| Die schönsten Wanderwege in und um Kiel |
Kiellinie
Liether Kalkgrube
Raisdorf
Schwentine
IVV-Wanderweg Tarp
Dänischer Wohld
Hessenstein
Naturschutzgebiet Dosenmoor
Die Uferpromenade der Kiellinie und des Hindenburgufers ist eine
der schönsten Europas. Man hat von ihr aus einen schönen
Blick auf die Werftanlagen, die vorbeiziehenden Fährschiffe
und die Segelschiffe, die vor allem im Sommer vertreten sind.
Währen der Kieler Woche herrscht hier ein buntes Treiben,
die Kinder erfreuen sich alljährlich über die sogenannte
"Spiellinie".
Farbenspiel mit alten Gesteinen und taufrischen Tieren im Kreis Pinneberg
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Beim Betreten der Liether Kalkgrube bietet sich ein farbenprächtiges Bild: Das Farbspektrum der Hänge reicht von beige über rot bis zu dunkelbraun,
das sich mit grünbewachsenen Flächen abwechselt. Büsche und Bäume klammern sich an die Abbruchkante, einige sind bereits abgerutscht. Auf
dem Grund der Grube sieht man einen großen hellen Felsen, Teiche schimmern in verschiedenen Blautönen und spiegeln an manchen Stellen den
Hang wieder. Aber wie ein „richtiges" Naturschutzgebiet sieht die 16 Hektar kleine ehemalige Kalkgrube eigentlich nicht aus.
Geologische und ökologische Besonderheiten führten dazu,
dass sie 1991 unter Schutz gestellt wurde. Einmalig in Schleswig-Holstein sind die
Gesteine, die hier freigelegt wurden. Sie stammen aus dem Erdaltertum (Perm: Rotliegendes, Zechstein), sind 200 – 270 Millionen Jahre alt und
damit älter als der Kalkberg in Bad Segeberg (Gipsablagerungen) und die Insel Helgoland (Buntsandstein). Die Liether Kalkgrube bietet oberirdisch
Einblicke in die Geologie, für die man sonst in ein Bergwerk einfahren
muss. Die Spitze eines Salzstocks ragt aus dem Grund der Grube heraus.
Dieser Gipshut wurde vor Millionen von Jahren aus etwa 4 – 6 Kilometer Tiefe empor
gepresst. Vor etwa 14000 Jahren war über dem Salzstock ein See. Sein Ufer war ein Rastplatz für Steinzeitjäger, man fand dort Reste von Werkzeugen aus Flintstein.
Die Liether Kalkgrube ist auch von ökologischer Bedeutung. Hier leben über 140 Pflanzenarten, von denen 14 in Schleswig-Holstein auf der „Roten
Liste" als gefährdet eingestuft sind. Sechs bedrohte Tierarten sind hier heimisch, z. B. Amphibien (Kreuz- und Knoblauchkröte). Gelegentlich
kommen Graureiher und Uferschwalben.
Vor 150 Jahren fand man bei Bauarbeiten für die Eisenbahnstrecke von Altona nach Kiel rote Tone aus dem Erdaltertum. In den folgenden
Jahrzehnten wurden daraus Ziegel hergestellt. Die verfallene Ziegelei am Bahnübergang "Roter Lehm" zeugt davon. Bei dem Abbau der Tone stieß
man auf Zechsteinkalk, der als Mineraldünger verkauft wurde. 1980 legte man in der Grube ein Gipsvorkommen frei, 1986 wurde sie stillgelegt.
Die Kalkgrube liegt im Kreis Pinneberg in Klein Nordende, in der Nähe der Ortschaft Rotenlehm südlich von Elmshorn. Von Tornesch führt ein Weg
durch das Liether/Esinger Moor. Mineralien werden im Konrad-Struwe-Haus, Bismarckallee, Elmshorn, ausgestellt.
Infos: Schleswig-Holsteinischer Heimatbund
Rathausstraße 2, 24103 Kiel,
Telefon 0431/98 38 40, oder Hans Joachim Wohlenberg, Telefon 04122/523 14.

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