Beratung
Nützliche Tipps von A bis Z für Ihre Hochzeit
Altes, Neues, Geliehenes, Blaues
Vier Dinge sollte die Braut am Hochzeitstag bei sich haben: Etwas Altes, z. B. ein altes Familienschmuckstück, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht. Etwas Neues, z. B. ein Taschentuch, das das vor ihr liegende Leben als verheiratete Frau bezeichnet. Etwas Geliehenes, z. B. die Haarspange einer Freundin, das als Zeichen der Freundschaft steht. Und etwas Blaues, z. B. ein Strumpfband, als Sinnbild für die Treue.
Brautstrauß
Mitten am Abend des großen Tages wirft die Braut den Strauß rückwärts nach alter Tradition ihren weiblichen, unverheirateten Gästen zu. Wer ihn fängt, heiratet als nächste.
Danksagung
Bedanken Sie sich mit einem Hochzeitsfoto und ein paar handgeschriebenen Zeilen. Nur wenn der Kreis zu groß ist, dürfen Sie auf Vorgedrucktes zurückgreifen. Spätestens 4-8 Wochen nach dem Fest sollte dies erledigt sein.
Dosen
Blechdosen am Auto sollen durch ihren Lärm die bösen Geister vertreiben.
Einladung
Sie wird zusammen mit der Anzeige ca. zehn Wochen im voraus verschickt. Wie Sie die Einladung gestalten, hängt ganz von dem Rahmen und Stil des Festes ab. Traditionell sind die Eltern der Braut die Gastgeber. Wenn Sie zu kirchlicher Trauung, Empfang, Essen, Party und Brunch laden, lassen Sie separate Karten drucken, so bestimmen Sie, wen Sie wo dabeihaben wollen.
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Fotograf
Wenn die Gage für einen Profiablichter noch in Ihr Hochzeitsbudget passt, sollten Sie auf keinen Fall darauf verzichten. Noch Jahrzehnte später werden Sie viele und gute Fotos zu schätzen wissen.
Holzsägen
Ein beliebter Brauch ist, dem Hochzeitspaar ihren Weg aus dem Standesamt oder der Kirche mit einem Baumstamm oder Seil zu versperren. Mit vereinten Kräften muss das Paar nun gemeinsam das Hindernis aus dem Wege schaffen. Symbolisch gesehen wird so der Weg in die Ehe freigeräumt.
Myrte
Sie ist der Göttin Venus geweiht, steht für dauerhaftes Liebesglück und wird daher gern ins Haar der Braut gesteckt oder in den Brautstrauß gebunden.
Notkoffer
Heiraten ist aufregend, turbulent und voller Überraschungen. Packen Sie deshalb einen Notkoffer. Für Sie mit Ersatzstrümpfen, Parfum, Haarspray, Kosmetika, Sicherheitsnadeln. Für Ihn: Ersatzhemd, Kreditkarte, Sicherheitsnadeln, Pflaster, Eau de Toilette.
Polterabend
Altes Geschirr darf an diesem Abend auch von uneingeladenen Gästen vor der Tür des angehenden Brautpaars zerschmissen werden. Scherben bringen Glück, und so heißt die Devise: Scheppern, Klirren, Poltern mögen böse Geister nicht. Bitte nur mit Porzellan poltern, denn Glasscherben bringen Unglück.
Wollen Sie ohne Kater vor den Altar treten, dann legen Sie den Polterabend nicht auf den Vorabend. Sie und auch Ihre Freunde haben mehr vom Feiern, wenn der Polterabend zwei Tage vor der Hochzeit oder sogar ein Wochenende davor stattfindet. Viele Freunde nutzen den Polterabend für Sketche und andere zynische Darbietungen. Sie müssen mit allem rechnen, nicht nur mit Scherben.
Reiskörner
Dieser Brauch soll dem Hochzeitspaar Fruchtbarkeit bescheren. Mit den Reiskörnern wird der Segen buchstäblich nachgeworfen.
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Schleiertanz
Um Mitternacht findet der Schleiertanz statt. Beim Tanz wird der Braut der Schleier geraubt und in viele Stücke gerissen, um diese an die Brautjungfern und Freundinnen zu verteilen. Sie sollen symbolisch etwas von dem reichen Segen mitbekommen, den das Brautpaar an diesem Tag erhalten hat.
Schwelle
Böse Geister lauern nicht nur vor der Tür, sondern auch unter der Schwelle, wenn die junge Braut das neue Heim betreten will. Sie missgönnen ihr nach altem Aberglauben das Glück. Deshalb trägt der Bräutigam die Braut beschützend über die Schwelle. Sie kommt so nicht mit den dunklen Mächten in Berührung.
Standesamt
Die standesamtliche Eheschließung ist im Gegensatz zur kirchlichen Trauung Pflicht. Wenn die Brautleute deutsche Staatsbürger sind, weder verwitwet noch geschieden sind und keine Kinder haben, werden in der Regel folgende Papiere gebraucht:
eine Geburtsurkunde, eine Abschrift aus dem Familienbuch der Eltern, die Sie am elterlichen Wohnort erhalten, eine Ledigkeits- und Aufenthaltsbestätigung Ihres Einwohnermeldeamtes und ein gültiger Personalausweis.
Trauung
Nachdem Sie dem Kirchenbüro Ihrer Gemeinde den gewünschten Termin mitgeteilt haben, folgt ein Traugespräch bei dem zuständigen Pastor. Neben den Taufurkunden, Konfirmationsscheinen und der Aufgebotsbestätigung wird der Pastor Sie auch um einen Trauspruch bitten, den Sie in der Bibel aussuchen.
Trauzeugen
Sie sollen bezeugen, dass die Trauung vor dem Gesetz geschlossen wurde. Trauzeugen sollten enge Freunde oder Geschwister sein, die von Ihnen bestimmt werden. Die Trauzeugen weisen sich nur mit Personalausweis aus.
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