Schleswig-Holsteinisches Gefahrhundegesetz - kiel-magazin.de

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Hundehalter und Hundefreunde

Schleswig-Holsteinisches Gefahrhundegesetz

Das Schleswig-Holsteinische Gefahrhundegesetz regelt den Umgang mit potenziell gefährlichen Hunden. Diese müssen zur Sicherheit an der Leine geführt werden, einen Maulkorb und ein hellblaues Halsband tragen. Letzteres hat keineswegs etwas mit Haute Couture für Hunde zu tun – es ist vielmehr als Erkennungszeichen gedacht.

Desweiteren dürfen Hunde, die als gefährlich eingestuft werden – dazu gehören der American Staffordshire Terrier, der Staffordshire Bullterrier, der Bullterrier und der Pitbull-Terrier – nur noch auf dem eigenen, eingezäunten Grundstück frei herumlaufen. Das Gesetz geht sogar so weit, das Züchten dieser Rassen zu verbieten, da sie grundsätzlich eine gesteigerte Aggressivität an den Tag legen. Doch nicht nur die hier genannten Arten genießen unfreiwillig diese Aufmerksamkeit. Generell gelten alle Hunde als gefährlich, die sich als besonders aggressiv oder scharf erwiesen haben und solche, die bereits zuvor einen Menschen oder ein Tier verletzt haben.

Die Registrierung von Kampfhunden erfolgt über einen Mikrochip, der in das Ohr des Tieres eingepflanzt wird. Aber auch der Halter soll sich durch ein besonderes Verfahren für die Haltung eines Kampfhundes qualifizieren müssen. Sachkundige Nachweise werden in einem Führungszeugnis festgehalten, das allerdings nur Personen über 17 Jahren zugänglich ist. Zudem sind einschlägig vorbestrafte, alkohol- oder drogenabhängige Frauen und Männer und solche, die geschäftsunfähig sind, vom Verfahren ausgeschlossen. Auch gebrechliche Personen und Kinder haben keine Chance, eine Kampfhundgenehmigung zu bekommen, da sie physisch nicht in der Lage sind, einem solchen Tier Herr zu werden.

Die strenge Handhabe von Kampfhunden soll aber nicht als generelle Brandmarkung von Hunden verstanden werden. Denn im Großen und Ganzen gehen die meisten Hundehalter verantwortungsvoll mit ihren Tieren um. Gefährliche Situationen entstehen meist dann, wenn die Halter ihre Hunde vorsätzlich oder aus reiner Unkenntnis zu regelrechten Kampfmaschinen erziehen und auf die Allgemeinheit loslassen. Um Halter und Opfer im Falle eines Falles abzusichern, gilt eine Haftpflichtversicherungspflicht mit einer Mindestdecksumme in Höhe von 500.000,- Euro für Personenschäden und 250.000,- Euro für Sach- und Vermögensschäden. Wer gegen die Bestimmungen des neuen Gesetzes verstößt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 10.000,- Euro rechnen.

Alle Tipps für Hundehalter und Hundefreunde finden Sie hier.

24.12.2008

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