf ein Wasserbad und gebt Eigelb, Zucker und Wasser hinein. Über dem warmen Wasserbad zu einer dicken und schaumigen Masse schlagen (das kann einige Minuten dauern). Taucht einen Holzlöffel in die Masse und pustet darauf - dabei soll ein wellenförmiges Rosenmuster entstehen - dann ist es perfekt geschlagen und temperiert.
  • Stellt die Schüssel nun in eine größere Schüssel gefüllt mit Eis und etwas Wasser und schlagt die Eimasse kalt. Dann hebt ihr das Kartoffelpüree, den Weichweizengrieß und die Vanillepaste unter und zum Schluss die geschlagene Sahne.
  • Nehmt euch eine Kasten- oder Terrinenform und legt sie mit Frischhaltefolie aus, achtet auf ein wenig Überstand zum Einschlagen. Füllt ca. 1/3 der Parfaitmasse hinein und verteilt dann in der Mitte in einem Streifen das erkaltete Marillenkompott. Verswirlt es ein wenig mit einer kleinen Gabel, wiederholt das noch zweimal, bis die Form gefüllt ist (es soll ca. 1/4 des Kompotts übrigbleiben, das ist für die Deko gedacht).
  • Klappt die überstehende Frischhaltefolie auf die Eismasse. Das Parfait muss nun mindestens 6 Stunden in den Gefrierschrank. 

Die Butterbrösel zubereiten: 

Die Butter mit dem Zucker in einer Pfanne erhitzen, Semmelbrösel dazugeben und rösten, bis die Brösel goldbraun sind. Die Pfanne von der Hitze nehmen und die Brösel zum Anrichten zur Seite stellen. 

Nun das Erdapfel-Marillenknödel-Parfait anrichten: 

  • Nehmt das Erdapfel-Marillenknödel-Parfait ca. 30-40 Minuten vor dem Anrichten aus dem Gefrierschrank und stellt es in den Kühlschrank. Dann auf eine Platte stürzen und das restliche Marillenkompott und die Butterbrösel darauf verteilen. Tipp von den Jungs:
  • Das Parfait klappt am besten mit vorwiegend festkochenden Kartoffeln. 

Quelle: tts agentur05 GmbH

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