Detailansicht - kiel-magazin.de

Veranstaltungen

Alle Rubriken
 Ausstellungen
 Bälle/Tanzen
 Comedy/Kabarett/Variete/ Kleinkunst
 Dia/Videovorträge/Multivision
 Diskussionen/Talkrunden
 Feste/Straßenfeste/Jahrmärkte
 Festivals
 Festspiele
 Flohmärkte/Auktionen/ Tauschbörsen
 Freizeit
 Führungen/Rundgänge
 Kieler Woche
 Kinderprogramm
   Kinderkino
   Kinderprogramm, sonstiges
   Kindertheater
 Kino
 Konzerte
   Folklore/Weltmusik
   Jazz
   Klassik
   Lieder/Chansons/A Cappella
   Neue Musik
   Rock/Pop/Black-Music
   Schlager/Volksmusik
   sonstige Konzerte
 Lesungen/Hörspiele/Slams
 Messen/Kongresse
 Musical
 Open-Air
 Oper/Operette/Ballett
 Ostern
 Partys/Disco
 Show
 Sonstiges
 Sport
   American Football
   Fußball
   Handball
   Public Viewing
   Segeln
   Sonstige Sportarten
 Theater/Tanztheater
 Vortrag
 Weihnachten
 Workshops/Seminare
 Zirkus
Anzeige

Theater/Tanztheater

DeichArt - Allmählich geht mir eine ganze Bogenlampe auf...

Theater Kiel

Nach der szenischen Lesung "Endlich, endlich, endlich - Seeschlacht!", zeichnen DeichArt anhand der Erinnerungen der Obermatrosen Richard Stumpf und Carl Richard Linke die Ereignisse von den ersten Matrosenaufständen 1917 bis zur Revolution im November 1918 nach. Wir erleben die dramatische Entwicklung der Konflikte, geschürt durch die erschütternden Missstände an Bord der Großkampfschiffe.


Besonders für Carl Richard Linke spitzen sich die Geschehnisse schicksalhaft zu, als er im August 1917 im Zuge der ersten Aufstände wegen angeblicher Beteiligung an "kriegsverräterischer Aufstandserregung" zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Es ist das gleiche Verfahren, in dem die Matrosen Albin Köbis und Max Reichpietsch zum Tode verurteilt werden. Die Willkür und Brutalität der Marinejustiz, die mit diesen Urteilen ein Exempel statuieren und somit ein Ende der Unruhen erzwingen wollte, lässt nicht zuletzt auch Richard Stumpf, bis dahin patriotisch und vaterlandstreu, das Vertrauen in die oberste Führung verlieren.


DeichArt stützt sich in der Betrachtung dieser geschichtsträchtigen Vorgänge nicht ausschließlich auf die Aufzeichnungen Stumpfs und Linkes, sondern zieht weitere Quellen hinzu, die den historischen und politischen Wert der Tagebücher belegen und sie in den Kontext ihrer Rezeption in den vergangenen hundert Jahren stellen. So sind unter anderem Momente aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss für die Schuldfragen des Weltkriegs Teil der theatralen Auseinandersetzung. Verdichtet zu einer komplexen Collage, gestaltet sich die szenische Lesung als eine Art Dokumentarspiel, mit unterschiedlichen Perspektiven und Schauplätzen und einer heutigen Sicht auf die Erzählung dieses bedeutenden Kapitels deutscher Geschichte.

Datum:
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Ticket:
Hier bestellen
Ort:
Studio im Schauspielhaus
Straße:
Holtenauer Straße 103
PLZ/Ort:
24105 KIEL



Anfahrt


Der Veranstaltungskalender ist auch als praktische Web-App app.kiel-magazin.de verfügbar.

Anzeige