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| Umgestaltung des Holstenplatzes
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Vor 25 Jahren wurden die Autos
vom Holstenplatz verbannt, der Platz in die Fußgängerzone einbezogen und zusätzliche Grünflächen angelegt. Vor etwas mehr als zehn Jahren gab Stadtbaurat Otto Flagge dem Holstenplatz ein neues Aussehen. Damals entstand auch das gläserne Aufstiegsbauwerk zum Holstentörn.
Der Platz bietet jetzt neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und Freisitzanlagen. Im Rahmen seiner Umgestaltung wurden die ungünstig gelegenen Hochbeete einschließlich der kaum zu pflegenden Bepflanzungen entfernt. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken wurden alle erforderlichen Stromleitungen unter den Platz verlegt, so dass zukünftig keine Leitungen mehr durch Baumkronen oder Rabatten geführt werden müssen. Der Platz ist durch die Umgestaltung freundlicher und heller geworden, obwohl alle Altbäume erhalten werden konnten. Auch die umgestaltete Brunnenanlage mit dem "Flötenpieper" wurde nach ihrer Reparatur wieder in Betrieb genommen. Die Spielgeräte stehen nun an einem anderen Platz. Im Bereich der früheren Hochbeete wurden von den anliegenden Geschäftsleuten Freisitzanlagen eingerichtet, ein deutlicher Gewinn für die Atmosphäre des Platzes. Auch die Bepflanzung unter den Bäumen an der Andreas-Gayk-Straße wurde vollständig erneuert und erlaubt bessere Sichtbeziehungen zwischen Platz und Straßenraum. Insgesamt bildet der „neue“ Holstenplatz einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Kieler Innenstadt.
1955/56 wurde die Fläche zwischen Schevenbrücke und Ziegelteich, deren Bebauung im Krieg zerstört worden war, erstmals als "repräsentativer Platz" gestaltet - mit Abstellmöglichkeiten für möglichst viele Autos. In den 60er Jahren regte ein CDU-Ratsherr an, unter dem Platz eine Tiefgarage anzulegen, um mehr Autos unterzubringen, als es über der Erde möglich war. 1973 fiel dann - trotz Bedenken der Geschäftsleute - in den Ratsgremien die Entscheidung, die Fläche allein den Fußgängern vorzubehalten. Kurz vor der Kieler Woche 1974 war der Umbau des Platzes abgeschlossen. Die Rolltreppen, die zur zweiten Fußgängerebene am Hertie-Kaufhaus hinaufführten, waren ein Jahr zuvor eingeweiht worden. Als Versuch, "Notwendigkeiten der Stadttechnik" und " Möglichkeiten der Stadtgestaltung" auf ungewöhnliche Weise miteinander zu verbinden, schlugen die Stadtgestalter vor, die Rohre der Fernwärmeleitung oberirdisch zu verlegen - unter dem Dach des Laubengangs, der den Holstenplatz zur Andreas-Gayk-Straße hin abschirmt. Stadtbaurat Otto Flagge gab der Fläche, die in den 60er Jahren mit ihren bunten Blumenbeeten viel Aufmerksamkeit erregte, bei der Umgestaltung Ende der 80er Jahre einen sachlich-geometrischen Charakter. Seitdem dominiert das Grün von Bäumen und Sträuchern.

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