Riesen-Bärenklau: schön, aber gefährlich - kiel-magazin.de

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Umwelt

Riesen-Bärenklau: schön, aber gefährlich

Riesen-Bärenklau: schön, aber gefährlich©: Appaloosa / Wikipedia / Creative Commons

Auch wenn die Vegetation etwas verzögert den Frühling eingeläutet hat, stehen die Sommermonate vor der Tür. Mit der Pflanzenwelt erwacht auch eine unliebsame Plage wieder zum Leben: der Riesen-Bärenklau.

Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze, auch unter dem Namen Herkulesstaude bekannt, stellt für Natur und Mensch in Schleswig-Holstein ein ernsthaftes Problem dar. Durch ihren riesigen Wuchs und ihren Samenreichtum verdrängt sie heimische Pflanzen und Tiere. Der Saft der Pflanze enthält giftige Substanzen, die bei Kontakt mit der Haut vor allem unter Sonneneinstrahlung zu starken Hautverätzungen und -entzündungen führen.

In Kiel wird der Riesen-Bärenklau seit vielen Jahren intensiv bekämpft. In diesem Jahr beginnen die Bundesfreiwilligen des Umweltschutzamtes im Mai 2013 mit der Bekämpfung dieser Pflanze. Das Umweltschutzamt appelliert an die Kieler, jetzt im Frühjahr auch in den privaten Gärten gegen die giftige Plage vorzugehen.

Wichtig ist dabei, dass die Pflanze nicht einfach abgeschlagen werden sollte, denn bei einem einfachen Rückschnitt werden aus der Wurzel neue Triebe gebildet. Stattdessen sollten kleine Stauden komplett ausgegraben werden, und zwar vor der Samenreife. Besonders effektiv ist es, die oberste Wurzelstockschicht im Frühjahr oder im Herbst – spätestens bis Oktober 2013 – abzustechen.

Abgeschnittene Blütenstände müssen in der grauen Restmülltonne entsorgt werden. Sie gehören auf keinen Fall auf den Kompost. Da die Samen sehr widerstandsfähig sind, müssen sie vollständig verbrannt werden. Bei der Arbeit sollte unbedingt die Haut an Händen, Armen und Beinen geschützt werden. Besonders wichtig ist es, den Bärenklau in Bereichen, in denen Kinder spielen, zu beseitigen.

Weitere Informationen zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus erteilt das Umweltschutzamt – untere Naturschutzbehörde – unter Telefon 04 31/9 01-37 10. Dort kann auch ein kostenloses Faltblatt zum Thema angefordert werden.

02.05.2013



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