Masern: Zu viele Menschen ungeschützt - kiel-magazin.de

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Masern: Zu viele Menschen ungeschützt

Masern: Impfschutz überprüfen

Dank des hochwirksamen Masernimpfstoffs, der vor 50 Jahren erstmals zugelassen wurde, konnten die Masern in vielen Ländern bereits ausgerottet werden. Doch in Deutschland sorgt diese sehr ansteckende Infektionserkrankung immer wieder für große gesundheitliche Risiken.

Auch wenn in Schleswig-Holstein bisher nur vereinzelte Fälle gemeldet wurden, sind in diesem Jahr große Ausbrüche in Berlin und Bayern mit insgesamt über 1.000 Betroffenen aufgetreten. Dies ist für das Kieler Amt für Gesundheit ein warnender Hinweis, insbesondere Kleinkinder unbedingt impfen zu lassen. Nur wer Masern bereits durchgemacht hat oder geimpft wurde, kann nicht mehr erkranken. Doch viele Menschen sind ungeschützt, ohne es zu wissen.

Erwachsene, die nur einmal geimpft sind oder sich an eine Impfung nicht erinnern können, sollten sich dringend impfen lassen. Dies gilt besonders für alle Menschen, die in Krippen, Kitas und Schulen arbeiten. Kleinkinder, die noch nicht geimpft werden können, sind nur geschützt, wenn ihre Betreuungspersonen selbst geimpft sind. Denn geimpft sein bedeutet nicht nur Eigenschutz, sondern auch Schutz für andere. Dazu gehören Menschen, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund einer Erkrankung keinen eigenen Impfschutz aufbauen können.

Masern sind eine ernstzunehmende Erkrankung. Wer sich mit Masern angesteckt hat, hat auch mehrere Wochen nach der Genesung noch ein erheblich geschwächtes Immunsystem. Der geschwächte Körper ist nach der Erkrankung empfänglich für weitere Infektionen, die schwerwiegende Folgen haben können. Die Impfung bietet Schutz vor Masern und ist gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen, wie kurzzeitiges Fieber oder eine Schwellung an der Injektionsstelle sind gut tolerabel.

Weil nur die möglichst frühzeitige Impfung die Weiterverbreitung der Masern verhindern kann, appelliert das Amt für Gesundheit, noch fehlende Impfungen unbedingt nachzuholen. Fragen zum Thema beantworten die Ärztinnen Dr. Angela Wencke (Telefon 04 31/9 01-21 20) und Ute Wiertellok-Renzing (Telefon 04 31/9 01-21 30) aus der Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene des Amtes.

Auch die Elternberatungsstellen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes geben während der Beratungszeiten hierzu Auskunft.

04.11.2013

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