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Radwege

Dänischer Wohld

Von der rund 30 m hohen "Klippe" zwischen Kiel und Eckernförde können Wanderer und Radler bei klarer Sicht die dänische Insel Langeland sehen. Wer dem großen touristischen Rummel nicht viel abgewinnen kann, aber dennoch einen der zweifellos schönsten Abschnitte der schleswig-holsteinischen Ostseeküste genießen will, liegt mit einem Ausflug in den Dänischen Wohld goldrichtig. Hier, im Küstengebiet zwischen Kiel und Eckernförde, stößt die Ostsee auf eine hügelige Landschaft mit Rapsfeldern, kleinen Dörfern und kurvigen Landstraßen. Zahllose Hünengräber, prachtvolle Gutshäuser und alte Dorfkirchen erzählen von der jahrhundertlangen Geschichte des Dänischen Wohldes – also des "Waldes", den ein Dänenkönig im 13. Jahrhundert noch als undurchdringlich dicht beschrieb.

Davon ist nicht mehr allzu viel übriggeblieben: Heute haben die Pflüge die Regie über den größten Teil der Region übernommen. Doch gerade die ländliche Ursprünglichkeit reizt Ostsee-Urlauber und Ausflügler, diesen harmonischen Landstrich zu erkunden. Viele meinen: Zu Fuß geht das am besten. Nur so lässt sich das imposanteste Naturgut erleben: die Steilküste. Über elf Kilometer zieht sie sich hin, Wanderwege auf der rund 30 m hohen "Klippe" etwa von Schwedeneck-Stohl bis hinter Dänisch Nienhof geben immer wieder den Blick auf den Ostsee-Horizont frei – bis zu 50 km weit, so dass bei klarer Sicht die dänische Insel Langeland zu sehen ist. Zeitweise geht es durch Wälder mit alten knorrigen Bäumen, dann und wann führen Wege oder Treppen hinunter zum steinigen Strand.

Wer dennoch einen Stopp einlegen will, ist in einem der Restaurants und Cafés gut aufgehoben: Zum Beispiel direkt an den Kurstränden in Surendorf oder Dänisch Nienhof. Das Fahrrad eignet sich hervorragend, um die Natur- und Kulturdenkmäler ein Stück landeinwärts zu erkunden (Fahrradvermietung in Surendorf unter Telefon 0 43 08/10 75). Hügelgräber etwa beim Gut Mariannenhof bei Stohl zeugen davon, dass im Dänischen Wohld schon vor 2000 Jahren Menschen unterwegs waren.

Etwas jüngere Geschichte atmen fast ein Dutzend Guts- und Herrenhäuser. Zu den prachtvollsten dürfte das Gut Altenhof gehören, dessen Herrenhaus bis vor wenigen Jahren als Museum zugänglich war. Heute finden im ehemaligen „Kuhhaus" immerhin noch Festivalkonzerte statt. Aber auch das Noerer Schloss, in dem jetzt Jugendliche betreut werden, und andere prachtvoll restaurierte Gutshäuser erzählen etwas über die alten Adelsgeschlechter – etwa das Gut Uhlenhorst (bei Dänischenhagen), die Herrenhäuser von Birkenmoor, Sprengerhof, Birkenhain, Wulfshagen, Borghorst und Hohenlieth.

Gleich mehrere touristische Magnete vereint der größte Ort im Dänischen Wohld: In Gettorf sollte man einen Besuch der alten Windmühle, die heute eine Bücherei beherbergt, nicht versäumen. Doch auch das Heimatmuseum und der Tierpark mit seinen Exoten sind immer einen Besuch wert.
Weitere Informationen zum Dähnischen Wohld

Eine Übersicht über alle Radwege in Kiel und Umgebung finden Sie hier.

24.12.2008

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