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Wanderwege

Hessenstein

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Vom Aussichtsturm "Hessenstein" bei Gut Panker – einem der schönsten Aussichtstürme im Lande – geht der Blick bis zu den dänischen Inseln. Wer hier den Überblick haben möchte, muss hoch hinaus. Ausflüglern, die im Auto, immer häufiger auch mit dem Fahrrad oder beim ausgedehnten Spaziergang zu Fuß den mit seiner Höhe von 127 m zu den stattlichsten Erhebungen Schleswig-Holsteins zählenden Pilsberg bei Gut Panker bewältigt haben, reicht der Rundblick von der teilweise bewaldeten Kuppe meist nicht. Sie wollen mehr und noch weiter sehen. Deshalb ist der Aufstieg zur zinnenbewehrten Plattform des 17 m hohen Aussichtsturmes "Der Hessenstein" mit seinen markanten Spitzen aus Gusseisen ein Muss und eine touristische Attraktion der Urlaubsregion Hohwachter Bucht.

Von der Mühe, im engen Treppenhaus des achteckigen Backsteinturmes 111 Stufen hinaufzusteigen und sich auf halber Höhe auch noch durch eine Sperre zu zwängen, die mit einem Markstück "gefüttert" werden muss und erst dann den Weg zur Wendeltreppe freigibt, sollten sich die Besucher jedenfalls nicht abschrecken lassen. Belohnt werden sie nämlich ausnahmslos mit einem Panoramablick, der bei schönem Wetter und klarer Sicht bis zum Bungsberg, zu den Kränen der Kieler Werften, bis Fehmarn und sogar quer über die Ostsee bis zu den dänischen Inseln reicht.

Erbaut wurde "Der Hessenstein" in den Jahren 1839 bis 1841 im Auftrag des Landgrafen Friedrich von Hessen, in neugotischem Stil. Überliefert ist, dass dieses stattliche Bauwerk wenige Jahre später und nur knapp 30 km entfernt in modifizierter Form ein zweites Mal entstand: Der mit dem Landgrafen befreundete Graf Otto Blome wollte ebenfalls einen Aussichtsturm sein eigen nennen und setzte dabei noch einen drauf. Er ließ sich in Selent nicht nur einen Turm, sondern gleich eine komplette Burg errichten.

"Der Hessenstein" steht längst unter Denkmalschutz und wurde 1983 in feierlichem Rahmen erneut eingeweiht. In den Jahren zuvor war der Turm nämlich fast zur Ruine heruntergekommen, so dass er aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt werden musste.

Die Grundsanierung hatte knapp 300.000 Mark verschlungen. Weil der Turm damals unterspült war und abzukippen drohte, erhielt das Bauwerk sogar ein neues Fundament. Außerdem wurde das Mauerwerk innen und außen instandgesetzt, wurden Türen, Fenster und tragende Balken erneuert, die eiserne Wendeltreppe überholt und auch die Fenster mit farbigen Scheiben neu verglast. Diese sorgen dafür, dass vom Treppenhaus aus bei einfallendem Sonnenlicht die Landschaft knallig in gelb, rot, blau und grün erscheint.

Eine Übersicht über alle Wanderwege finden Sie hier.

24.12.2008

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