Mit dem Hund an der Ostseeküste unterwegs - kiel-magazin.de

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Ausflüge

Mit dem Hund an der Ostseeküste unterwegs

Für viele Tagesausflügler und Touristen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste sind Ausflüge ohne ihren geliebten Vierbeiner undenkbar. Schließlich freut sich auch der Hund über lange Spaziergänge am Strand und immer neue Entdeckungen entlang des Weges. Doch ein wenig Planung ist unverzichtbar, denn nicht überall sind Hunde willkommen oder es gelten bestimmte Einschränkungen.

Die schönsten Hundestrände in der Region Kiel

Um Ärger mit Badegästen zu vermeiden, sollten Ausflügler und Feriengäste bei der Planung auf speziell ausgewiesene Hundestrände und allgemeine Regeln zum Mitführen des Hundes am Strand achten. In der Region Kiel haben Tierliebhaber beispielsweise die Wahl zwischen dem 150 Meter langen Hundestrand in Laboe am Südufer der Kieler Bucht und dem 100 Meter langen Hundestrand am Leuchtturm Friedrichsort in Falckenstein am Nordufer. Hier dürfen Hunde ohne Leine am Wasser frei herumtoben. Da sich die Regeln jederzeit ändern können, sollte bei allen Hundestränden darauf geachtet werden, ob Leinenpflicht gilt oder nicht. Weiterhin sollte es für Hundebesitzer selbstverständlich sein, die Hinterlassenschaften des Hundes zu entfernen. "Schietbüddelspender" sind in ausreichender Zahl vorhanden.

Weitere Hundestrände in der näheren Umgebung befinden sich in Kalifornien (Buhne 32-33) und Brasilien (Buhne 26-27) und in Schöneberg (Buhne 41-42). In der Nebensaison zwischen November und April dürfen auch die anderen Strandabschnitte von Vierbeinern besucht werden. Für einen Tapetenwechsel ist der Hundestrand in Eckernförde (Südstrand) zu empfehlen. Auch die Insel Fehmarn ist als hundefreundlich bekannt und bietet mehrere schöne Hundestrände für lange Spaziergänge. Am Brodtener Ufer bei Travemünde dürfen Fifi und Bello nach dem Herumtoben im Wasser sogar in eigenen Strandkörben ausruhen.

Ausflugsziele bei Kiel: Hier darf der Hund mit

Viele beliebte Ziele für Tagesausflügler aus der Region Kiel und für Ostseeurlauber heißen auch Vierbeiner herzlich willkommen. Zu den schönsten Ausflugszielen an der Ostsee mit Hund gehört das Landesmuseum für Volkskunde in Molfsee: Auf dem weitläufigen Gelände spazieren die Besucher zwischen historischen Bauernhöfen, Windmühlen und anderen Gebäuden und bekommen ein Gefühl für das traditionelle Leben an den deutschen Küsten. Handwerker in historischen Kostümen demonstrieren ihr Geschick beim Korbflechten oder beim Weben. Der Hund darf seine Menschen überallhin begleiten, allerdings muss er angeleint bleiben.

In der Arche in Warder, etwa 12 Kilometer südlich von Kiel, haben seltene Nutztierrassen ein Refugium gefunden. Zahlreiche Wanderwege führen an den weitläufigen Gehegen vorbei, in denen zum Beispiel Wollschweine, Lockengänse und Ponys beheimatet sind. Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden. In regelmäßigen Abständen veranstaltet die Arche sogar spezielle Hundetage mit Rallyes, Rennen und Agility-Training. Ein toller Spaß für Zwei- und Vierbeiner!

Erlaubt sind Hunde auch im Hansapark Sierksdorf. Allerdings gilt strikte Leinenpflicht und der Hund darf seine Besitzer nicht mit in die verschiedenen Shows begleiten (und schon gar nicht auf die Fahrattraktionen). Aber natürlich ist es besser, den Hund mitzunehmen, als ihn den ganzen Tag alleine zu Hause beziehungsweise im Ferienhaus zurückzulassen.

Unterwegs mit Hund? So klappt die Reise

Selbst die Ausflugsziele und Hundestrände der näheren Umgebung müssen erst einmal erreicht werden. Am einfachsten geht es natürlich mit dem eigenen Auto, in dem stets ein Plätzchen mit Decke für den Hund reserviert ist. Eine übersichtliche Checkliste für den Urlaub mit Hund erleichtert die Planung, gerade bei längeren Fahrten.

Für die Mitnahme des Hundes in der Bahn gelten einige wichtige Regeln, die die Bahn auf einer eigenen Infoseite für Tierbesitzer zusammengestellt hat. Kleine Hunde dürfen in einer Transportbox kostenlos mitgenommen werden. Diese Transportbox muss unter den Sitz oder in die Gepäckablage über den Sitzen passen. Größere Hunde zahlen den halben Preis bei Flex- und Sparpreisen. Außerdem gilt für sie Maulkorb- und Leinenpflicht. Wichtig für Ausflügler: Beim Länderticket und beim Schönes-Wochenende-Ticket zählt der Hund als ein Erwachsener.

Mit dem Hund in See stechen? Eine Fährüberfahrt, zum Beispiel nach Dänemark oder auch eine Ausflugsfahrt auf der Kieler Förde, kann für Hunde eine enorme Belastung darstellen. Sie wissen schließlich nicht, warum der Boden unter ihren Füßen so schwankt oder ihr Magen rebelliert. Ob der eigene Hund „seetüchtig“ ist, lässt sich am besten zuerst bei einer kleinen Hafenrundfahrt ausprobieren. Bei starkem Wind und entsprechendem Seegang sollte lieber auf eine Fahrt verzichtet werden. Zudem ist immer auf die Vorschriften der Reedereien zu achten: Bei der Vogelfluglinie (Puttgarden-Rødby) dürfen Hunde wahlweise mit an Deck genommen oder im Auto gelassen werden. Allerdings ist es nicht erlaubt, einen im Auto zurückgelassenen Hund während der Überfahrt zu besuchen.

Übernachtung mit Hund? Die richtige Unterkunft wählen

Bei einem längeren Urlaub mit Hund an der Ostseeküste sollten Besitzer zudem auf eine hundefreundliche Unterkunft achten. Viele Hotels nennen sich zwar hundefreundlich, tolerieren Hunde aber bestenfalls. Wirklich tierliebe Hotelbesitzer stellen dagegen kostenlos Trinkwasser in Näpfen zur Verfügung, bieten eine Wiese, auf denen der Hund toben kann und übernehmen sogar häufig die Betreuung, wenn die Gäste einmal ohne den Hund ausgehen möchten. Eine empfehlenswerte Alternative für Hundebesitzer ist das eigene Ferienhaus: Hier kann sich der Hund im Haus und Garten grundsätzlich frei bewegen und darf auch einmal bellen, ohne dass sich andere Gäste gestört fühlen.

30.01.2018

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