Theater, Oper & Ballett
Rossinis "Barbier von Sevilla" in der Kieler Oper
Tomohiro Takada (Figaro), Jörg Sabrowski (Bartolo), Juan Sancho (Almaviva), Amira Elmadfa (Rosina); Foto: © Olaf Struck
Am 10. Dezember 2011 feierte Rossinis "Barbier von Sevilla" in der Kieler Oper Premiere.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der quirlige Barbier Figaro, der beileibe nicht nur Haare schneiden kann, sondern bei Problemen aller Art Rat weiß. Besondere Hilfe benötigen Graf Almaviva und seine Angebetete Rosina, denn letztere steht unter strenger Bewachung ihres Vormunds Dr. Bartolo.
Bevor schließlich die Hochzeitsglocken läuten können, müssen Figaro, Almaviva und Rosina jedoch allerlei Schwierigkeiten aus dem Weg räumen.
In nur 26 Tagen schrieb Gioachino Rossini (1792-1868) dieses Werk, das zum Inbegriff einer komischen Oper und zum Paradebeispiel Rossinischer Ironie werden sollte. Das Libretto verfasste Cesare Sterbini nach dem gleichnamigen Schauspiel von Beaumarchais. Wie Figaros Ideen sprudelt Rossinis geistreiche, rhythmisch prägnante Musik mit ihren Koloraturkaskaden. Obwohl die Uraufführung 1816 unter keinem guten Stern stand, trat das Werk rasch seinen Siegeszug um die ganze Welt an.
Am Opernhaus Kiel inszeniert Generalintendant Daniel Karasek, das Bühnenbild stammt von Norbert Ziermann, die Kostüme von Claudia Spielmann. Mariano Rivas dirigiert die Kieler Philharmoniker.
Die Rolle des Grafen Almaviva singt der spanische Tenor Juan Sancho, der erstmals in Kiel auftritt. Er ist geradezu prädestiniert für diese Rolle: sein Geburtsort ist Sevilla. Sein Studium absolvierte er in Barcelona, zunächst mit dem Schwerpunkt auf Alter Musik. So gab er sein Operndebüt im Teatro Real in Madrid unter der musikalischen Leitung des weltberühnten Alte-Musik-Spezialisten William Christie in Monteverdis Opern-Trilogie "L'Orfeo", "Il ritorno d'Ulisse in patria" und "L'incoronazione di Poppea".
Mit William Christie nahm Juan Sancho auch an einer Europatournee von Rameaus "Les Indes galantes" teil. Zukünftige Engagements führen ihn als Pompeo in Vivaldis "Il Farnace" nach Straßburg, Mulhouse und Monte-Carlo sowie als Leonato in Händels "Alessandro" nach Wien, Versailles, Bukarest und Halle.
Der junge Tenor hat schon mit Dirigiergrößen wie Gustav Leonhardt, Andrea Marcon und Fabio Biondi gearbeitet und war Gast großer Festivals und Theater (u. a. Maggio Musicale Florenz, Mailänder Scala, La Fenice Venedig, Lincoln Center New York, Opéra Comique Paris).
Über das Lied hat sich sein Repertoire mittlerweile bis zum Belcanto erweitert. So wurde der Tenor mit dem Spezialpreis für Liedinterpretation beim Internationalen Wettbewerb "Julián Gayarre" 2010 in Spanien ausgezeichnet. Ein Ergebnis seiner Liebe zum Belcanto und seiner Fähigkeiten im Rossinischen Koloraturgesang ist nun in Kiel zu erleben.
| Wann? | Läuft bis zum 24. Mai 2012. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender. |
| Wo? | Oper Kiel |
| Tickets: | Karten für "Der Barbier von Sevilla" direkt hier bestellen. |
Alle Termine im Opernhaus finden Sie in unserem Veranstaltugskalender.
Ortsinformationen
Adresse
- Opernhaus
- Rathausplatz 4
- 24103 Kiel
- Telefon: 04 31/90 19 01
- Telefax: 04 31/90 16 28 70
- E-Mail: buehnen@lhstadt.kiel.de
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