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Events & Straßenfeste

Kieler Umschlag

Kieler Umschlag

"Kieler Umschlag" nennt sich heute das 1975 von Kieler Kaufleuten gegründete, jährlich stattfindende Altstadtfest.

Der eigentliche historische Umschlag währte bis zum 19. Jahrhundert und ist mit Wechsel, Tausch, also alles was mit Handel und Wandel zu tun hat, zu erklären. Er war in erster Hinsicht ein Markt, auf dem Kredite angeboten und nachgefragt wurden. Die umgesetzten Summen gingen oft in die Zehntausende. Die sogenannte "Geldmesse" wurde jeden 6. Januar um 16.00 Uhr eingeleitet. Sie ging über acht Tage, an denen der Bürgermeister Marktfreiheit und -frieden sowie sicheres Geleit gewährleistete.

Der Gründungsgedanke des Kieler Umschlags

Im Jahr 1431 fand in Kiel erstmals ein mittelalterlicher Freimarkt unter dem Namen Kieler Umschlag statt. Dieser Markt entwickelte sich unter Handelsleuten schnell zu einer der wichtigsten Veranstaltungen der Region. In Kiel trafen sich adelige Gutsherrn und Kaufleute aus den Herzogtümern Schleswig und Holstein, um Geschäfte zu machen, Schulden zu tilgen und neue Kredite zu vergeben. Im 16. Jahrhundert war das Fest auch international hoch angesehen, bis es dann ab dem 17. Jahrhundert zunehmend an Popularität verlor. Im Jahr 1911 wurde der Kieler Umschlag das letzte Mal gefeiert. Erst 1975 wurde die Veranstaltung wiederbelebt und lockt seitdem alljährlich tausende Besucher in die Kieler Innenstadt. Mittlerweile ist der wirtschaftliche Aspekt der Veranstaltung in den Hintergrund gerückt. Dafür stellen die Veranstalter ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine, sodass für jung und alt verschiedenste Angebote bereit stehen. Der Umschlagball im Kieler Schloss und die Wahl des Umschlagbrautpaares gehören dabei zu den wichtigsten Events, sollen aber nicht davon ablenken, dass es gerade die kleinen Veranstaltungen sind, die das Fest so attraktiv machen.

Anfahrt zum Umschlag

Der Umschlag findet in der kompletten Innenstadt statt und ist mit fast 400.000 Besuchern nach der Kieler Woche das zweitgrößte Familienfest. Entsprechend voll ist die Stadt, und die Anfahrt kann sich schwierig gestalten. Es bietet sich an, die öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Fahrrad zu nutzen, um sich die lästige Parkplatzsuche zu ersparen. Auch die Anfahrt via Fährschiff ist von beiden Seiten der Förde aus möglich, Zielorte sind dann Kieler Bahnhofsbrücke oder Seegarten Reventlou. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte damit rechnen, dass ein Fußmarsch vom Parkplatz bis zum Umschlag selbst nötig sein wird. Nicht nur aufgrund der oftmals unberechenbaren Witterungsverhältnisse, sondern vor allem wegen der Vielzahl an Besuchern des Kieler Umschlags ist es allerdings empfehlenswert, das Auto stehenzulassen und auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

04.01.2011

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