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| Kieler Stadtteile näher betrachtet |
Der
im Dänischen Wohld gelegene Stadtteil Schilksee war früher,
wie viele weitere auch, ein Bauerndorf. Der Name Schilksee
ist auf Thimmo de Skildekesse (auch Schilkesehe)
zurückzuführen, der im 13. Jahrhundert in dieser Region
lebte. Nachdem das Dorf ca. 200 Jahre zum Gut Seekamp
gehörte, wurde es durch die Preußische Annexion zu einer
freien Gemeinde. In den 1930er-Jahren errang der auch
wirtschaftlich wachsende Ort, der ein beliebter Touristen-
und Ausflugsort war, unter anderem Ruhm durch die
olympischen Segelwettbewerbe. Auch bei den Spielen 1972
erhielt Kiel-Schilksee mit seinem neuen großen Olympiahafen-
und Zentrum den Zuschlag, und heute findet hier jedes Jahr
die Kieler Woche, die größte Segelregatta Deutschlands,
statt. 1951 wurde Schilksee ein offizieller Stadtteil Kiels.
In den letzten Jahrzehnten sind einige Neubauten entstanden,
die zwar den einstigen "Dorf-Flair" ein wenig trüben, aber
auch die Entwicklung Schilksees zum Ausdruck bringen. Das
Markenzeichen des Ortes ist auch heute noch, abgesehen vom
Strand, das Olympiazentrum (Telefon 0431/37 10 21). Fahrten-
und Regattasegler bietet es 800 Stegliegeplätze mit Wasser,
Licht und Strom sowie Segelwasch- und Trockenanlagen. Im
Netz: www.schilksee-info.de, www.schilksee-kiel.de.
In der Zeit des 30jährigen Krieges ließ der dänische
König Christian IV an der schmalsten Stelle der Kieler Förde
die Festung Christianpries erbauen, die später von seinem
Nachfolger Friedrich III in Friedrichsort umbenannt wurde.
In den Jahren der preußischen Herrschaft wurden weitere
Verteidigungsanlagen und militärische Produktionsstätten
gebaut, auf dessen Gelände heute einige Industriebetriebe
ihren Sitz haben. Der heutige Stadtteil wurde 1922 zusammen
mit der Ortschaft Pries nach Kiel eingemeindet. Ein Teil der
ehemaligen Befestigungsanlagen kann man heute noch vom
Falkensteiner Deich betrachten. Die Mole Stickenhörn ist ein
beliebtes Ausflugsziel, von dem man einen schönen Ausblick
über die schmalste Stelle der Kieler Förde hat und nicht
selten auch startende Sport- und Segelflieger beobachten
kann. Im Netz: www.kiel-friedrichsort.de.
Der Stadtteil Kiel-Holtenau wurde durch zwei Ereignisse
bzw. Bauten maßgeblich geprägt und auch "begrenzt": Zum
einen der in den 20er- und 30er-Jahren erbaute Flughafen und
zum anderen der Nordostsee-Kanal. Sehenswert sind die
Holtenauer Schleusen im Nordostseekanal und die alte
Dampferbrücke. Im Netz: www.holtenau-info.de,
www.holtenau.de.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als die Leibeigenschaft
abgeschafft wurde, siedelten erstmals Landwirte in den
Steenbeker Höhen nahe des Guts Projensdorf, das zwischen den
Dörfern Wik und Suchsdorf lag. 1867 wurde Steenbek mit
Teilen von Projensdorf als Teil von Wik nach Kiel
eingemeindet. Der Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nordostseekanal)
trennte Wik, ebenso wie später noch einmal die B503, von
Steenbek und Projensdorf, und mit der Neugliederung der
Stadtteile 1994 wurden die beiden endgültig zu einem Kieler
Stadtteil "vereinigt". Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts
wurde in der Gegend viel neu gebaut, unter anderem
entstanden in den 70ern und 80ern auch ein Einkaufszentrum
und die bekannte Lubinus Klinik. Die Grenze zwischen
Steenbek und Projendorf ist direkt am Eingang zum Tiergehege
zu finden. Im Netz: www.kiel-stadtteile.de/Steenbek-Pro
Man vermutet die erste Siedlung im Raum des heutigen
Suchsdorf bereits im 10. Jahrhundert. 1366 wurde es Kieler
Stadtdorf, und 1768 erhielt es eine eigene
Gemeindeverwaltung. Als es schließlich 1958 zu einem Kieler
Stadtteil wurde, begann auch hier ein regelrechter Bauboom.
Heute ist Suchsdorf, das übrigens am Nord-Ostsee-Kanal
liegt, ein relativ ruhiger, beschaulicher Kieler Vorort. Im
Netz: www.kiel-suchsdorf.de
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