Oldtimer Reisen: Gelassen durch Deutschlands Norden - kiel-magazin.de

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Oldtimer Reisen: Gelassen durch Deutschlands Norden

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Die Zahl der Oldtimer auf den Straßen Schleswig-Holsteins nimmt weiter zu. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt – kurz KBA – mitteilte, waren 2019 insgesamt 17.801 Oldtimer im nördlichsten Bundesland registriert. Noch im Vorjahr waren es mit 15.812 Autos deutlich weniger. Auch bundesweit befinden sich die Oldtimer weiter auf dem Vormarsch und haben zahlenmäßig zuletzt um rund 12 Prozent zulegen können, sodass insgesamt 536.515 Fahrzeuge registriert wurden.

Immer mehr Oldtimerfans brechen mit ihrem Fahrzeug indes zu längeren Reisen auf. Dass die Oldtimer problemlos auch noch längere Strecken zurücklegen können, beweisen die Gäste, die jedes Jahr zum Oldtimertreffen im Rahmen der Kieler Woche aus ganz Deutschland in den Norden kommen. Doch lange Fahrten mit dem Oldtimer sollten gut geplant sein und erfordern letztlich noch einmal einen umfassenden Fahrzeugcheck.

Oldtimer brauchen Zuwendung

Was leidenschaftliche Fans längst wissen, ist denen, die erst seit kurzer Zeit einen Oldtimer ihr Eigentum nennen, vielleicht unbekannt. Oldtimer sind deutlich wartungsintensiver als die aktuellen Fahrzeuge, die für den Automarkt gebaut werden. Der Unterschied ist allerdings, dass sich viele Reparaturen selbst recht unkompliziert vornehmen lassen. Ausgenommen sind hier größere Arbeiten wie eine Motor- oder Getriebe-Reparatur, die immer von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden sollte.

Bevor es mit dem Oldtimer auf Reisen geht, sollten mehrere längere Testtouren unternommen werden. Die meisten Probleme, die ein solches Fahrzeug haben kann, werden bei längeren Fahrten deutlich. Werden Geräusche oder Fehler wahrgenommen, sollte man diese notieren und sie später genauer prüfen. Auch wenn die Testtouren unauffällig waren, sollte immer ein Blick von unten auf den Oldtimer geworfen werden. Ideal hierfür ist natürlich eine Hebebühne. Viele Werkstätten bieten Fahrzeughaltern die Option, gemeinsam mit dem Profi unter den Oldtimer zu schauen. So können sich begeisterte Oldtimerfans ein Bild von Traggelenken, Antriebswellen und auch Spurstangenköpfen machen. Besondere Aufmerksamkeit sollte übrigens gerade bei Oldtimern auch immer den Hardyscheiben gewidmet werden.

Im letzten Schritt müssen die Schmierstellen des Fahrzeugs mit neuem Fett versorgt werden. Vor langen Reisen ist es übrigens auch immer empfehlenswert, die Öle im Oldtimer zu wechseln. Hierzu gehören Motor- und Getriebeöl gleichermaßen.

Umfassender Check der Bremsen erforderlich

Besondere Aufmerksamkeit verdienen vor den Oldtimer-Reisen prinzipiell die Bremsen. Auch sie sollten noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden und zwar insbesondere dann, wenn der Oldtimer zuvor lange gestanden hat. Gerade nach langen Standzeiten weisen die Zylinder in den Trommelbremsen sehr schnell Lecks auf.

Es gibt einige Fahrzeughersteller, die weiterhin einen regelmäßigen Wechsel der Bremsschläuche empfehlen. Um eine sichere Fahrt garantieren zu können, sollten die Schläuche daher vorsorglich im Rhythmus von vier Jahren erneuert werden. Natürlich kann der geschulte Oldtimerfan hier auch individuell entscheiden und die Schläuche zunächst auf ihren Zustand hin überprüfen. Doch spätestens, wenn die Materialien hier rissig sind oder zumindest an einigen Stellen porös wirken, sollte der Wechsel unbedingt vorgenommen werden, um größere Schäden beispielsweise bei Fahrten im Ausland zu vermeiden.

Damit die Bremsen während der Fahrt einwandfrei arbeiten, darf die Bremsflüssigkeit bei der Kontrolle des Fahrzeugs nicht vergessen werden. Der Wassergehalt ist hier entscheidend. Es gibt spezielle Tester, mit denen der Wassergehalt gemessen werden kann. Ein Wechsel sollte nach Herstellerempfehlung im Abstand von zwei Jahren erfolgen.

31.07.2019

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